„Feminismus” vs. unser Feminismus
„Feminismus ist eine Frauenbewegung, die von den Bedürfnissen der Frau ausgeht.” Ähm. Schade, leider nein. Der Begriff Feminismus ist vielleicht durch eine wichtige, richtige und vor allem nötige Frauenbewegung in den 70er Jahren populär geworden. Er ist in unserer Zeit aber so verdammt viel mehr. In unseren Augen ist es keine Bewegung. Feminismus ist eine Lebenseinstellung, die alles verändern kann und dich verändert. Feminismus ist für alle Menschen, die nach Gleichberechtigung streben. Beispiellos denkt der Feminismus an alle und darf, kann und sollte ebenso von allen gedacht werden. Es geht nicht um die Bedürfnisse der Frau. Es geht darum, dass alle Menschen sich in allen Bereichen auf Augenhöhe begegnen. Feminismus bedeutet, die Freiheit zu haben, der Mensch zu sein, der du bist. Du bist ein Mensch, der gerne den Haushalt führt? Gut! Du bist ein Mensch, der gerne Karriere macht? Tu das! Ein Mensch, der gerne ein Kleid trägt? Super, Kleider sind schön. Was für ein Geschlecht du hast sollte dich nicht in deiner Freiheit beschränken!
„Feminismus bedeutet Männerhass.” Nö. Wir hassen nichts und niemanden und wir sind Feministinnen. Weil wir Hass aber sicherlich hin und wieder gewollt oder ungewollt äußern, sollten wir unser Verhalten und unsere strukturell geprägten Gedanken reflektieren. Welcher Punkt in unserer Reflektion überhaupt keine Rolle spielt? Richtig, das Geschlecht.
„Feminismus ist nervig!” Joa, kann schon sein. Den Mund aufmachen zu müssen, weil Menschen entwürdigt und verachtet werden, ist nicht nervig, sondern schmerzhaft. Was aber nervig ist, ist viele Menschen immer wieder daran zu erinnern, sich selbst und die Strukturen der Gesellschaft zu hinterfragen.












