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Heute wird an der #Börse der Dax wieder Verluste haben. Mit 15 175 Punkten um 11:00 Uhr zeigen die Anleger am Kauf von Aktien wenig Interess
Bitcoin vs. Chiemgauer: Kann Geld Wertspeicher und Tauschmittel zugleich sein?
Kann Geld gleichzeitig laufen und ruhen? Im Umlauf sein und gespart werden? Ohne viel zu hinterfragen, nennen wir oft zwei Hauptfunktionen von Geld in einem Satz: Der Bitcoin etwa soll als Wertspeicher und Zahlungsmittel dienen. Doch passen diese zwei Eigenschaften überhaupt zusammen? Es gibt eine jahrhundertealte Bewegung, die behauptet, die einzelnen Funktionen müssen voneinander getrennt Source: BTC-ECHO Der Beitrag Bitcoin vs. Chiemgauer: Kann Geld Wertspeicher und Tauschmittel zugleich sein? erschien zuerst auf BTC-ECHO. Lesen Sie den ganzen Artikel
Was ist eigentlich Geld?
Jeder benutzt es. Jeder braucht es. Die Geschichte des Geldes haben wir geklärt, doch was ist es eigentlich und worauf basiert unser Vertrauen in dieses Tauschmittel?
Geld ist ein gesellschaftliches Symbolsystem. Es ist dazu geschaffen, die Wertbeziehung zwischen den Dingen zu bezeichnen - und schafft damit auch eine Beziehung zwischen den Personen, die es nutzen und damit werten. Man nutzt es, um den Wert von Dingen messbar zu machen.
Woher kommt die langfristige Werthaltigkeit des Geldes?
Geld, so wird gesagt, ist scheu wie ein Reh. Geld braucht Vertrauen, dass es morgen und noch auf lange Zeit ungefähr so viel wert ist wie gestern und vorgestern.
Ohne Vertrauen ist Geld nicht viel mehr als bedrucktes Papier. Wenn ein Staat die Stabilität des Wertes nicht garantieren kann, weil er beispielsweise von Inflation oder Zahlungsunfähigkeit bedroht ist, dann fehlt dem Geld aber Vertrauen. Deshalb sind nicht nur Staaten abhängig von Geld, sondern Geld ist auch an Staatlichkeit gebunden. Erschütterungen im Geldsystem sind Momente, in denen klar wird, dass vieles in der Gesellschaft ausschließlich auf der Basis von Vertrauen funktioniert. Diese Dimension gilt auch für Staaten.
Woher kommt jedoch dieses Vertrauen?
Geld ist wichtig zum Handeln außerhalb der Länder. Obwohl es viele verschiedene Währungen gibt, kann man diese durch den Währungskurs umrechnen, um einen fairen Handel zu ermöglichen.
Äpfel und Birnen sind nicht vergleichbar, Geld hingegen lässt sich an Geld immer messen: Das ist der Fluch und zugleich der Segen der Abstraktion. „Das Geld macht wie ein Maß alle Dinge kommensurabel und stellt dadurch eine Gleichheit unter ihnen her“, schrieb schon Aristoteles. Auch Karl Marx bewundert diese Macht, da für ihn das Geld „die allgemeine Hure, der allgemeine Kuppler der Menschen und Völker“ ist.
Hinzu kommt die Maßstabslosigkeit, die dem abstrakten Medium zu eigen ist. Die Anhäufung von Sachwerten stößt irgendwann an Grenzen. Häuser wollen instand gehalten werden, neue Schuhe muss man irgendwann auch tragen, Bücher will man lesen. Geld hingegen kann man unbegrenzt aufhäufen, ja: Man will davon immer mehr. Es sind ja nur Nullen irgendwo tief drinnen im Computer, und es regiert die Angst, irgendwann zu wenig davon zu haben.
Und es ist genau diese Macht, die jeder von uns haben möchte. Geld macht frei. Wer über Geld verfügt, der muss sich beim Mallorca-Urlaub nicht in die Abhängigkeit sinistrer Freunde begeben, er bekommt sein Gästezimmer von einem fremden Hotelier ganz unverfänglich gegen Cash.
