Schablonenfertigung mit Umwegen
In der Regelungstechnik – im Studium und auch in der realen Welt – benötigt man zur Beurteilung von technischen Vorgängen und deren Einstellung Bodediagramme. Je nachdem, welchen Charakter das technische System hat, beschreiben die den Verlauf des Ausgangssignal im Verhältnis zu dem, was eingespeist wurde.
Bodediagramme kann man sich durch Programme zeichnen lassen, doch das ist nicht immer möglich oder erlaubt (etwa in Klausuren). Da es ein paar Typen von Elementen gibt, die gleich sind, kann man für deren Kurvenverläufe im Diagramm beim Zeichnen Schablonen benutzen – die gibt es aber nicht im Fachhandel, sondern nur in einem PDF zum Selberausdrucken und -schneiden.
Ich bin zwar des akkuraten Schneidens einigermaßen mächtig, möchte mich aber nicht darauf verlassen, deswegen verwende ich den Brother ScanNCut CM300, einen Schneidscanner und -Plotter. Der scannt die Seite, erkennt die Linien, die er schneiden muss und fährt sie dann mit einem Messer ab. Normalerweise wird er für Blümchen und lustige Quilts aus Buntpapier oder Stoffresten verwendet.
In der normalen Version des PDF mit den Schablonenvorlagen (siehe Bild oben) jedoch findet ScanNCut die passenden Linien nicht. Deswegen importiere ich die einzelne Seite in GIMP, entferne alles Störende mit Pinsel und Füllfunktion, und exportiere die Seite nochmal als PDF. Das fertige Blatt drucke ich auf Karton (250 g/qm), damit die Schablone auch stabil bleibt. Die modifizierte Version erkennt der Schneidplotter problemlos und schneidet sie akkurat aus.