_reproduce(future)_
_digital capitalism and the communist wager_
seen from Colombia
seen from United States
seen from Brazil

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seen from United States

seen from Italy

seen from United States
seen from Netherlands
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seen from Denmark
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seen from Belarus
seen from United States
_reproduce(future)_
_digital capitalism and the communist wager_
“Am 18. März wird unter anderem das ‚…ums Ganze!‘-Bündis in Frankfurt gegen das Krisenelend demonstrieren. Als libertäre Kommunist_in erhofft man sich vom „kommunistischesn Bündnis“, dass zudem antiautorität auftritt, etwas mehr als vom restlichen Sammelsurium aus reformistischen oder schlimmeren Gruppen und Bewegungen (wobei die aufmerksame Leserin bereits weiss, dass der Autor nicht allzu gut auf ‚… ums Ganze!‘ zu sprechen ist und somit ohne Illusionen). Zu diesem Anlass hat ‚…ums Ganze!‘, wie es sich heutzutage gehört, ein Mobilisierungsvideo produziert. Dieses ist sogar sehr gut gelungen und macht durchaus Spaß zu gucken, fast wie ein Trailer für einen Film. Doch die gute Produktion des Videos macht es am Ende nur noch weniger ertäglich, denn der Inhalt lässt um so mehr zu wünschen übrig.“
Brief an die Redaktion des Kölner Express vom 5. Dezember
Sehr geehrte Damen und Herren,
ich bin entsetzt darüber, dass Politikerinnen und Politiker auch nach den vielen schrecklichen Ereignissen neonazistischer Gewalt in Deutschland seit 1992* auch 2014 - von Ihnen unwidersprochen - rechte Gewalt und linken Protest gleichsetzen.
Das beschämt mich!
Es gibt belegbare Beispiele, dass Verfassungsschutz und Innenministerium mit zweierlei Maß messen. Nicht verwunderlich, rechte Strukturen und Täter wurden und werden ja seit Jahrzehnten mitfinanziert und rechte Verbrecher z.T. protegiert.
Von Medien erwarte ich, dies zu reflektieren, wenn staatliche Stellen verbürgte Freiheitsrechte wie das Demonstrationsrecht einschränken wollen. Auch und gerade in der Weihnachtszeit!
Viele Grüße,
…..
*)Brandanschläge in Rostock-Lichtenhagen, in Solingen, NSU-Terroranschläge, rechte Hetzjagden in Aachen, Angriffe rechter Kameradschaften auf das Rathaus Dortmund, rechte Hetze gegen Flüchtlingsheime in Düsseldorf und anderswo, Nazihooligan-Krawalle in Köln
Anche in Germania c'è chi dice che #civediamol11: tutti/e a Torino l'#11L! @umsganze pic.twitter.com/AGFJa3nG8E
no wkr 2014
'Ein Leckerbissen an Diskussion'
Bemerkungen wie die, dass neben den LinksreformistInnen auch »ein paar antisemitische Deppen« anwesend waren, die sich »sogar Boykottaufrufe gegen Israel auf den Bauch gemalt hatten«, müssen gedeutet werden als flapsige Form, das Problem klein zu reden. »Hey, regt euch mal nicht so auf, es hat doch gar nicht die ganze Demo skandiert, dass Israel Schuld an der Krise hat. Das machen die doch nur, wenn es um den Weltfrieden geht.« »Wir«, ergänzt die dahinter steckende schlaumeiernde Geste, wissen es selbstverständlich besser, sind aber bereit und vor allem taktisch geschickt genug, darüber hinweg zu sehen. Es ist dies die formvollendete Geste eines Kaders, der auf seine Machtbasis nichts kommen lässt. Nicht weil seine Mitglieder der Basis nicht jede Schandtat zutrauen, sondern weil sie denken, sie im Griff zu haben. Dies ist der Filter, durch den hindurch das in den Auswertungspapieren dargestellte Bild der Realität zustande kommt. Es handelt sich um Kaderrealität. Auch wenn der Kaderauftrag »antinational« lautet, endet er zumindest in diesem Fall, ganz wie im alten »Internationalismus«, an den Landesgrenzen. Die dortige Machtbasis haben andere Kader im Griff, denen man besser nicht ins Vermittlungsgeschäft hineinredet. Wie wenig die internationalen Kontakte, die M31 tragen, wert sind, zeigte sich daran, dass über diese Kanäle offenbar nicht einmal mitgeteilt wurde, dass der hierzulande viel gepriesene »griechische Widerstand gegen das Spardiktat« nicht nur an antinationaler Haltung spart. Dass die Demonstrationen nationalistische Aufläufe waren, war auch der Tagesschau zu entnehmen. Dass auf die nationalistischen Proteste aber Pogrome im ganzen Land folgten, auf die die Regierung mit einer massiven Verschärfung der Abschiebepraxis und die griechische Linke wie die deutsche nach den Pogromen in den 1990er Jahren mit Verständnis bis Verharmlosung reagierte, wäre dann doch mitteilenswert gewesen. Die selbst verordnete Theorieabstinenz, die der Kaderorganisation immanent ist, ist auch Verrat an notwendiger Praxis, weil die gefilterte Wahrnehmung tatsächliche, aber weniger zu heroischen Illusionen verleitende, Einsatzfelder nur noch am Rande realisiert. Die Symbolpolitik kann ihre Bedeutung nur noch aus zumeist völlig unnützen militanten Aktionen herleiten. Wenn der Staat ein riesiges Aufgebot schickt, müssen wir ihm wohl bedrohlich geworden sein. Das in diesem Kontext entstehende Ressentiment gegen »praxisferne Theorie« schützt vor der Wahrnehmung der Sinnlosigkeit und ist gleichzeitig Ablehnung der Öde der eigenen ahistorischen und erfahrungsresistenten Theorie, die dem Zweck unterworfen wird, »Änderungsmöglichkeiten« »auszuloten«. Kritische Theorie ist aber kein Weg zu einem Plan, der verwirklicht werden muss, sondern Reflexion auf die Konstitutionsbedingungen der Hindernisse, die revolutionärer Praxis im Weg stehen. Diese Hindernisse werden in den Auswertungspapieren nur noch als staatliche Repression wahrgenommen, weshalb deren Beurteilung einen so breiten Platz einnimmt. Einzig die Reaktion der Staatsapparate soll »ideologiekritisch gesehen durchaus interessant« gewesen sein. Auch eine Ansage. Ich warte auf das Papier zum Fetischcharakter des Wasserwerfers und seinem Geheimnis.
Das Lot der praktischen Kritik gefunden hat man, wenn einem der Polizeiknüppel den theoretischen Ritterschlag versetzt. JustIn Monday über die Auswertung von Ums Ganze zu den letztjährigen M31- und Blockupy-Protesten: http://phase-zwei.org/hefte/artikel/kaderrealitt-232/
Anders als im Traditionsmarxismus ist bei uns Staatskritik zentral, so in der Linie Marx - Adorno - Althusser - Punkrock. Ohne eine Kritik des Standortnationalismus geht bei uns gar nichts. Das ist kommunistische Kritik, alles andere ist Quark.
TOP Berlin im Interview mit konkret (07/2012).