Welche Rahmenbedingungen und Regelungen schaffen die Sicherheit? Welche Akteure spielen hierbei eine Rolle?
In der Geschichte gab es verschiedene Strategien, den Wert des Geldes zu beglaubigen - ob es nun der Verweis auf Götter war oder auf die Politik, auf Symbole der Fruchtbarkeit oder seltene Metalle. Aber selbst die Bindung an das Gold, die scheinbar verlässlichste Sicherheit, war am Ende nur eine Illusion.
Jedoch will jeder die Macht des Geldes besitzen. Damit dieses Geld sicher angelegt ist, bringen die Haushalte es auf die Bank. Die Bank kann das Geld weiterverteilen. Es wird an die Unternehmen abgegeben. Durch diese Investitionszahlung wird den Unternehmen geholfen ihre Produktions- und Arbeitsleistung zu steigern und Löhne zu verbessern. Dafür müssen sie den Kapitalsammelstellen Zinsen zahlen. Die Kapitalsammelstellen behalten einen Teil der Zinsen, um selbst Personalkosten und Ausgaben auszugleichen, den anderen Teil bekommen die Haushalte als Zinsen zurück. Dafür dass sie ihr Geld den zB. Sparkassen oder Banken anvertrauen. In diesem Punkt spielt Vertrauen wieder eine wichtige Rolle. Der Staat bekommt von den Unternehmen und privaten Haushalten Geld in Form von Steuern und Gebühren. So wird dafür gesorgt, dass der Staat nicht bankrott geht. Als Gegenleistung für die Abgaben, werden Transferzahlungen und Einkommen an die Haushalte und an die Unternehmen Geld als Staatskonsum und Subventionen gezahlt.
So bleibt der Wirtschaftskreislauf immer erhalten und trägt dazu bei, dass immer Geld im Umlauf ist und der Staat nicht bankrott geht.
Jedoch ist nicht überall dieser Kreislauf vorhanden, so müssen diese Staaten entweder einen eigenen funktionierenden Geldkreislauf haben oder sie verfallen in Schuldenberge.
Wieso hat Geld einen solchen Einfluss auf uns und unser Handeln?
Zum einen ist Geld neutral, es bedeutet keine inhaltliche Festlegung. Geld als solches ist aber auch mit Macht eng verbunden. Denn wenn man beispielsweise die Wahl zwischen einer Ware und dem äquivalenten Wert als Geld hat, dann bekommt man - wenn man das Geld wählt - zusätzlich zum Wert die Wahlfreiheit: Wann man das Geld in Ware umtauscht, ob wirklich die Ware genommen wird oder eine andere - das sind alles Entscheidungen, die man treffen kann. Wenn man die Ware nimmt, dann fällt diese Wahlfreiheit weg.
Daraus entsteht aber auch das Bedürfnis nach immer mehr Geld: Weil durch Geld alleine keine Sättigung eintritt. Es ist die Freude an der Macht, das Gefühl "man könnte...". Daraus entstehen dann pathologische Verhaltensweisen wie überzogene Sparsamkeit oder Geiz. Die lassen sich aus der reinen Tauschfunktion von Geld nicht erklären.
Warum gilt es als Untugend, wenn ein Mensch nur nach Geld strebt - bei Staaten aber tolerieren wir, wenn sie ihr gesamtes politisches Handeln an Geld ausrichten?
Die positive Eigenschaft von Geld ist ja gerade seine Charakterlosigkeit, seine Neutralität. Beim Menschen ist Charakterlosigkeit aber etwas Schlechtes. Jemand, der allein nach Geld strebt, ohne das Geld gegen etwas einzutauschen, legt sich nicht fest.
Im Politischen ist das die Voraussetzung, damit überhaupt inhaltliche Akzente gesetzt werden können. Der Staat hat Aufgaben, die er nur wahrnehmen kann, wenn er handlungsfähig ist. Und dafür braucht er Geld. Deshalb kann man individualethische Maßstäbe nicht ohne weiteres auf die Ebene von Staaten übertragen.
Welche Zusammenhänge bestehen und welche Folgen hat es, wenn die gesellschaftliche Akzeptanz des Geldes verloren geht?
Wenn Geld nicht mehr akzeptiert werden würde, müsste man sich trotzdem eine andere Bezahlungsmethode einfallen lassen, damit der ganze Handel weiter bestehen könnte.
