David Krumholtz as Charlie Eppes 2005 in Numb3rs "Prime Suspect"
https://www.imdb.com/title/tt0663224/
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David Krumholtz as Charlie Eppes 2005 in Numb3rs "Prime Suspect"
https://www.imdb.com/title/tt0663224/
abwärtsspirale bart
*
I
Dies ist die unglückliche geschichte von peter, der, bis es plötzlich zu einer dramatischen wendung kam, ein leben führte, welches belangloser nicht hätte sein können. seine mutter war nett, sein vater nicht; sein zeugnis kannte in jedem fach stets nur die note 'befriedigend' und nun hatte er einen langweiligen büro-job.
doch peter mochte sein leben, es schien zu gelingen. stress konnte er gar nicht leiden; so war er froh, ein glückliches dasein in einem 31qm-appartment zu verwohnen. sein ewig gleicher tagesablauf, den peter sehr schätzte, bestand im wesentlich daraus, auf dem heimweg von der arbeit zu überprüfen, ob nachbarn oder stadtverwaltung irgendwelche fehler begangen hatten, die ihn möglicherweise betreffen konnten, sich, zu hause angekommen, ein leberwurstbrot zu schmieren und einen kamillentee zu kochen um sich damit vor seinen 30“-röhrenfernseher zu setzen und die heute-nachrichten zu verfolgen. waren diese vorüber, schaltete er den fernseher wieder auf standby und reinigte das eine gedeck, das er besaß.
anschließend holte er seine triangel aus dem wohnzimmerschrank, setzte sich in seinen grünen ohrensessel und spielte seinen immer gleichen rythmus. sowie dieser drei mal erklang, öffnete er die einzige schublade in seiner wohnung; jene, die teil des fernsehtischchens war, griff sich das darin befindliche brillenputztuch um mögliche schmutzrückstände umgehend von seinem dreieckigen musikinstrument zu entfernen.
bevor peter sich zum schlafen in sein einzelbett, welches damals schon in seinem kinderzimmer gestanden hatte, begab, war noch eine sache zu tun: zu schulzeiten hatte peter erfahren, dass ein preisgeld auf denjenigen ausgesetzt war, der die nächsthöhere unbekannte primzahl entdeckte. da seine kompetenzen in diesem metier ebenfalls nur bei 'befriedigend' lagen, ließ der erfolg dabei bisher zu wünschen übrig. aber peter schätzte auch diese angewohnheit sehr; war sie doch kaum anfällig für störungen. wie anfällig sein leben für eine erheblich dramatische störung war, davon hatte peter keinen blassen schimmer. diese ultimativ dramatische störung sollte an einem dienstagmorgen auf ihn hereinbrechen.
II
Da peter trotz seiner sehr geringen körpergröße von 169cm seit seiner pubertät einem äußerst drastischen bartwuchs herr werden musste, gehörte es ebenfalls zu seinen gepflogenheiten jeden morgen seinen rasierer der marke remington über sein gesicht wandern zu lassen um das wilde sprießen seines bartes zu bekämpfen.
das sanfte surren des elektrischen rasierers sollte an diesem morgen jedoch ungebührlich übertönt werden von einem aufsässigen geklirre, welches von draußen durchs badezimmerfenster hereindrang. >sollte da etwa einer der nachbarn ein windglockenspiel im garten installiert haben?!<. sowie peter sich umdrehte um dem neuen feind auf den grund zu gehen, rutschte ihm der bis dahin wohlig vibrierende apperat aus der hand und ein lauter krach war das letzte, das die kleine maschine jemals von sich geben sollte. nach einigen sekunden völliger hilfs- und regungslosigkeit schaffte peter aber doch zurück in den tag. der schrott ließ sich auffegen und einen neuen rasierer würde er sich nach der arbeit beschaffen.
nein, was ihm wirklich zu schaffen machte war das windglockenspiel; das windglockenspiel würde für ewig dort bleiben und wie unkraut in seine existenz sprießen. wie peter leider durchaus bekannt gab es auch keinerlei gesetze als hilfe im kampf gegen diesen störenfried; geholfen hatten ihm diese damals nämlich auch nicht beim kuckkucksuhren-desaster gegen den unsäglichen nachbar schulte.
peter sollte sich allerdings ganz gehörig geirrt haben. was war schon ein winziges, unbedeutendes windglockenspiel gegen die dramatik, die der verlust des rasierers nach sich ziehen sollte. so stand peter nach der arbeit beim elektronik-fachhändler seines vertrauens und musste feststellen, dass remington dort nicht mehr geführt wurde. doch nicht nur das; ein angestellter unterrichtete peter auch noch darüber, dass remington die rasierer-sparte komplett aufgegeben hatte und sich vortan auf den vertrieb von haushaltsgeräten besinnen wolle.
ein fehler im system
peter wusste keine antwort
es war in peters organisation kein verhalten abrufbar zur lösung dieses problems.
