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Forestpod im Gespräch mit Jauk Mario, dem Eisschwimmer
Das #Vondue ist sooooo fein, ein echter Genuss! Herzlichen Dank, liebes Team von #Grünergaumen!
#jurte #lunatic (hier: Leuphana Universität Lüneburg)
Standortvorteile
Globalisierung ist keine Einbahnstraße. Mag sein, dass ich als Rentner aufstocken muss, aber dafür kann ich mir in der Mongolei die größte Jurte kaufen und leben wie Dschingis Khan. Standortvorteile nennen die Kapitalisten das.
https://goo.gl/e5ibvL
In einer Mega Unterkunft direkt am Bodensee, in einer Jurte, ist dieses Bild mit Sabrina entstanden. Stimmung pur 😃 #shooting #portrait #bodensee #schweiz #indian #summer #jurte #limburg #aschaffenburg #frankfurt #mainz #bed #girl #mood #emotional #silence #red (hier: Konstanz - Bodensee)
Die Testfahrt
Letztes Wochenende stand also die Testfahrt an. Testfahrt deshalb, weil wir uns als Deutsche dann doch Gedanken darüber machten, ob wir auch problemlos alle (für den Sommer ist vorgesehen, 7 Erwachsene und 5 Kinder in den “Russenbus” zu stopfen - samt Gepäck natürlich, aber wir bekommen wohl auch noch einen Dachgepäckträger) ins Auto passen würden bzw. das für längere Strecken funktioniert. Nun, wir hatten echt viel Platz, um das Erlebnis authentisch zu gestalten, fuhr die Familie des Fahrers samt seiner Schwägerin noch mit. Also der Punkt ist erledigt. Und wertvolle Erfahrungen haben wir auch gesammelt - ich werde unbedingt eine Nagelbürste und Fettcreme einpacken. Das ist unverzichtbar. Sowie einen riesigen Haufen Feuchttücher. Die mongolische Variante von “Duschen auf dem Land”.
Im Nachhinein bin ich ganz glücklich, dass der im Anschluss eigentlich geplante Umzug verschoben wurde, denn wir waren bei Ankunft in unserer Wohnung sonntags ganz schön erledigt…wieso fragt man sich?! -nun…trotz unserer urkundlich verbrieften “Jugend” (immerhin schreiben wir 2016, heutzutage ist man ja jugendlich bis zu seinem 40. - oder hat gefälligst dafür zu sorgen, dass zumindest die anderen das von einem denken….ich bin wohl deutlich zu spät geboren worden, ich finde, dass man mit 30 durchaus nicht mehr jugendlich ist bzw. sein muss…aber das ist ein anderes Thema) ist eine Nacht in der Jurte irgendwie deutlich anstrengender als in unserer Wohnung.
- alle in einem Raum: naja gut, das hatten wir durchaus schon häufiger und auch dauerhafter als nur 2 Tage, das kanns nicht gewesen sein. Zumal jeder theoretisch sein eigenes Bett hatte. Klar, die sind etwas kleiner als so ein Standardbett in einer Wohnung, aber das liegt am begrenzten Platz und war größentechnisch nur für Christoph ein kleines Problem)
- keine Waschgelegenheiten innerhalb der Jurte: wir wussten, dass uns das erwarten würde…wie es sich dann wirklich anfühlt, morgens aufzuwachen und sich waschen zu wollen, dafür erstmal über die Wiese zu den “sanitären Anlagen” (und wir hatten Glück, die waren ziemlich annehmbar, das ist nicht unbedingt Standard, da die Mongolen selbst nicht allzu viel Wert darauf legen…auch das wandelt sich langsam, na klar…die Touristen wollen etwas mehr Komfort) rüberwanken zu müssen [jaja, ihr Camper, ihr Abenteuerurlauber, ihr Outdoories…ich höre euch lachen - aber echt jetzt mal, das ist NICHT meine Art von Lieblingsurlaub…] - und sie dann trockengelegt zu finden - “os bächgui” … eine Erfahrung, die ich nicht unbedingt hätte machen müssen. Das Wasser kam dann auch, ab halb 9 war es “wieder da” (es wird vorher einfach nicht angestellt, da sie spät schlafen gehen, schlafen sie morgens auch länger, die Mongolen - soooooo mongolisch sind unsere Kinder dann auch wieder nicht), an einem der Hähne sogar warm. Man freut sich über die kleinen Dinge.
- Wettermeldung für den Tag des Ausflugs: 1 Grad in Ulaanbaatar: und DAS war der springende Punkt, der dazu führte, dass ich am nächsten Morgen noch deutlich älter als aufm Papier angegeben aussah…HIMMEL war das kalt in der Jurte…nun wussten wir ja, dass es nachts kalt werden würde, ich hatte schon Decken dabei, die Kinder noch Trainingsjacken, alle dicke Socken - wir waren nicht unpräpariert. Im Gegenteil, ich war ziemlich stolz auf meine gute Vorbereitung der Fahrt (ist ja nicht gerade mein Steckenpferd). Man lernt ja nie aus...mehr hätte ich allerdings, um mich selbst zu entlasten, kaum tun können. Wir kamen also im Camp an, es war extrem windig [ist es hier ja oft, bei den Temperaturen allerdings eher ungemütlich]. Wen störte das? Anfangs niemanden, die Kinder nie; die Sonne schien, das Camp war toll, sie spielten also den ganzen Tag draußen. Christoph holte sich einen kleinen Sonnenbrand. Jaaaa….diese Höhensonne. Und dann der kalte Wind…da vertut man sich schonmal. Also über Tag alles gut - und abends kam dann einer der im Camp Beschäftigten und brachte uns kistenweise Holz. Klar, die Jurte hat einen Ofen und ja, sie hatten auch schon für uns eingeheizt. Kuschlig warm wars. Aber weshalb diese riesigen Mengen an Holz für nur eine Jurte? Am nächsten Morgen wusste ich es dann. Großzügig hatten wir das Angebot abgelehnt, dass besagter Mitarbeiter nächtlich jede Stunde vorbeikommen und das Feuer am Brennen halten wollte (ganz im Vertrauen: ich bin davon ausgegangen, dass einmal anfeuern in der Nacht ausreichen würde, immerhin haben wir keinen Winter mehr] - nun: Ich habe mich vertan! Und am nächsten Morgen war dann zumindest eine Kiste leer, die Jurte dafür warm, die Kinder begeistert. Ylvie wollte direkt für immer in eine Jurte ziehen und ich hab meine verquollenen Augen abgewandt und mich darüber gefreut, dass der Plan aufging und die Kinder es genossen haben. Es war ja auch schön.
Etwas Bammel vor den zwei Wochen im Juli hab ich jetzt allerdings doch - Hoffnung dabei: es wird ja deutlich wärmer sein [außer in der Gobi]. Ansonsten muss ich nach der Fahrt dann eben eine Woche lang “Sommerschlaf” halten. :)