Wir als Projektgruppe haben uns eine Möglichkeit ausgedacht wie es vielleicht funktionieren könnte. Unsere Idee war es, Geld in Zeit umzurechnen. Dieses Prinzip haben wir in einem Zeitungsartikel zusammengefasst:
Zeittaler ein Projekt des BBZ St. Ingbert
Wie kann ich zu einer Nachhilfestunde kommen, wenn ich selbst noch kein Geld verdiene? Wie finanzieren wir unsere Abifeier, wenn wir nicht unsere Eltern anbaggern wollen? Fragen, wie sie sich kurz vor dem Abitur wohl viele Schüler stellen.
Ein innovative Antwort darauf wollen fünf Schülerinnen und Schüler des Beruflichen Oberstufengymnasiums Wirtschaft gefunden haben, den Biosphären-Zeittaler. "Wie jede Währung darf eine Rechnungseinheit nicht ohne einen akzeptierten Gegenwert geschaffen werden, sie darf also nicht beliebig vermehrbar sein und sie muss fälschungssicher sein. Im Gegensatz zum Bankengeld soll die Währung zinsfrei und doch wertbeständig sein, das heißt man muss sich darauf verlassen können, dass man auch noch zu einem späteren Zeitpunkt den gleichen Gegenwert in Waren oder Dienstleistungen für eine Verrechnungseinheit erhält, wie zu Zeitpunkt, an dem die Verrechnungseinheit entstanden ist. "Was kein Mensch beliebig vermehren kann, ist die eigene Lebenszeit, sie ist von dem Augenblick der Geburt an begrenzt," erläutert Jean-Pierre das Prinzip der Begrenztheit des Zahlungsmittels. Aber in der Tat kann man Zeit gegen Zeit tauschen, in Familien und bei Freunden gehört es zur Selbstverständlichkeit, dass man sich gegenseitig hilft, besonders oft zu beobachten, wenn es darum geht, bei einem Wohnungsumzug in ganz kurzer Zeit eine große Arbeitsleistung bewältigen zu müssen. "Wir übertragen lediglich diesen spontanen Zeittausch in ein System, bei dem Zeitgutscheine von verschiedenen Menschen gegeneinander getauscht werden können, Menschen die sich möglicherweise vorher noch gar nicht kannten." Und das ganze funktioniert so: Menschen, die bereit sind an dem Zeittausch teilzunehmen, tun zunächst anonym ihre Bereitschaft kund, eine Dienstleistung anzubieten. Statt Geld dafür zu nehmen, erhalten sie das Versprechen, dokumentiert durch einen Zeittaler, dass jemand mindestens genau so lange für sie arbeitet, wie sie es als Vorleistung für einen anderen getan haben. Sie beantragen dann bei der zentralen Datenbank die Ausgabe eines Zeittalers, der dann auf ihren Namen ausgestellt. Dieser Zeittaler kann später wieder gegen eine Dienstleistung eines anderen getauscht werden und bleibt so lange im Umlauf, bis jemand anderes seine Zeitverbindlichkeit bei der zentralen Datenbank damit begleicht. "Ziel unseres Projekts ist unter anderem, die Menschen über dieses neue "Geld" tatsächlich einander näher zu bringen, die Anonymität aufzulösen und stärker die Menschen untereinander zu vernetzen," erklärt Caroline, eine der Mitinitiatorinnen des Projekts. "Tatsächlich ist es so, dass wir nicht nur Kuchen backen, Unkraut jäten oder im Winter einmal Schnee schippen, sondern wir haben auch Partner, bei denen man sich z.B. Werkzeug ausleihen kann, ganz ohne Euro und man verspricht im Gegenzug, eine bestimmte Arbeitszeit abzuleisten," so Jasmin. Wer solche Arbeitszeit nachfragt, kann dies ebenfalls zunächst anonym tun, wenn er das möchte aber auch gern mit Namensnennung, so dass man auch die Möglichkeit hat, sein Versprechen einzulösen. "Das Besondere