50 Wege, wie du deinen Parkschein bezahlen kannst (oder auch nicht)
Ich mache mit meinem Mann eine kleine Tour durch Deutschland und Tschechien (inklusive einem kleinen Abstecher in die Schweiz). Da wir mit einem Campingbus unterwegs sind und in wenig Zeit möglichst viel sehen wollen, landen wir dabei immer wieder in unterschiedlichen Städten und müssen irgendwo das Auto abstellen. Manchmal muss man zahlen, manchmal nicht. Hier eine unvollständige Liste der verschiedenen Wege, wie man Ende 2017 in Deutschland, der Schweiz und Tschechien parken kann.
Schaffhausen, Schweiz: Wir parken auf einem Parkplatz direkt am Rheinfall, es kostet nichts.
Stein am Rhein, Schweiz: Wir parken auf dem Parkplatz direkt am Tor zur Altstadt. Den Parkschein kann man am Automaten mit Kreditkarte ziehen, was gut ist, denn Franken hätten wir nicht gehabt. Als wir wegfahren, gebe ich den Parkschein, der noch eine Stunde gilt, an ein Paar, das gerade einparkt.
Bad Tölz, Deutschland: Wir parken irgendwo in der Nähe eines Restaurants, das ich auf TripAdvisor rausgesucht habe, einfach an der Straße. Weil Feiertag ist, kostet es nichts.
Bad Abbach, Deutschland: Wir parken in der Stadt, weil wir noch etwas zu essen brauchen. Für den Parkplatz braucht man zwar grundsätzlich einen Parkschein, aber nicht mehr zu so später Stunde.
Bad Abbach, Deutschland: Zum Übernachten habe ich über die App park4night einen Wohnmobilstellplatz neben einer Therme rausgesucht. Hier gibt es auch Stromanschlüsse, die Zufahrt ist grundsätzlich frei, bezahlt wird in der Therme, die hat aber heute Abend schon geschlossen. Ich bezahle am nächsten Tag 11 Euro für den Stellplatz und 3,60 Euro Kurtaxe in bar. (Man könnte recht problemlos die Zeche prellen, das wäre aber nicht nett, deswegen mache ich das auch nicht.)
Regensburg, Deutschland: Wir parken mitten in der Stadt parallel zur Donau und bezahlen mit Münzgeld einen Parkschein am Automaten.
Marienbad, Tschechien: Wir finden zwar einen Parkplatz direkt an der Hauptstraße, Parkscheine kann man aber nur mit tschechischem Münzgeld bezahlen und davon besitzen wir noch nichts. Also fahren wir ins Parkhaus. Dort können wir bei der Ausfahrt kontaktlos mit Kreditkarte zahlen. Der Parkschein ist nur ein Wisch mit einem Code, der gar nicht mehr in den Automaten eingezogen wird, sondern lediglich aufgelegt und gescannt wird.
Karlsbad, Tschechien: Wir haben ein Hotel in der Innenstadt gebucht, die Parksituation dort ist unklar, also habe ich ein bewachtes Parkhaus rausgesucht, das in der Nähe liegt. Als wir am nächsten Tag rausfahren wollen, stellen wir fest, dass man nur in bar in tschechischen Kronen bezahlen kann. Auch beim Parkhausbewacher gibt es keine andere Bezahlmöglichkeit, er weist mich aber darauf hin, dass ich im nahegelegenen Hotel Imperial Geld wechseln kann. Für 15 Euro bekomme ich da exakt die 280 Kronen, die ich für einen Tag Parkhausparken benötige. (Zwei Anmerkungen dazu: “Nahegelegen” bedeutet in Karlsbad grundsätzlich, dass man irgendeinen Berg rauf oder runter laufen muss und tatsächlich bekomme ich sogar 284 Kronen.)
Rudolstadt, Deutschland: Wir parken auf dem Parkplatz des ansässigen REWE-Supermarkts. Es kostet nichts. Ob es rechtmäßig ist, dass wir nach dem Einkauf das Auto stehenlassen, um nach einer Apotheke zu suchen und noch einen Döner zu essen, kann ich nicht mit Sicherheit sagen.
Bad Langensalza, Deutschland: Über Nacht stehen wir auf einem Wohnmobilstellplatz neben einer Therme. Das Parken kostet nichts, zehn Stunden Strom kosten einen Euro, den man passend haben muss. Um auch morgens noch mal Strom kaufen zu können, lasse ich mir in der Therme ein Zwei-Euro-Stück wechseln.
Bad Langensalza, Deutschland: Wie wollen uns die Stadt angucken und parken auf einem Parkplatz in Altstadtnähe. Mangels ausreichendem Kleingeld bezahle ich den Parkschein per SMS, dazu muss man nur das Kennzeichen gefolgt von einem Punkt und der Anzahl der gewünschten Parkdauer in Stunden an die angegebene Nummer senden. Es irritiert mich etwas, dass ich keine Bestätigung erhalte. Alternativ gibt es die App Travipay, um per Smartphone einen Parkschein zu bezahlen, die ich mir auch direkt runterlade, vielleicht wird sie mir ja noch mal nützlich sein.
Eisenach, Deutschland: Wir parken direkt in der Innenstadt und erwischen einen Parkplatz, aus dem gerade jemand rausfährt. Der nette Mensch gibt uns seinen Parkschein, der noch eine Stunde bis 14 Uhr gültig ist. Da samstags sowieso nur bis 14 Uhr bezahlt werden muss, können wir uns also in Ruhe die Stadt angucken. Tatsächlich hätte ich auch hier per SMS oder Travipay bezahlen können, aber jetzt müssen wir gar nichts bezahlen.
Am Montag morgen bekomme ich eine SMS, dass um 8:08 Uhr mein Parkschein in Bad Langensalza abläuft. Ich könne aber ganz bequem per SMS oder noch einfacher mit der App verlängern.