III
Es sollte der letzte tag gewesen sein, an dem einem seiner haare die klinge angesetzt wurde. waren es anfangs nur ästetische gesichtspunkte, musste peter bald feststellen, dass so ein bart mit der zeit mehr und mehr zur last wurde. wie baustellenlärm dröhnte er sich immer mehr in peters leben.
immer öfter blieb leberwurst in den verzweigungen seines gesichtes haften. so kam es dazu dass peter stank. und bald auch nicht zu knapp. schnell war es geschehen, dass er vom unbekanntesten mitarbeiter ohne umwege zum unbeliebtesten mitarbeiter wurde. natürlich rief das auch bald den chef auf den plan und nachdem nach unzähligen verwarnungen peter keine veränderung an seinem äußeren vornahm, kam es wie es kommen musste und er wurde gefeuert.
von nun an saß peter tagein tagaus in seinem grünen ohrensessel und spielte so laut es eben ging triangel um möglichst wenig vom lärmenden windglockenspiel ertragen zu müssen. alsbald musste peter diesen kampf im dunkeln austragen, da er seine stromrechnung nicht mehr bezahlen konnte. im selben eisigen atemzug kam auch seine bettdecke als ständiger begleiter hinzu, da man ihm auch die heizung abgedreht hatte.
widerum ein dienstag war es, an dem männer zu peters appartment kamen und ihn angeekelt - aber freundlich - des hauses verwiesen. da war er also gekommen, der letzte tag, an dem es hieß: peter gegen das windglockenspiel. schandhaft musste er sich geschlagen geben, als er auf dem weg in die obdachlosigkeit einen letzten traurigen und kapitulierenden blick auf seinen feind warf. obdachlos musste peter feststellen, dass von nun an jeder mensch auf den er traf sein nachbar war.
zu viele nachbarn
zu viele nachbarn
ein fehler im system
peter wusste keine antwort
und so platzte sein kopf
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erdacht und verfasst: Herbst/Winter ‘17
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Rob Morrow as Don Eppes 2005 in Numb3rs "Prime Suspect"
https://www.imdb.com/title/tt0663224/
Judd Hirsch as Alan Eppes 2005 in Numb3rs "Prime Suspect"
https://www.imdb.com/title/tt0663224/
Geld verdienen mit Primzahlen
Geld verdienen mit Primzahlen
Selbstverständlich wissen Leser von kohlhof.de: Primzahlen sind natürliche Zahlen, die sich nur durch sich selbst und durch 1 teilen lassen- ohne Rest. Das ist bei 2, 3, 5, 7, 11, 13 und so weiter noch vergleichsweise einfach nachvollziehbar. Bei 8191 möchte der durchschnittliche Anwender es dem Entdecker der Primzahl einfach gern glauben, dass man diese Zahl Prim nennen darf. Inzwischen gibt es…
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Das Problem meiner Masterarbeit
Das Problem, vor dem die Schildkröte jetzt gerade steht: Die Schildkröte schreibt ja über Blogs. Dabei musste sie an einen Blog denken, diesen um genau zu sein. Dann ist die Schildkröte aufgestanden. Rumgelaufen, hat vergessen was sie wollte, setzte sich wieder und schreibt jetzt das hier, weil ... drum halt! Ja, ja ... Aumerksamkeitsspanne eines Schmetterlings.
Ansonsten gab es heute schon dramatische Szenen, da die Schildkröte ja programmieren lernen möchte. Und als Hausaufgabe musste sie ein Programm schreiben, was eine Primzahl ermittelt. Simple... wenn man denn weiß wie es geht. In Tränen aufgelöst PapaSchildkröte angerufen... führte dann schließlich tatsächlich, nach einer ganzen Zeit zu einem funktionierenden Programm... Bah.
Chinese liefert Beweis zu Primzahl-Cousins
Gibt es unendlich viele Primzahlzwillinge wie 5 und 7 oder 41 und 43? Mathematiker glauben fest daran, doch bislang fehlt der Beweis. Den Schlüssel zur Lösung dieses alten Zahlenrätsels könnte nun ein Chinese geliefert haben.
Primzahlen faszinieren Menschen seit Jahrtausenden. Sie besitzen nur zwei Teiler - 1 und sich selbst - aber das sieht man ihnen leider nicht an. Primzahlen sind, wenn man so will, die Elementarbausteine der Zahlen. Jede Zahl ist entweder eine Primzahl oder das Produkt aus mindestens zwei Primzahlen.
