bePRoud - PR überzeugt. Auch den Nachwuchs
von Annika Neumann und Philipp Quanz
Das Arbeitsfeld PR ist so vielfältig wie spannend – über alle Generationen hinweg. Und bleibt trotzdem verkannt. Treiber dieser Negativentwicklung ist eine Generation, die sich mit den in der PR vorherrschenden Arbeitsbedingungen nicht mehr zufrieden gibt. Die Kluft zwischen Arbeitgeber-Zugeständnissen und Arbeitnehmer-Erwartungen wird größer. Wie also kann das Image der PR- Industrie bei jungen Nachwuchskräften wieder ins rechte Licht gerückt werden?
Eine neue 360-Grad-Kampagne soll dazu beitragen, dass sich Arbeitnehmer und Arbeitgeber in der Kommunikationsbranche wieder annähern. Ziel ist es, den Dialog zu fördern, Missverständnisse auszuräumen und durch Transparenz das Bewusstsein für die PR als attraktive Job-Branche zu steigern. Sei es das Entfaltungspotenzial, Flexibilität, Verantwortung oder der Umgang mit verschiedensten Trends – die PR bietet genug Angriffsfläche zur Selbstverwirklichung und spielt gleichzeitig eine zentrale Rolle in unserer Wissensgesellschaft. Genug Gründe, stolz zu sein.
Deshalb rufen wir eine Employer Branding Kampagne für die PR ins Leben – unter dem Titel
Mit dem ambivalenten Claim möchten wir sowohl potentielle Arbeitnehmer (GenY und GenZ) als auch Arbeitgeber abholen und ihnen zwei Botschaften vermitteln: Be PR. Be proud. Neben der zielgruppenspezifischen Ansprache lautet die Quintessenz: PR und Stolz sind unmittelbar miteinander verknüpft. Glücklich ist, wer abends seinen Arbeitsplatz mit Stolz verlässt, das gilt auch für die PR-Branche.
Microsite als Dialog- und Informationsforum
Dadurch dass der heutige und künftige Nachwuchs mit digitalen Plattformen groß geworden ist (Digital Natives) und für seine Technologieaffinität bekannt ist, soll eine Content Management System basierte Microsite (Domain: bproud.de oder beproud.pr) als Dreh- und Angelpunkt der Kampagne fungieren, die alle zentralen Fragen zu Berufseinstieg, Ausbildung und Entwicklungsmöglichkeiten in der PR beantwortet. Das schließt Diskussionen um das Einstiegsgehalt, Berufseinstiegsmodalitäten und Entwicklungsperspektiven ebenfalls mit ein. Was erwarten Arbeitgeber? Was Bewerber, die ein abgeschlossenes Studium aufweisen? Diese Fragen sollen forciert und beantwortet werden, um künftige Ausbildungsbestandteile transparent und ergebnisoffen auszuloten.
Durch Einbindung der PR-Dachverbände, den Redaktionen der hiesigen PR-Fachzeitschriften, Partneragenturen und -unternehmen sowie den Nachwuchstalenten der 30u30-Kampagne als Multiplikatoren kann ein zielgruppenfokussiertes Grundrauschen für die Verbreitung der Website im Netz erzeugt werden. Paid Search Maßnahmen sowie Social-Channel-Verlängerungen (Owned/Paid Angebote) sorgen für zusätzliche Reichweite. 
Basis dieser Einschätzung sind Studien, denen zufolge 33 Prozent der befragten 14- bis 29-Jährigen angaben, in sozialen Netzwerken geeignete Kanäle zur Informationsrecherche und Kontaktaufnahme mit Unternehmen zu sehen. Auch aus Arbeitgebersicht ist das Potential zur Rekrutierung von Mitarbeitern enorm. Knapp 40 Prozent sehen die Möglichkeit, über Employer Branding in sozialen Kanälen ein glaubwürdiges Image als Arbeitgeber schaffen zu können.
Twitter: Hashtag-Kommunikation
Facebook: Traffic-Generierung
Facebook und Twitter gehören zu den beliebtesten Netzwerken unter jungen Menschen. Dabei nehmen beide Kanäle nicht nur eine signifikante Rolle in Sachen Reichweitensteigerung ein, sondern dienen auch als Anlaufstellen für die angestrebte Interaktion mit beteiligten Stakeholdern.
Anstoß zur Interaktion soll zum einen der über alle Kampagnen-Assets verwendete Hashtag #bePRoud geben. Um Transparenz hinsichtlich der über Social Media angestoßenen Kommunikation herzustellen, bündelt die Microsite mittels Aggregator alle (bei Bedarf kuratierten) Inhalte, die über soziale Kanäle und den Hashtag auf der Microsite gesammelt werden.