ist, dass mit zunehmender Projektdauer immer mehr Menschen dazu gebracht werden, sich gegenseitig zu helfen, und zwar Menschen, die vorher nie zueinander gefunden hätten," beschreibt Jasmin ihre Intention für die Mitarbeit an dem Projekt. "Auf die Idee sind wir durch das Schüler Projekt "Econo-Me" des Handelsblattes gekommen. "Beim Nachdenken über die Frage, was Geld ist, wie der Wert entsteht, welche Funktionen Geld erfüllen muss, haben wir uns gefragt, wie wir selbst eine neue Währung schaffen könnten, die von einer Gemeinschaft anerkannt wird, die wertbeständig ist und Tausch und Vergleichbarkeit von Werten unterschiedlicher Güter und Dienstleistungen ermöglicht," geht Nicole auf den Background des Projekts ein. "Wir müssen natürlich auch verhindern, dass sich jemand bei diesem Projekt überschuldet, also so viele Zeiteinheiten für sich sammelt, dass er gar keine Chance mehr hat, diese in einem überschaubaren Zeitraum "zurückzuzahlen", geht Kyra auf die aktuellen Grenzen des Zeitvermögens oder der Zeitschulden ein. Deshalb ist das maximale Zeitguthaben und auch der maximale Zeitkredit auf 60 Stunden (Zeittaler) begrenzt. Wer diese Zeit erreicht hat, muss zunächst entweder selbst für andere etwas tun oder bei anderen etwas nachfragen, bevor er neue Zeittaler beantragen kann. Wer sich für die Mitarbeit bzw. die Mitgliedschaft in der Zeittaler-Gesellschaft interessiert, kann sich gern an die Projektgruppe „Geld“ wenden. Dazu einfach einen Brief an das BBZ St.Ingbert schicken mit ihren Daten und ihrem Anliegen.
So könnte zum Beispiel ein Zeittalerhandel aussehen:
1 Stunde Kuchen backen für → 1 Stunde Nachhilfe
45 Minuten Gartenarbeit
45 Minuten putzen
1 Stunde Brot backen
45 Minuten Fahrschule
30 Minuten im Fitnessstudio trainieren
3 Stunden Pflegen der Großeltern für → 3 Stunden Kuchen backen
1 Mal volltanken des Autos
Reparatur eines Autos mit ersetzen der kaputten Teile
3 Stunden Schwimmunterricht
3 Mal Großeinkauf erledigen
3 Stunden Werkzeug ausleihen
1 Kleidungsstück nähen für → 3 Stunden Putzen 3,5 Stunden Pizza oder Kuchen backen 1 Paar Schuhe 5 Mal Großeinkauf erledigen 5 Stunden Werkzeug ausleihen 2,5 Stunden im Fitnessstudio trainieren
Quellen: www.tagesschau.de/wirtschaft www.handelsblatt.de www.welt.de www.faz.de
Franz Hörmann im Interview bei KenFM Das Geld(betrugs)system verständlich erklärt; Vorausschau: Das Neue Werte-Gesellschaftssystem
Machst Du Dir, anstatt ständig im Ablenkungszirkus (Arbeit, Werbung ...) zu sein, einmal klar, was Du da machst, bekommst Du wahrscheinlich Kopfschmerzen. Das ist giut so, denn die hattest Du die ganze Zeit, nur hast Du es nicht bemerkt. Und jetzt kannst Du das ändern und nicht vergessen, weitersagen, sonst bleibt alles schlimmer als es geworden wäre. ;-) Sean
Klemmbrett
Torge Naß (2012)
.
Geld ist ein indirektes Tauschmittel
Das man gegen jede Ware tauschen kann
Daher nimmt, wer verkaufen will
Es als Bezahlung gerne an
.
Ob zum Ge- oder Verbrauch ist hingegen
Die Wahre ein sehr spezielles Mittel
Nicht jeder braucht einen Malerkittel
und nimmt ihn gern entgegen
.
Aus diesem Grund kommt in der Regel
Jemand mit Nachfrage zum Angebot
Nur nicht ihr lästigen Flegel
Ihr redet von der Welt in Not
.
Doch was ihr wollt, ist mein Geld
Und ihr hofft auf Entstehung von Nachfrage
So hört denn, wenn ich euch sage
Dass Nachfragende bedienen leichter fällt!