Am 14. Oktober verwandelte Tommy Cash, seines Zeichens estnischer Rapper und Drittplatzierter beim diesjährigen Eurovision Song Contest, die
German Concert review and Gallery of Tommy Cash' gig in Cologne are up.
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Am 14. Oktober verwandelte Tommy Cash, seines Zeichens estnischer Rapper und Drittplatzierter beim diesjährigen Eurovision Song Contest, die
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Green Day: SAP Arena, Mannheim; Mittwoch 18.01.2017
I’m in love with my favourite band! *_*
Anreise bequem und für DB-Verhältnisse viel zu reibungslos mit lediglich 5 Minuten Verspätung komme ich um 16 Uhr an der SAP Arena in Mannheim an. Von der S-Bahn kommend laufe ich über die Zugangsbrücke zum Eingang B und sehe die 60 Fans ordentlich in einer Reihe warten. Bevor ich unnötig Zeit verliere und die anderen Eingänge abchecke, stelle ich mich einfach hinten an.
1,5 Stunden in der Kälte stehen erfordert Ausdauer und Nerven: da helfen nur Decken, warme Getränke und gute Unterhaltungen. Als um 17:30 Uhr der Einlass beginnt, merke ich was ich für einen schlechten Eingang gewählt habe: Nur eine Dame zur Kontrolle. Gefühlte Stunden später zeige ich einem Herrn meine Karte vor, der mir leider nicht erklären kann wo ich zum Innenraum oder gar zur Garderobe komme. Nach einigem Umherirren und erneutem Anstehen sind Jacke, Schal und Mütze abgegeben und ich stehe keine drei Personen mittig vor dem Steg.
Die SAP Arena ist die kleinste Halle von den drei Green Day-Auftritten in Deutschland. Und ich glückliche habe noch eine Stehplatzkarte bekommen. Die Bühne wirkt auf mich eher klein und vorallem super nah! Die Sitzplätze füllen sich auch recht schnell. Die Hintergrundmusik ist gut gewählt: es läuft netter Punk.
Kleine Anekdote: Meine neuen Konzertbekanntschaften, die unmittelbar neben mir stehen, erzählen dass sie 10 Minuten vor Einlass kamen und Eingang A nutzten. Die aktuelle Erkältung hätte ich mir also auch sparen können mit dem richtigen Eingang.
19 Uhr geht’s mit den Kaliforniern „The Interrupers“ los. Gut gelaunt und mit vollem Elan tanzen Sängerin und Band auf der Bühne hin und her. Der Großteil scheint nicht begeistert, ich hingegen tanze, springe, singe vor mich hin und werde richtig warm für Green Day. Die positive Ausstrahlung steckt mich an und ich vergesse kurz den Alltag.
Dann geht es auch schon um 20 Uhr los: Bohemian Rhapsody lässt die ersten zum Mitsingen animieren (sei es auch teilweise aus Wissen, dass jedes Green Day Konzert so beginnt). Der übliche „Drunk—Bunny“ ist diesmal gar nicht mit Bierflasche bewaffnet, rockt aber die Bühne wie es sich gehört und animiert das Publikum zu Blitzkrieg Bop. Mit The Good, the Bad and the Ugly lassen sich Green Day auf die Bühne geleiten und legen direkt mit Know Your Enemy los. Es schlägt ein wie eine Bombe: mega Licht- und Pyroshow, laute Gitarren und die beste Stimmung überhaupt. Um das Ganze zu toppen wird auch direkt der erste Fan auf die Bühne geholt.
Billie Joe nutzt den Steg um die Menschen zu animieren und ich sehe sein wunderbares Lächeln aus nächster Nähe. Sein Outfitt ganz typisch: schwarze Hose mit aus der Hosentasche schauendem Bandana, Schuhe und Weste. Doch diesmal mit weißer Kravatte und ocker-schwarz-gestreiftem Hemd.
Mit der ersten Single des neuen Albums geht es weiter: mit Power, Stimmung und Wall of Death. Die Drums, der Beat und die Gitarrenriffs haben alle total im Griff.