Eines der ältesten ungelösten Rätsel der Mathematik betrifft die sogenannten Primzahlzwillinge. Primzahlen treten gern als Pärchen auf mit einem Abstand von 2. Beispiele dafür sind 5 und 7, 11 und 13 sowie 41 und 43. Schon der Grieche Euklid soll die Vermutung aufgestellt haben, dass es unendlich viele solcher Primzahlzwillinge gib. Beweisen konnte er dies freilich nicht - und nach ihm auch kein anderer Mathematiker.
Yitang Zhang von der University of New Hampshire ist nun jedoch ein Durchbruch gelungen, der womöglich hilft, die uralte Vermutung endlich zu beweisen. Der aus China stammende Mathematiker hat einen Beweis dafür vorgelegt, dass es, salopp formuliert, unendlich viele Primzahlcousins gibt. Demnach existieren unendlich viele Primzahlpaare, bei denen der Abstand der beiden Zahlen kleiner als 70 Millionen ist.
Auf den ersten Blick scheint das kaum etwas mit Primzahlzwillingen zu tun zu haben - deren Differenz beträgt schließlich nur 2 und nicht 70 Millionen. Doch Experten halten diesen Beweis trotzdem für einen wichtigen Meilenstein, vielleicht sogar für den entscheidenden.
Unter Mathematikern ist Zhang bislang kaum bekannt. Erst seit drei Jahren beschäftigt er sich mit Primzahlzwillingen und blieb dabei zunächst erfolglos wie alle seine Kollegen. "Primzahlen sind ja per Definition eine einfache Sache", sagt Zhang. "Aber es stecken sehr große Geheimnisse in ihnen."
"Er hat es geschafft"
Die Idee für seinen Beweis kam ihm, als er einen Freund in Colorado besuchte. "Ich hatte weder Notizen, Bücher noch Fachartikel dabei", erinnert er sich. "Und plötzlich kam mir dieser Gedanke." Am 13. Mai hat Zhang seinen Beweis dann in einer Vorlesung an der Harvard University präsentiert. Die Arbeit wurde zur Veröffentlichung im Fachblatt "Annals of Mathematics" eingereicht, durch Kollegen geprüft und ist laut "Nature" bereits zur Veröffentlichung angenommen.
Zahlentheoretiker feiern Zhangs Arbeit überschwänglich: "Das ist ein scharfsinniges Ergebnis", sagt Peter Sarnak von der Princeton University, früherer Herausgeber der "Annals of Mathematics". "Das Resultat ist ein absoluter Durchbruch", erklärt der Augsburger Mathematiker Bernhard Hanke. "Egal wie groß die Zahlen werden, es gibt immer wieder Primzahlen, die nicht allzu weit auseinanderliegen." Henryk Iwaniec von der Rutgers University ergänzt: "Er hat es geschafft, da gibt es keine Zweifel."
Als nächstes geht es nun darum, die Lücke von 70 Millionen immer mehr zu verkleinern, bis man schließlich bei 2 ankommt - und damit beim Beweis der Vermutung über die Primzahlzwillinge. Der Sprung von 70 Millionen zu 2 sei nichts im Vergleich zum Sprung von 70 Millionen zur Unendlichkeit, betont Zhang. Er glaubt fest daran, dass das Rätsel der Primzahlzwillinge lösbar ist. "Das sollte sehr einfach sein", sagte er der "New York Times".
Dass Primzahlen tatsächlich als Zwillinge auftreten können, ist leicht zu verstehen. Jede Primzahl außer 2 und 3 lässt sich durch die Formeln 6n+1 oder 6n-1 darstellen, wobei n eine natürliche Zahl ist. Der Beweis dafür ist kurz: Die Zahlen 6n, 6n ± 2 und 6n ± 3 können keine Primzahlen sein, weil sie durch 2, 3 oder 6 teilbar sind. Also kommen nur 6n+1 und 6n-1 als mögliche Primzahlen in Frage - und diese beiden Zahlen unterscheiden sich genau um 2.
Eine Formel zum Finden von Primzahlzwillingen ist 6n ± 1 jedoch nicht. Eine solche Formel existiert nicht - genauso wenig wie eine allgemeine Formel für Primzahlen. Der Grieche Euklid hat bereits in der Antike gezeigt, dass es unendlich viele Primzahlen gibt. Primzahlzwillinge sind seltener als Primzahlen. Unter den Zahlen von 1 bis 100 gibt es nur acht Pärchen bei immerhin 25 Primzahlen. Unterhalb einer Milliarde existieren mehr als 50 Millionen Primzahlen, aber nur etwa dreieinhalb Millionen Zwillingspaare.
Eine praktische Anwendung seines Beweises, dass es unendlich viele Pärchen unteilbarer Zahlen mit einem Abstand von höchstens 70 Millionen gibt, kennt Zhang nicht. Für ihn sind die Primzahlcousins ein faszinierendes akademisches Puzzle, das ihn seit Jahren umtreibt. Und mit ihm viele andere Mathematiker.