Als jeder Spiegel mein Freund war oder in des Lebens Mitte
Als jeder Spiegel mein Freund war
Wind spielte in meinem lockigen Haar
Als die Säfte mich drängten
Und die Wände mich einengten
In meinem Zimmer
Als ich im Besitz der Wahrheit mich wähnte
Nach Veränderungen mich sehnte
Schien mir nichts schlimmer
Als der Gedanke alles bliebe wie immer.
Doch jetzt
nach vielen Jahren
Meid ich die Spiegel
Meide auch manchmal die Welt
Und sehn mich nach einer Wand
Die mir den Blick auf die Wahrheit verstellt:
Dass nichts bleibt.
Wieviel Süße, süß wie Honig, nein, viel schlimmer!
Entdeck' ich wohl wenn ich alt bin,
In dem Traum, alles bliebe wie immer!