Nach 6 Power-Songs kommen wir mit Boulevard of Broken Dreams wieder ein wenig runter und singen als riesen 11000 Menschen-Chor diese wunderbare Hymne mit Billie Joe’s akustischer Gitarrenbegleitung bis die Band wieder komplett einsetzt.
Der nächste Fan ist bei Longview on stage und bietet einen kurzen amüsanten Dialog mit Billie:
„Whats you name?“ „Ingor“ „What?“ „Yeah“ „Ok… stage dive, stage dive“
Songs von Kerplunk, Nimrod und Dookie sind auch für die alteingesessenen Fans dabei. Spaß darf dabei nicht fehlen: Publikum nass machen, T-shirts per Kanone in die Menschenmenge schießen und Verkleidungen bei King For a Day präsentieren.
Nicht nur mit den Intros als auch mit dem Cover von Operation Ivy Knowledge erfahren alle Musikkultur der feinsten Art und Weise. Die glückliche Lisa darf sogar Gitarrespielen und das Saiteninstrument mitnehmen.
Auch seit der letzten Tour 2013 ist das Medley Shout / Always Look on the Bright Side of Life / (I Can't Get No) Satisfaction / Hey Jude mit von der Partie. Billie Joe’s wandelbare Stimme erfreut mich jedes Mal erneut und trägt die komplette Aufmerksam des Publikums. Ein Spotlight auf den am Boden liegenden Billie; 1100 Augenpaare sind beeindruckt. Bei Hey Jude sitzen dann wirklich alle auf dem Boden und erst jetzt wird mir bewusst wie viele Menschen hinter mir stehen.
Bei Still Breathing ist es dann um mich geschehen und ich vergieße eine kleine Träne vor Freude über dieses wundervolle Erlebnis. Der Funkenregen, die Stimme von Billie Joe und die Atmosphäre der vielen Feuerzeugen erzeugt eine fast zu perfekte Stimmung.
Vor der Zugabe wird nochmal richtig eingeheizt. Forever now ist eindeutig ein Song mit dem so ein Konzert nicht enden kann, trotz toller Pyroshow. Mit tobendem Applaus kommt die Band zur Zugabe auf die Bühne und präsentiert sich von ihrer „American Idiot“-Seite. Zum Abschluss kommen zwei Balladen die einen in andere Welten versetzen und ein „Ich-will-noch-mehr-hören“-Gefühl hinterlassen. Der Green Day-Konfetti-Regen ist der krönende Abschluss.
Die 2,5 stündige Show ist generell von vorne bis hinten perfekt durchgeplant: so kommt jeder Fan, vermutlich in jeder Stadt, zu denselben tollen Erlebnissen ohne sich benachteiligt zu fühlen. Zudem scheint mir die Band sehr perfektionistisch, jedem das Beste liefern zu wollen. Auch bei diesem Konzert (meinem 4. Green Day-Konzert) kann ich diese Band einfach nur lieben. Ich fühle mich Jahre zurückversetzt, muss einfach nicht an heute und morgen denken, sondern nur ans hier und jetzt. Treffe neue Menschen, die gemeinsame Interessen teilen und mit denen Konzerte besonders werden. Und dann sehe ich wie sich die Band unfassbar freut über dass was sie geschafft hat: Arenen zu füllen, und trotzdem jeden irgendwie zu erreichen, auch die in der letzten Reihe. Glücklicher kann ich nicht sein.
Green Day you gave me the time of my life.
