Die Frau als Gebärmaschine für neue Arbeitskräfte
Im Kapitalismus werden Menschen, Umwelt und Tiere dem Profitstreben untergeordnet. Deswegen muss auch zuerst die Wirtschaft laufen, bevor die Grundbedürfnisse befriedigt werden. Das haben wir in der Corona-Krise gesehen: Zuerst wurden Geschäfte geöffnet, dann Schulen. Denn das System würde zusammenbrechen, wenn das Wohl der Vielen über dem Profit stehen würde.
Um Mehrwert aus Arbeit zu generieren, müssen Arbeitskräfte unter Wert arbeiten, d.h. ausgebeutet werden. Und je mehr Arbeitskräfte ausgebeutet werden, desto mehr Profit. Außerdem sinkt durch mehr Angebot an Arbeiter*innen der Preis, für den sie ihre Arbeit verkaufen = noch mehr Profit. Es braucht für möglichst viel Profit also möglichst viele Arbeiter*innen. Und hier kommt der Körper der Frau ins Spiel: Denn die Frau kann Kinder, d.h. neue Arbeitskräfte gebären. Damit sie möglichst viele Arbeitskräfte produzieren kann, sollten ihr im »besten« Fall alle Möglichkeiten zur Geburtenkontrolle genommen werden. Im Zeitalter des Feudalismus aber gab es unter vielen Frauen ein Wissen darüber, durch welche Methoden ein Kind abgetrieben oder die Fruchtbarkeit kontrolliert werden kann – bis zur Zeit der Hexenverfolgung, ein machtpolitisches Instrument in der Umbruchzeit vom Feudalismus zum Kapitalismus, das die Macht der Frauen über ihren eigenen Körper brechen sollte.
Weiterlesen: Federici: Caliban und die Hexe. Frauen, der Körper und die ursprüngliche Akkumulation. Marx, Engels: Das kommunistische Manifest. Engels: Der Ursprung der Familie, des Privateigenthums und des Staats.














