Uninteressantes Mädchen schreibt über ihre uninteressanten Gedanken
Dieser Text entsteht nur zum Zwecke der eigenen Selbstreflexion
Vor vier Jahren endkam ich meiner Depression. Es flossen Viele Tränen und viel Blut in dieser Zeit , dennoch muss ich gestehen das ich bei dem Gedanken an diese Zeit nicht in Wehmut versinke . Ich kann über diese Zeit reden und mich meinem Umfeld gegenüber endlich öffnen.
Dachte ich. Nun ,nach so langer Zeit , hohlen mich die gleichen Gedanken und Gefühle von damals immer mehr ein und ich habe gewaltige Angst vor deren Ausmaße. Ich empfinde wieder Hass und Ekel gegenüber meiner Person , sowohl bezogen auf Körper und auch Persönlichkeit, welche ich dachte für immer Abgelegt zu haben. Der Blick in den Spiegel ekelt mich. Die Reflektion an mir selbst tut weh.
Aber warum ? Was bringt mich dazu nun wieder so zu denken ?
Sind es die Freunde ? Liegt es an der Familie ? Meine Lebenssituation ? Was lässt mich wieder so fühlen?
Ich will das nicht. Ich will nicht das ich wieder in die Klauen dieser beschissenen Krankheit gelange. Ich dachte wirklich das ich jetzt über allem drüber stehe ! Ich will nicht wieder Tabletten schlucken, mich abschotten, meinen Körper verletzten und Stunden lang durch heulen . Keine Zusammenbrüche mehr , keine Therapeuten und um Gottes Willen will ich niemanden mehr meine Situation erklären müssen!
Was ist den los mit dir? Lach doch mal ! Boah da ist mal wieder jemand Zickig. Du kannst doch mit uns reden.
BLABLABLA
Genau das kann ich nämlich nicht ! Wenn ich Leuten etwas erzähle ,ich Schmerzen habe oder irgendein Problem habe zählt immer nur das was sie wollen . Nie hört mir jemand zu oder bemerkt wie es mir geht. Ich könnte mit einer Schusswunde vor ihnen stehen , sie würden nur so tun als würde es sie interessieren und dann ihren Bedürfnissen weiter gehen.
Aber ich sage nichts mehr. Das habe ich für mich entscheiden. Ich schweige lieber wieder , denn das öffnen ,gegenüber einet wichtigen Personen , hilft am Ende ja doch nicht.
Das hab ich gelernt.
Aber anderen die Schuld geben ist auch nicht richtig. War es nie und wird es auch nicht sein. Ich weiß nicht ob ich anders handeln würde.
Wie halten es Menschen mit mir aus ?
Eine Frage welche sich unter meinen Freunden sehr häufig , spaßeshalber, gestellt wird. Dennoch ist es für mich eine Frage, welche mich zum Nachdenken bringt .
Ich würde es nicht können. Also sich mit mir selbst abgeben .
Stur , besserwisserisch , naiv , laut und in viel zu vielen Lagen auf andere angewiesen.
Vielleicht mag sich das ziemlich selbstbewusst anhören, aber wie in jeder guten Depression ist der Selbsthass gegenüber des eigenen Wirt zu groß um dieses auszuleben . Viel Show um nichts. Das bemerke ich aber immer erst viel später. In diesen Momenten in den ich mich glücklich fühle ,steckt soviel mehr als nur ebend benanntes Glücksgefühl. Die Angst als die Person erkannt zu werden , welche ich nun mal bin , begleitet mich mit jeden Schritt den uch vorwärts tue und dieses Gefühl beherrscht mich schon seit Ewigkeiten. Ich weiß das ich, aus meiner Gruppe die Hässliche bin, da können Sie mir sonst etwas erzählen. Mit 100kg mehr auf den Hüften weiß man das.
Ich spüre die Blicke der Menschen jedes mal. Sie gucken schnell weg wenn ich ihn erwiedere , Aber ich sehe es.
Sollen sie doch denken was sie wollen !
Denke ich mir jedes mal , aber treffen tut es ein trozdem.
Ich weiß ich muss an mir arbeiten. Ich treibe Sport und esse nicht viel , aber es hilft nichts. Diäten und ich alle durch und an die Tatsache mir das Gegessene wieder abzuführen bin auch ich nicht vorbeigekommen . Aber nichts. Meine letzte Chance ist die Operation , welche mir zwei Drittel meines Magens kosten wird und vielleicht schaffe ich es dann endlich .
Vielleicht werd ich dann auch ein Mädchen , welches in unsere Gruppe passt ? Ein gleichberechtigtes Gruppenmitglied.
Das wäre schön.