Setliste:
Know Your Enemy
Bang Bang
Revolution Radio
Holiday
Letterbomb
Boulevard of Broken Dreams
Longview
Youngblood
2000 Light Years Away
Hitchin' a Ride
When I Come Around
Burnout
Scattered
Minority
Are We the Waiting
St. Jimmy
Knowledge (Operation Ivy cover)
Basket Case
She
King for a Day
Shout / Always Look on the Bright Side of Life / (I Can't Get No) Satisfaction / Hey Jude
Still Breathing
Forever Now
American Idiot
Jesus of Suburbia
Ordinary World
Good Riddance (Time of Your Life)
Mit zwei Klangzauberern in achtzig Minuten um die Welt
Längst dämmert es draußen - ein Schiffshorn ist zu hören. Laut, kraftvoll. Das ist der Sound des Baritonsaxophons. Die musikalische Reise geht noch weiter. Über zweihundert Menschen ließen sich in der Klosterkirche gerne mitnehmen von Bläser Gert Anklam und Orgelkünstler Volker Jaekel - Richtung Osten bis nach China, Richtung Westen bis nach Amerika. Und Abstecher rüber nach Thüringen oder hinauf nach Rügen gehörten auch zum Reiseprogramm an diesem Sommerabend, der mit langem leidenschaftlichem Applaus endete. Die Besatzung wurde gefeiert - eine Idealbesetzung. Von Volkmar Heuer-Strathmann Passendere Leitworte hätten kaum ausgewählt werden können. “Lobt Gott mit Harfe und Zither!”, heißt es in Psalm 150. Und weitere traditionelle Instrumente werden genannt. Mit dem Griff zum Portativ und dem Spiel auf der Sheng erweiterten die Berliner Zauberkünstler den Reigen in der Klosterkirche noch erheblich. Es soll gefeiert werden, es darf getanzt werden - laut Psalm. Die Herzen erwärmen und doch für Abkühlung sorgen, das Wunder wurde tatsächlich vollbracht an diesem Abend. Nach einem kurzen temperamentvollen Auftakt im Italien der Renaissance durfte man sich mit Johann Sebastian Bach auf Ernstes, auf Tragisches einlassen: Schreckensmeldungen aus Thüringen, historisch, versteht sich, nicht tagespolitisch. Eine Brandkatastrophe, ein Schicksalsschlag. Einheimische werden an das eigene Gemeinwesen gedacht haben, an Ruppin im Jahr 1787. Der Kirchenmusiker, 1708 in Mühlhausen bestallt, komponierte kurz nach dem Brand in der Stadt in Weimar, wo die Karriere ihren Lauf nahm, was unterwegs in der Welt heute wie damals Anlässe finden kann, tagtäglich. Doch: “Meine Seele harret!” Kein Zaudern, kein Zagen. Man spürt durch das Spiel an Orgel und Sopransaxophon, was trägt, was geleitet, was beseelt. Das tut einfach gut, da an Brandherden und Knallköpfen kein Mangel ist in der Welt.
Mit Wohlklang hinein in die Herzen! Naturgewalt schlägt dem Menschen auch auf Rügen entgegen. Und das bei Nacht. Volker Jaekel hat komponiert. Die Zwillingsorgel lässt er erklingen, als wütete ein Orkan. Erlebtes? Erlittenes? Oder Gegenwehr? Wie harmonisch zuvor, wie himmlisch, was Astor Piazolla mit feinem Humor “Ohne Gequatsche” genannt hat, natürlich auf Spanisch. Es darf geträumt werden, so wie die Melodie dahinfließt. Improvisation ist angesagt, wenn Anklam und Jaekel ans Werk gehen. Locker kommen sie daher, sehr zugewandt und dabei hochprofessionell. Das gefällt.
