Re-Education und Gruppendynamik - eine deutsche Geschichte
Die Kenntnis und Einordnung gruppendynamischer Phänomene gehört heute für professionelle Berater, die als Supervisoren, Organisationsberater oder Coaches mit Organisationen bzw. Teams arbeiten, zu den Selbstverständlichkeiten, die bei den zu bearbeitenden Klärungs- oder Veränderungsprozessen zu berücksichtigen sind. Das gilt unabhängig von den grundlegenden methodischen Orientierungen der…
Von der Lektüre des Klassikers The system of professions (Chicago University Press 1988) von Andrew Abbotts angeregt, hat Barbara Kuchler, Soziologin am Institut für Soziologie der Universität München, systemische Therapeutin, Bloggerin und Mitherausgeberin des Kontext einen Text für systemagazin verfasst, in dem sie sich mit den Gefahren von Professionalisierungs- und…
Youtube-Alternativen/Klugja, a big Love/Krankenkasse/Hauptbahnhof
0 8 – 0 2 – 1 8, Donnerstag:
Und heute?
Noch nichts, Klugja gesehen, sie hat mich nicht erkannt, aus Dumpfheit. Ich trug nen Hoodie, es war kalt.
Nicht Lieblichkeit
Ne Aura der Dumpfheit legte sich über uns und die angezeigten 19 Grad plus, an der Sparkassen-Hauptstelle.
Ja, was mach ich denn?
Ich geh schlafen, mit Rückenschmerzen; Magenschmerzen im Laufe des Tages hatte, dann auch rechtseitig Nasenbluten, das zweite Mal erst, nach dem Ereignis, das mich aus der Bahn warf.
JF: Alte Parteien machen nur nur ungern Platz für neue. Das ist kein Phänomen, mit dem nur die AfD zu kämpfen hat. Auch den Grünen schlug bei ihrem Bundestagseinzug viel Ablehnung entgegen. Wie die Grünen einst, so verdankt die AfD nun ihren Erfolg vor allem der Tatsache, daß die etablierte Politik eine die Gesellschaft aufwühlende Debatte nur unzureichend aufgegriff. Ein Kommentar von Christian Vollradt http://dlvr.it/PzJWPf
"Während Helmut Rahn und Co. in den Fünfzigerjahren im Schnitt nur etwas mehr als drei Kilometer pro Spiel liefen, legen Fußballer heute Strecken von bis zu 12 oder 13 Kilometern zurück [..] "Du bist erst mal einen Tag lang langsamer, wenn du Krafttraining nicht regelmäßig auf deinem Trainingsplan hast" [..] "Deutlich besser ist, die Maximalkraft im Kindes- und Jugendalter langfristig aufzubauen, wie es viele Vereine seit Kurzem machen" [..] "Dann muss man das hohe Kraftniveau als Profi nur noch halten. Dies ist einfacher in den komplexen Trainingsprozess eines Profispielers einzubauen." Wie effektiv das frühe Training sein kann, zeigte der Sportwissenschaftler 2013 bei einer Studie mit 134 Nachwuchsfußballern von zwei deutschen Profi-Vereinen. Während die eine Hälfte viermal die Woche normales Fußballtraining hatte, absolvierte die andere Hälfte zusätzlich noch zweimal die Woche ein Krafttraining. Das Ergebnis überzeugte: Die Krafttrainingsgruppe konnte sich innerhalb von zwei Jahren bei Sprüngen um bis zu 41 Prozent steigern, dieselbe Gruppe ohne Kraftsport erreichte nur eine 17 Prozent bessere Leistung. Auch beim Sprinten waren die Kraftsportler den anderen oft einen Schritt voraus. [..] Dass es prinzipiell auch mit weniger Muskeln geht, zeigen Top-Fußballer wie Thomas Müller. Auch Ronaldo zählt, anders als es der Anblick seines Oberkörpers vermuten lässt, mit 80 Kilogramm bei einer Größe von 1,85 Metern eher zu den schmalen Spielern."
Im Januar fand an der Alice-Salomon-Hochschule Berlin die durch Heinz Stapf-Finé und die Hans-Böckler-Stiftung organisierte Fachtagung „Gute Arbeit in der Sozialen Arbeit – Was ist zu tun?“ statt. Eine wichtige Diskussion auf dieser Fachtagung war, ob eine Akademisierung und Professionalisierung der sozialen Berufe notwendig ist, um einer zunehmenden Verbetriebswirtschaftlichung sozialer Praxis etwas entgegenzusetzen zu haben. Ein Thema, dem sich auch Mechthild Seithe vom Unabhängigen Forum kritische Soziale Arbeit in ihrem Einführungsvortrag verschrieben hatte. Seithe nutzte ihren Vortrag, um die Frage zu beantworten, wie eine Kritik an einer nach betriebswirtschaftlichen Parametern funktionierenden Sozialen Arbeit geäußert werden kann. In Abgrenzung zu subversiven Taktiken schlug sie ein „störrisches Beharren auf Fachlichkeit“ vor.
Von Seithe in dieser Form nicht ausgeführt, meint Professionalisierung meines Erachtens auch eine Reflexion gesellschaftlicher Zusammenhänge und Solidarität mit der Klientel. Diese Solidarität dürfte eigentlich nicht schwer fallen. Denn agieren Klienten, Sozialarbeiter_innen sowie ihre Leitung nicht in der gleichen fabbrica diffusa (Maurizio Lazzarato)? Mit dem Begriff der fabbrica diffusa ist gemeint, dass die Kämpfe gegen die fordistischen Arbeitsbedingungen einschließlich ihrer Disziplinierungen zu Umstrukturierungen und Dezentralisierungen der Industrie geführt haben. Die Kritik an den Arbeitsstrukturen brachte quasi die fabbrica diffusa, die in der Gesellschaft aufgegangene Fabrik hervor. Aber was hat das mit Sozialer Arbeit zu tun? Schließlich handelt es sich bei dieser Arbeit nicht um Industriearbeit. Der Begriff der fabbrica diffusa soll vielmehr auf den umfassenden Charakter der Entgrenzung von Arbeit verweisen. Mit der fabbrica diffusa ist das Produktivwerden der gesamten Gesellschaft gemeint.
Der Begriff der fabbrica diffusa verweist auf den umfassenden Charakter der Entgrenzung von Arbeit.
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Dieses Produktivwerden geschieht unter Bedingungen lebensweltlicher Unsicherheit und betrifft alle sozialen Lagen. Obwohl die Unsicherheits- und Freiheitskomponenten für verschiedene Gruppen je nach sozialer Lage unterschiedliche Auswirkungen haben, agieren dennoch alle Gesellschaftsmitglieder vor dem gemeinsamen Hintergrund einer Verschiebung von einem fordistischen zu einem postfordistischen Arbeitsregime.
Vor diesem Hintergrund kann Seithes „störrisches Beharren auf Fachlichkeit“, das Pochen auf Professionalisierung, der Aushöhlung von Standards entgegenwirken. Gleichzeitig bedeutet die Professionalisierung der Sozialen Arbeit die gesamtgesellschaftliche Entsicherung im Blick zu behalten. Die Begrenzung der Sozialen Arbeit auf die augenscheinlich Entsicherten signalisiert, dass das Phänomen der Verunsicherung durch sozialarbeiterische Maßnahmen unter Kontrolle zu bringen wäre. Vielmehr sollte durch die Soziale Arbeit nicht nur die grundlegende Entsicherung der Sozialen Arbeit, sondern auch der gesamten Gesellschaft adressiert werden.