Tag 16 - 26.7.22
Busan intensiv
Ich bin relativ zeitig aufgestanden und dann per Metro und Bus zum Gamcheon Culture Village. Das ist ein etwas pittoresker Ort, welcher eher an eine brasilianische Favela erinnert, als an das hier eher bevorzugte Santorin. Es gibt viel Street Art, viele Cafés und alles ist sehr steil an einem Hang gelegen. Hier gab es auch einen Laden, wo man Bilder per Laser auf Holz bringen konnte - coole Geschäftsidee, hab ich gleich an Erik weitergegeben, denn der hat ja so ein Ding. Als nächtes ging es mit dem Bus zurück Richtung Jagalchi Fischmarkt mit Observation Deck. Auf dem Weg dahin bin ich durch eine „Fischstraße“ gelaufen. Das war ziemlich eindrucksvoll, jede Menge älterer Frauen, die ihren Fisch, oder was es sonst noch alles für Meeresgetier gibt an den Mann/die Frau bringen wollen. Überhaupt fällt auf, dass besonders in den größeren Städten sehr viel eher ältere Frauen unterwegs sind, viel mehr als z.B. in Deutschland. Eigentlich dominieren sie in manchen Bereichen sogar das Straßenbild. Dabei gehen sie durchaus robust zur Sache, was sich besonders in der Metro oder ganz allgemein an dicht gedrängten Orten beobachten bzw.. spüren lässt. ;)
Der Jagalchi-Fischmarkt ist in einem riesigen Gebäude untergebracht und ist der größte Koreas. Vom Dach hatte man einen ersten schönen Ausblick auf Hafen und Stadt, was sich aber noch locker steigern ließ. Ich bin nämlich weiter zum Lotte Department Store, welcher durch das größte Indoor-Wasserspiel der Welt glänzt. Und natürlich mit der grandiosen Aussicht vom Dach, welches frei zugänglich ist. Überhaupt ist hier in Korea relativ viel frei zugänglich, wo man bei uns gern mal Eintritt nehmen würde. Hier habe ich auch lecker frischen Lachs mit Allerlei gegessen.
Dann habe ich einen Bus nach Songdo genommen. Dort gibt es einen Strand und eine berühmte Stahlkonstruktion, welche sich über das Wasser schwingt und den schönen Namen Cloud-Walk hat. Hier bin ich etwas rumgelaufen und habe dann auch die Seilbahn genommen, welche sich Busan Air Cruise nennt. Man landet dann nach rund 1,5 km im Songdo Sky Park, wo auch die Yonggung Suspension Bridge zu finden ist. Ganz nett, da rumzulaufen, aber zum Teil schon ganz schön kitschig. Anyway, ich bin hier und da sehe ich mir die sogenannten Highlights eben auch an. Eigentlich hatte das ja eh nur den Zweck, die Zeit bis zum Dunkelwerden zu überbrücken. Hab überbrücken ist da falsch, müsste eher überseilbahnen heißen.
Also selbige mit Glasboden ( kosten etwas mehr, befriedigt aber absolut meine Höhenangst - sind ja nur knapp 80 m über dem Wasser) zurück und dann habe ich von einem etwas abgelegenen Platz die Drohne fliegen lassen. Ergebnis - geht so. Nun wurde es dunkel und das Farbenspiel begann. Die Leute hier stehen offensichtlich total auf alles, was bunt ist. Und ich muss sagen, mich hat das auch fasziniert. Es sind ein paar schöne Bilder entstanden. Gegen 21:00 war ich wieder im Hotel. Ein langer Tag - elf Stunden war ich unterwegs.
Vokabel des Tages: Licht (hell) - 빛 (bich)