Kleine Instrumentenkunde zur Abendstunde. Fotos: VHS An Lagerfeuer und Abenteuerwelt darf man denken, wenn sie sich hinhocken, um Portativ und Sheng erklingen zu lassen. Von “multikultirellen Projekten” ist im Programm die Rede. Mundorgel und Pfeifentrage überwinden Jahrtausende, verbinden Kontinente. Hier geht’s nicht auf martialische Kreuzfahrt, hier geht’s auf musikalische Weltumseglung, sicher im Kurs, selig der Gesang der Instrumente in der Nagelkreuzgemeinde für jeden Tag unterwegs in der Welt: “Was Gott tut, das ist wohlgetan…” Read the full article
Oktoberfest in Solingen
Am ersten Oktoberwochenende fand in Solingen auf dem Festgelände bei der Klingenhalle das Bergische Oktoberfest statt. Im riesigen Festzelt sorgten verschiedene Musik-Acts für ausgelassene Stimmung. Mich persönlich hätte reine Blasmusik und animiertes Saufgelage alleine nicht nach Solingen gelockt. Ähnliche Feste finden auch bei mir in der Nähe statt, aber sie reizen mich normalerweise nicht hin…
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Konzertbericht: Jupiter
Nach der Wartezeit bei sonnigem Wetter begann punktgenau um 19 Uhr Uhr der Einlass.Als ganze Gruppe eingelassen teilte sich die Besucherschar auf die ersten Reihen vor der Bühne auf, während sich die andere Hälfte vor dem Merchstand gruppierte oder sich mit Getränken versorgte. Allmählich füllte sich die Halle ohne , dass es sich zu sehr drängelte. Die ersten Schwaden aus der Nebelmaschine…
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*Werbung/unbezahlt* Mein Konzert Bericht zu Sunrise Avenue ist online. Habt viel Spass auf Lipstickbunnies.de #loreley #sunriseavenue #konzertreise #konzertbericht #musik #blogbeitrag https://www.instagram.com/p/Bm6OeQjACQT/?utm_source=ig_tumblr_share&igshid=k4vcvqoeedx
Santa Cruz in Lichtenfels
Datum: 22.12.2017
Ort: Lichtenfels
Veranstaltungsort: Paunchy Cats
Band: Santa Cruz
Vorgruppe: Skarlett Riot
Vor der Show…
Eine vierstündige Fahrt von Oberösterreich nach Lichtenfels? Wenn es um ein Konzert von Santa Cruz geht, ist meiner besten Freundin (Rainy) und mir wohl bald keine Strecke mehr zu weit. Es ist beinahe zwei Jahre her, seit wir die Finnen in München als Vorgruppe von Reckless Love zum ersten Mal auf der Bühne gesehen haben. Seitdem sind sie uns so sehr ans Herz gewachsen, dass wir sie auf der Bad Blood Rising Tour unbedingt sehen wollten. Der Titel der Tour entstammt ihrem dritten Studioalbum, das meiner Meinung nach beste Werk der vierköpfigen Gruppe bis jetzt.
Etwa gegen Mittag sind wir losgestartet, zum Glück fährt Rainy für ihr Leben gern Auto… wir sind ganz ohne Stau und viel Verkehr noch vor vier Uhr in Lichtenfels angekommen, wo wir uns dann bei einem Parkplatz am Bahnhof hin parkten. Der Veranstaltungsort Paunchy Cats war schnell gefunden und wir erkannten, dass wir die ersten Fans vor Ort waren – was uns auch wirklich nicht weiter störte. Gut ausgestattet mit heißem Tee und Jause konnten wir uns also auf eine gemütliche Wartezeit einstellen. Der Besitzer vom Paunchy Cats war äußerst nett zu uns. Er fragte, ob wir zwei den Santa Cruz Plakaten wollen und machte ein Foto von uns vor dem Eingang der Bar. Zudem erfuhren wir von ihm, dass die Band in etwa fünfzehn Minuten ankommen sollte. Dass wir vor der Band am Veranstaltungsort sind, hatten wir bis dato auch noch nie geschafft. Wir warteten also gebannt darauf, einen Blick auf den Tourbus zu erhaschen und waren mehr als aufgeregt, als das schwarze Gefährt schließlich am Paunchy Cats vorbeifuhr. Es dauerte nicht lange, bis Middy Cruz (Bassist) als erster an uns vorbei und durch die Eingangstür des Paunchy Cats ging. Bald folgten auch Tazzy Cruz (Drummer), Archie Cruz (Sänger und Gitarrist) und Johnny Cruz (Gitarrist). Die Tatsache, dass wir die vier Musiker bereits vor Beginn des Konzerts sehen konnten, versüßte uns die Wartezeit natürlich um einiges.
