Wiedersehensfreude mit Telisha und Hare Om aus dem Ashram
Dienstag, 28. Januar 2014
Bin in den Tag mit einer Yoga-Session mit Blick auf einen wunderschönen Baum gestartet… danach habe ich mir ein leckeres Frühstück gemacht. Apfel-Zimt-Müsli mit Yoghurt und frischer Banane und Pflaumen und ein English Muffin mit der fabelhaften salzigen australischen Butter. Danach habe ich den Sonnenschein genutzt, um mich ein bißchen an den Strand zu legen. Obwohl die Sonne immer wieder von Wolken verdeckt war, habe ich an den Stellen, die ich vergessen habe, mit Sonnencreme einzusprühen, Sonnenbrand bekommen… ärgerlich.
Zurück im Zimmer, habe ich Telisha angetroffen, die seit heute im gleichen Hostel wohnt. Haben es geschafft, das gleiche Zimmer zu ergattern. So schön, sie zu sehen! Aber ganz schön krass, was sie alles über das Ashram erzählt hat… Baba hat sie tatsächlich heraus geworfen! Anscheinend sei sie zu laut, er hat ihr zwei Wochen Schweigen verordnet… und als sie nach dem Grund gefragt hat, und er ihr keine Antwort gegeben hat, hat sie gemeint, dass sie das nicht mit sich machen lässt. Außerdem hat er ihr an den Kopf geworfen, sie sei unehrlich und noch andere Dinge… wenn ihr sie kennen würdet, wüsstet ihr, dass das alles kompletter Unsinn ist!
Das Beste ist allerdings, dass sie ihren Ashram-Aufenthalt im Voraus bezahlt hat, und die sich geweigert haben, ihr das Geld zurück zu zahlen… alter Schwede, das geht gar nicht! Bin so froh, da weg zu sein… mittlerweile sind fast alle Neuen weg, und manche waren nur für ein paar Tage da, bevor sie nen Abflug gemacht haben… es ist einfach ein stranger Ort… trotzdem bin ich dankbar für die Erfahrung. Die Meditation hat mich echt weiter gebracht. Bin nur froh, dass ich die vier Wochen nicht im Voraus bezahlt habe… Am Abend bin ich eine Runde am Strand entlang gejoggt und habe noch ein bißchen meditiert.
Wieder im Dorm angelangt, habe ich gesehen, dass Hare Om mir geschrieben hat, die super nette Französin aus dem Ashram! Sie ist nun auch in der Freiheit zurück und hat gefragt, ob ich in die Railway Bar komme. Hatte eigentlich gedacht, es wird ein langweiliger Abend, und habe mich sehr über die spontane Weggeh-Gelegenheit gefreut. Bevor ich ihr antworten konnte, musste ich mein Handy aufladen. Hatte am Nachmittag mit Jenny telefoniert, die gerade krank und sterbenselend in Cairns liegt, und noch dazu gefeuert wurde, um sie ein bißchen aufzumuntern, deshalb war mein Guthaben weg.
Das hat ewig gedauert, weil ich es nicht gecheckt habe… hatte dann einen Mitarbeiter dran, hab aber nicht verstanden, was er von mir wollte… also, Englisch am Telefon fällt mir nach wie vor mega schwer! Telisha hat dann mit ihm geredet und alles organisiert… ein Glück, dass sie da war! Nachdem ich mir Pesto-Nudeln gekocht hatte, bin ich mit meinem Longboard los in die Stadt. Das erste Mal! Yihhaa! Das macht so Spaß… und es hilft ungemein, Leute kennenzulernen! Hare Om meinte, der Kontrast sei einfach so cool, weil ich sehr feminin bin, und dann der Gegensatz mit dem Longboard, haha.
Geek war auch dabei, und wir haben strange Ashram-Geschichten ausgetauscht. Darüber können wir echt mal unseren Enkeln berichten, haben wir festgestellt… Erinnerungen fürs Leben! Hare Om und ich sind dann weiter ins Cheeky Monkeys gezogen, ein echter Aufreiß-Schuppen… Gestern war allerdings der totale Frauenüberschuss, und es war nicht wirklich voll. Naja, haben ein bißchen getanzt, hat Spaß gemacht! Hare Om hat sich dann ein Stück Pizza geholt, und der Pizza-Verkäufer ist fast vom Stuhl gefallen, als ich ihm erzählt habe, dass das Longboard 40 Dollar gekostet hat. Anscheinend kann ich den Verkaufspreis DEUTLICH höher ansetzen…
Aber erst mal fahre ich selbst damit. Ich liebe es! Ist bestimmt ein komischer Anblick, mit meinem Blumenkleid, dem Haarband und der bunten Clutch auf dem Longboard… aber gestern nacht bin ich mit so vielen Leuten ins Gespräch gekommen, die damit fahren wollten…. mega cool. Hare Om ist dann in ihr Hostel, und ich habe mich auf den Heimweg gemacht. Zumindest war das der Plan… bis ich diese fantastische Stimme mit der Gitarre gehört habe… bin dann zurück und habe mich zu der Gruppe gesellt, dabei habe ich einen netten Engländer, Louis, kennen gelernt. Wow, die Akustik und der Sound waren so schön! Es hat dann richtig stark zu regnen begonnen, hatte also Glück… wäre pitschnass geworden.
Als es aufgehört hat, bin ich heim… war etwas rutschig auf dem nassen Asphalt, aber ging. Wie immer kam mir der Heimweg deutlich kürzer vor als der Hinweg. So schön, Telisha und Hare Om wiederzusehen! Mittags habe ich kurz Russell getroffen, den Yogalehrer… leider musste er arbeiten. Und mit Sven hab ich geratscht, dem netten Deutschen. Muss unbedingt noch die Kontaktdaten austauschen, bevor ich in den Suffolk Park ziehe. Bin gespannt, was dort für Leute leben… Telisha meinte, ganz viele Einheimische, und ein Teil ihrer Freunde. Vielleicht kann sie mich denen vorstellen, wäre cool. Bin gespannt, wie das Leben dort wird!









