📌 ME/CFS, MCS, Folsäure & Homocystein – Stoffwechsel einfach erklärt
Viele Menschen mit ME/CFS (Myalgische Enzephalomyelitis/Chronisches Fatigue-Syndrom) und MCS (Multiple Chemikalien-Sensitivität) haben Probleme in bestimmten Stoffwechselwegen.
Das betrifft vor allem die Methylierung und die Acetylierung.
Diese beiden Prozesse sind sehr wichtig – für unsere Energie, für das Nervensystem, für die Entgiftung und sogar dafür, wie Medikamente oder Nahrungsergänzungen wirken.
Ich habe viele dieser Informationen schon vor Jahren bei Vorträgen von Umweltmedizinern und Toxikologen gehört. ChatGPT hat mir geholfen, das neu zu sortieren und verständlich aufzuschreiben.
⚠️ Wichtig:
Jeder Mensch reagiert unterschiedlich. Immer auf aktuelle Werte, eigene Reaktionen und die persönliche Situation achten.
🔹 Folsäuremangel
Folsäure (Vitamin B9) ist ein Baustein für den Methylierungszyklus.
Wenn zu wenig vorhanden ist, läuft dieser Kreislauf nicht richtig.
Das kann dazu führen, dass der Körper wichtige Dinge nicht ausreichend herstellt, zum Beispiel:
• Neurotransmitter wie Serotonin oder Dopamin (wichtig für Stimmung und Antrieb),
• DNA-Bausteine für Zellen,
• Stoffe für Entgiftung und Reparatur.
Ein Mangel verstärkt Erschöpfung, Reizbarkeit und Nervensymptome. Bei ME/CFS kann er Beschwerden deutlich verschlimmern.
🔹 Homocystein
Homocystein ist ein Zwischenstoff im Methylierungszyklus.
• Zu hoch: schadet Gefäßen, Herz und Nerven, erhöht Risiko für Entzündung und Gefäßschäden.
• Zu niedrig: zeigt, dass Bausteine für wichtige Reaktionen fehlen.
👉 Am besten liegt Homocystein im mittleren Bereich. Ein zu hoher oder zu niedriger Wert bedeutet, dass der Stoffwechsel aus der Balance geraten ist.
🔹 Methylierung
Die Methylierung ist ein Prozess, bei dem kleine Molekülgruppen („Methylgruppen“) an andere Stoffe gehängt werden.
Das klingt technisch – bedeutet aber:
• Nur mit einer guten Methylierung können Vitamine, Nährstoffe und Medikamente ihre volle Wirkung entfalten.
• Langsame Methylierer: verarbeiten Stoffe schlecht → sie fühlen sich oft erschöpft, antriebslos oder depressiv.
• Schnelle Methylierer: verarbeiten zu schnell → sie reagieren oft unruhig, nervös, schlafen schlecht und können überempfindlich sein.
Das erklärt, warum ein Medikament bei der einen Person kaum wirkt, bei der anderen aber extrem stark.
🔹 Acetylierung
Ein weiterer Stoffwechselweg ist die Acetylierung.
Dabei werden sogenannte Acetylgruppen an Moleküle gehängt. Das ist wichtig, um Medikamente, Schadstoffe und auch körpereigene Stoffe abzubauen.
• Schnell-Acetylierer bauen Stoffe extrem schnell ab. Dabei entstehen oft giftige Zwischenprodukte → sie reagieren empfindlicher auf Medikamente und Umweltgifte.
• Langsam-Acetylierer bauen langsamer ab → bei ihnen wirken Medikamente länger, aber auch Nebenwirkungen können stärker sein.
👉 Bei ME/CFS & MCS zeigt sich oft eine Kombination:
Die Methylierung ist gestört und gleichzeitig wird schnell acetylisiert. Das bedeutet: weniger Energie, schlechtere Entgiftung und stärkere Reaktionen auf Medikamente oder Chemikalien.
🔹 ME/CFS & MCS zusammen
Diese Kombination erklärt, warum viele Betroffene sagen:
• „Ich bin völlig erschöpft“ (ME/CFS).
• „Ich vertrage Medikamente oder Chemikalien kaum noch“ (MCS).
Beides hängt direkt mit gestörten Stoffwechselwegen zusammen.
✅ Was man tun kann (nur allgemeine Hinweise)
Dies ist keine Therapieanweisung, sondern nur eine Orientierung für Dich und Deinen behandelnden Mediziner als Leitplanke zur Orientierung!
• B-Vitamine (B12, B6, Folat/Folsäure) sind wichtig für den Methylierungszyklus.
👉 Immer niedrig beginnen und langsam steigern.
• Homocystein regelmäßig messen → zeigt, ob das Gleichgewicht stimmt.
• Neue Medikamente oder Nahrungsergänzungen einschleichen → kleine Schritte, Reaktionen genau beobachten.
• Auf den Körper hören → Überreaktionen sind Warnzeichen.
• Individualität zählt → kein Wert passt für alle, kein Vitamin wirkt bei allen gleich.
✨ Kurz gesagt
Bei ME/CFS und MCS sind die Stoffwechselwege Methylierung und Acetylierung oft gestört.
• Folsäure und Homocystein sind gute Anzeiger dafür.
• Das erklärt, warum Nahrung, Medikamente und Schadstoffe bei uns so anders wirken.
• Die richtige Balance kann helfen, besser mit den Krankheiten umzugehen.
📖 Quellen & weitere Infos
• Deutsche Gesellschaft für ME/CFS:
https://www.mecfs.de
• ME-Hilfe e.V.:
https://www.me-hilfe.de
• NCBI – Review zu Methylierung & ME/CFS:
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/33536836
• Ärzteblatt – Homocystein als Risikofaktor:
https://www.aerzteblatt.de/archiv/62683
• Umweltbundesamt – MCS:
https://www.umweltbundesamt.de/themen/gesundheit/umwelteinfluesse-auf-den-menschen/multiple-chemikaliensensitivitaet
Letztgenannte Quelle der Umweltmedizin und Toxikologie war meine beste Orientierung.
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Zusatz Info:
Der Hausarzt nimmt Blut ab und schickt es ins Labor.
Homocystein ist meist eine IGeL-Leistung (ca. 15–30 € zur Zeit) und sollte nüchtern gemessen werden.
Folsäure kann die Kasse übernehmen, wenn ein Mangel vermutet wird.
Sonst ist es auch eine IGeL-Leistung, die man beim Arzt bestellen und bezahlen kann.
Wichtig: Werte immer zusammen mit B6 und B12 beurteilen.



