Young Professionals als Peers und Pioniere
Gesteuert wird diese Diskussion vornehmlich vom Nachwuchs selbst, genauer gesagt von den Talenten der 30u30-Initiative. Diese können realitätsnah über ihre Erfahrungen mit ihrem Berufseinstieg berichten und erhöhen als Peers die Glaubwürdigkeit der Diskussion mit der Generation Z, wenn es darum geht, diese für die PR zu begeistern. Einer IFOK-Studie nach stehen die Erfahrungen und Beurteilungen von Gleichaltrigen zur Meinungsbildung von jungen Menschen hoch im Kurs: So sehen 54 Prozent der befragten Personalexperten in der Nutzung ihrer Mitarbeiter als Botschafter in Social Media eine Chance für die Personalarbeit.
Thematisch denkbar sind Erlebnisberichte über Traineeprogramme, Veranstaltungsrückblicke, Hinweise auf Netzwerktreffen, etc.
Experten-Meinung ist gefragt
Ergänzt wird dieser Praxiseinblick durch Ratgeber-Tipps von Experten. Das können Agentur-Chefs oder HR-Manager sein, die den jungen Menschen gewissermaßen ein Bewerbungstraining geben, indem sie auf der Microsite ihre Erwartungen an den Nachwuchs zum Ausdruck bringen. Auch Agenturportraits sind denkbar, welche einerseits die Arbeitgeberauswahl vereinfachen können, andererseits den Unternehmen und Agenturen als Präsentationsplattform dienen.
Eine eigene Jobbörse für den PR-Nachwuchs
Rund 72 Prozent von 9000 befragten Stellensuchenden geben an, am häufigsten die Internet-Stellenbörsen als Informationskanal zu nutzen. Rund 37 Prozent informieren sich auf der Webseite des jeweiligen Unternehmens.
Um zusätzlich die Werbetrommel für die Microsite zu rühren, ist eine Jobbörse auf der Microsite angedacht, in der Stellenangebote speziell für Nachwuchskräfte in der PR ausgelegt sind. Vorrang haben vakante Stellen von Sponsoring-Partnern und Agenturen, die als Anreiz mit ihrem Gehalt über dem GWA-Durchschnitt liegen.
Video-Clips als Authentizitäts-Vermittler und Reichweitengarant
Neben einer hohen Reichweite und einer beeindruckenden Viralität haben Videoformate das Potenzial, Authentizität zu vermitteln und Inhalte zu emotionalisieren. Besonders praktisch aus Nutzersicht ist die Ubiquität. Videos können im Prinzip immer und überall konsumiert werden. Selten war es so einfach, Themen und Inhalte abzurufen und 1:1 weiterzugeben.
Welche Dimension die Verbreitung von Videos annehmen kann, verdeutlicht derzeit Pharrell Williams‘ Viral-Hit „Happy“. Das Video, in dem Menschen durch die Straßen tanzen, hat jede Menge Nachahmer gefunden. Die Freude und Zufriedenheit, die in diesen Videos zum Ausdruck kommen, sind zweifelsohne mitreißend.
Auch wir möchten uns dieses Gefühl zu Eigen machen. Im Zuge der Kampagne soll ein Clip analog zum „Happy“-Video von Pharell Williams auf der Microsite veröffentlicht werden. Mitarbeiter aus der 
PR-Branche zeigen darin, dass sie Spaß an ihrem Job haben und jeden Tag mit Leidenschaft dabei sind. Ziel ist es, das Gefühl der Selbstverwirklichung durch die PR zu veranschaulichen und die Sichtweise auf die PR in eine positive Richtung zu steuern. 
Begleitet werden die Online-Maßnahmen der Kampagne durch klassische Out-of-Home-Medien.
Denkbar sind rote, auffällige Plakatwände, welche die Aufmerksamkeit von Studenten an Haltestationen von Universitäten auf die Initiative „Be PRoud“ lenken. Der Reiz und die Vorteile des PR-Berufs werden den jungen Menschen nicht nur im Netz, sondern in Alltagssituationen auf dem Weg zum Seminar vor Augen geführt.
Wenn Ihr nun neugierig geworden seid und mehr über die Initiative „Be PRoud“ erfahren wollt, besucht unsere Microsite unter www.bproud.de.
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Der 30u30-Wettbewerb. Neumann-Quanz: bePRoud. from #30u30 by PR Report
Infos und Fakten zum #30u30-Wettbewerb:
Die Wettbewerbsaufgabe zur Nachwuchsinitiative 30u30
Die Watchlist mit allen Infos und allen Teilnehmern
Alle Präsentationen im Überblick
3 Minuten-Film aus dem #30u30-Camp zur Initiative