Andere Fans trafen ein, als es schon finster war. Wir sicherten uns bald unseren Platz ganz vorne vor der Eingangstür, wo wir offiziell bis acht Uhr frieren sollten. Im Endeffekt dauerte es etwa zwanzig Minuten länger – klingt nicht so schlimm, bei den Temperaturen im Dezember macht es aber doch einen großen Unterschied. Ich war die erste, die durch die Eingangstür ging. Taschenkontrollen gab es keine, was mal eine ungewöhnliche Abwechslung war. Sobald ich den Raum betreten hatte, wo sich die Bühne befand, stand Johnny direkt vor mir; wir grinsten uns mit einem „Hi“ an, als nächstes lief ich an Tazzy vorbei. Kein Wunder, dass mir kleine Konzerte wie dieses lieber sind als riesige Arenen…
Die Bühne ließ gerade mal um die sechs Leute in der ersten Reihe zu, der Rand der Bühne reichte mir genau bis zu den Knien (die haben dank zahlreicher Moshpits hinter uns einige blaue Flecken abbekommen).
Skarlett Riot und Santa Cruz
Die Vorgruppe Skarlett Riot bahnte sich bald ihren Weg zwischen den Leuten durch, denn einen anderen Zugang zur Bühne gab es nicht. Die hoch motivierte Band legte sich richtig ins Zeug und das Publikum war offensichtlich angetan von der Energie der jungen Musiker. Sängerin Chloe und Gitarrist Danny gesellten sich gegen Ende des Sets sogar kurz zu den Fans in der Menge.
Wir warteten mehr oder weniger geduldig auf Santa Cruz. In der Zwischenzeit konnten wir Taz beim Aufbau seines Schlagzeugs beobachten. Immer wieder mussten wir Musikern und Technikern weichen, damit sie sich mit ihrem Equipment zwischen uns durschlängeln konnten. Taz räumte schließlich wieder die Bühne und die Spannung schien ins Unermessliche zu steigen.
Die plötzlichen Schreie aus den hinteren Reihen ließen nur eines vermuten; Santa Cruz waren auf dem Weg nach vorne. Die Finnen kamen direkt an uns vorbei, als sie auf die Bühne stiegen und wir konnten uns vor Begeisterung gar nicht mehr halten. Mit der Single „Young Blood Rising“ heizte uns die Band gleich gewaltig ein – es kam mir vor, als würde es mit jedem Lied noch heißer werden in dem kleinen Raum. Dass die Bühne und auch das Publikum nicht gerade riesig war, hinderte Santa Cruz kein bisschen daran, mit voller Power zu spielen. Die Begeisterung konnte man förmlich spüren. Wir sangen mit so laut wir konnten. Ich hielt lediglich mal inne, um ein paar Aufnahmen zu machen, ansonsten konnte ich mich keine Sekunde stillhalten. Als Archie dann auch noch während eines Songs meine Hand für einige Augenblicke hielt, dachte ich, es könnte nicht mehr besser werden.
Am meisten freute ich mich auf „Breathe“, eine wunderschöne Ballade von Bad Blood Rising. Es erinnert mich irgendwie an „Patience“ von Guns N‘ Roses, das muss wohl daran liegen, dass Johnny im Intro pfeift. Die Live-Version war überwältigend und es war einfach eine gelungene Abwechslung zu den rockigen Songs.
Während der Show kam Johnny auf die grandiose Idee, sich im Crowdsurfen zu üben. Das wollte am Anfang nicht so ganz funktionieren also bekam erst mal ich sein gesamtes Gewicht ab. Klar, ich hätte auch so Schmerzen im Nacken, Rücken und in den Schultern aber das dürfte dann doch zusätzlich dazu beigetragen haben. Autsch?!
Die Setlist war mit fünfzehn Liedern gespickt, von Screaming For Adrenaline bis hin zu Bad Blood Rising. Zum Abschluss spielten Santa Cruz ihren Hit „Aiming High“ – das ließ den gesamten Raum noch ein letztes Mal erbeben, bevor die vier Musiker die Bühne völlig verschwitzt verließen. Ich war diesmal besonders glücklich, denn ich hatte sowohl einen von Taz‘ Drumsticks bekommen sowie eine der Setlists, die mir Middy höchstpersönlich in die Hand gedrückt hatte.
Nach der Show…
Völlig fertig und überglücklich standen Rainy und ich danach bei der Bühne, kaum fähig zu fassen, dass das Konzert schon vorbei war. Ich hatte freundlicherweise eine der Wasserflaschen bekommen, die auf der Bühne übrig geblieben waren, als die Crew anfing, abzubauen – und hatte dummerweise Middys Worte „It’s just Wodka“ ignoriert, die er mir während der Show zugerufen hatte, als ich ihn um etwas zu trinken gebeten hatte. Ich kippte das Zeug also runter und das Brennen im Hals verriet mir schnell, dass es sich tatsächlich um kein Wasser handelte.
Wir machten uns in der Bar, die immer noch voll mit Leuten war, auf die Suche nach den Cruz boys. Wir wussten, dass wir sie nach der Show noch treffen konnten. Mein erstes Ziel war Middy. Als erstes holte ich mir eine Umarmung von meinem Lieblingsbassisten. Wir unterhielten uns etwas über Punk Rock, bevor ich dann alles, was ich zum Unterschreiben dabei hatte, hervorkramte. Darunter fielen Zeichnungen von der Band und meine drei CDs, die ich von Santa Cruz besitze. Das Gespräch über Sex Pistols, Misfits und Social Distortion hätte ich ewig weiterführen können, aber uns fehlten ja noch drei weitere Musiker, mit denen wir sprechen wollten. Bevor wir uns darum kümmerten, überreichte ich Middy noch schnell einen Fanbrief, den Rainy und ich gemeinsam verfasst hatten für die Band. Taz war praktischerweise an Ort und Stelle, also konnten wir ihn sogleich unsere Sachen unterzeichnen lassen. Anschließend begaben wir uns auf die Suche nach Johnny, den wir schließlich draußen vorm Paunchy Cats vorfinden sollten. Sobald Autogramme abgestaubt waren, redeten wir davon, welche Schmerzen wir die nächsten Tage wohl aushalten würden – wobei Johnny von einem ganzen Monat sprach. Da kommen einem ein paar Tage auf einmal nicht mehr schlimm vor. Wir knipsten noch Fotos mit Johnny, bevor wir uns auf die Suche nach Archie machten. Es sollte sich herausstellen, dass er sich gerade im Backstage-Bereich befand, also entschieden wir, mehr oder weniger geduldig auf den Sänger zu warten. In der Zwischenzeit sprachen wir nochmal kurz mit Taz, der uns berichtete, dass sie im nächsten Jahr wieder auf Europatour gehen würden. Wenn das mal keine guten Neuigkeiten sind!
Das Warten zahlte sich aus, als wir schließlich einen etwas angetrunkenen Archie vorfanden, der sich uns gegenüber einfach nur unglaublich süß verhielt. Natürlich fehlte es auch hier nicht an Umarmungen und Autogrammen, sogar Küsse auf die Wange gab es von ihm. Das machte uns natürlich etwas sprachlos…
Schließlich und letztlich nahmen wir Abschied von diesem Paradies und machten uns auf den Nachhauseweg. Ich denke, es ist schwierig zu beschreiben, wie großartig dieser Abend war; aber ich kann mit Sicherheit sagen, es war einer der besten Tage meines ganzen Lebens. Das Konzert an sich wäre schon Grund genug gewesen, dies zu behaupten, aber dass die Jungs so freundlich und offen gegenüber ihren Fans sind, obwohl sie auf der Bühne alles gegeben hatten und wahrscheinlich etwas geschafft waren, machte es zu einem unvergesslichen Erlebnis.
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