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Wer gewaltfreie, nicht sexistische, friedliche, tolerante Menschen möchte, muss auch in diese investieren! Die jetzt zu hörenden heroischen Bekundungen von Provinz- und Bundespolitikern zeigen aber nur, dass sie die Zeichen der Zeit immer noch nicht erkannt haben.
Thorsten Hild
Es sind nicht männliche Geflüchtete, die Vergewaltigungskultur aufrecht erhalten, sondern die sehr selektive Anhörung der Betroffenen und Victim-Blaming, wie es jetzt Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker anhand von Verhaltensregeln für Frauen à la „eine Armlänge Distanz“ betreibt. Rechtspopulistische Pseudo-Feministinnen sind aber nicht Teil der Lösung, sondern des Problems.
Hengameh Yaghoobifarah, die taz
Contre le racisme
Gegen Rassismus
Against Racism
Hektik und Hetze rund um die Kölner “Sex-Attacken”
In Köln, so melden mehrere Medien übereinstimmend unter Berufung auf Zeuginnen und Zeugen, kam es zu bandenartigem Diebstahl und mindestens 15 sexuellen Übergriffen am Kölner Bahnhofsvorplatz, darunter eine angezeigte Vergewaltigung. Die Vorfälle in Köln und die nachfolgenden politischen Äußerungen und Berichterstattungen eignen sich als Beispiel, wie in der bürgerlichen Gesellschaft ein rassistischer Nährboden kultiviert wird. Auf deren Basis können Neonazis und tätliche Rassist_innen agieren.
Dieser Beitrag möchte die Ereignisse nach dem aktuellen Wissens- und Kenntisstand vom 5. Januar unter Betrachtung der medialen Veröffentlichungen und Pressemitteilungen aufarbeiten und gesellschaftskritisch einordnen. Eine Choronologie zur Silvesternacht hat Die Welt veröffentlicht, auf die unten verwiesen wird. Die sexistische Aufarbeitung der Vorfälle steht im Fokus der öffentlichen Debatte und es gibt eine Vielzahl von Stellungnahmen und gesellschaftskritischen Einordnungen hierzu. Ein passables Statement zum Zusammenhang von Sexismus und Rassismus hat das Bündnis AKKU Köln abgegeben, hierauf verweise ich exemplarisch. Ähnliche Vorfälle sind auch in Hamburg Reeperbahn und aus Stuttgart gemeldet worden, auf die nicht näher eingegangen wird.
Die Bekanntgaben durch die Polizei Köln bis zum 4. Januar
Die Polizei Köln vermeldet in ihrer Pressemitteilung vom 01. Januar 2016 einen “weitgehend friedlichen” Einsatzabend. Hinweise auf sexuelle Übergriffe oder bandenartigen Diebstahl finden sich in der Meldung nicht. Der Kölner Stadtanzeiger berichtete jedoch am 1.Januar über die von der Polizei nicht erwähnten Geschehnisse, lässt auch Opfer zu Wort kommen. Am 02. Januar wird am späten Nachmittag eine zweite Mitteilung von der Polizei nachgeschoben, in der es heißt:
In der Silvesternacht nutzten Tätergruppen das Getümmel rund um den Dom und begangen Straftaten unterschiedlicher Deliktsbereiche.
Weiter heißt es in der Bekanntmachung durch die Polizei, dass aufgrund hohen Menschenaufkommens und gezielten Beschusses der Menschenansammlung mit Silvesterraketten eine Räumung des Vorplatzes erfolgt ist. Anschließend kam es im Hauptbahnhof zur Überfüllung und der Zugverkehr wurde kurzfristig eingestellt. Die Einsatzlage wird insgesamt dennoch als “entspannt” bezeichnet, die Polizei sei “gut aufgestellt” und an “neuralgische Punkte verteilt” gewesen.
Der Polizei liegen Anzeigen vor, wonach Taschendiebe in kleinen Gruppen, um von der eigentlichen Tat - “Diebstahl von Wertgegenständen” - abzulenken, ihre Opfer gezielt angefasst haben. Zum Zeitpunkt der Mitteilung waren 30 Fälle bekannt, in einigen dieser Fälle kam es zu sexuellen Übergriffen, wortwörtlich und behördlich neutraler formuliert heißt es:
In einigen Fällen gingen die Männer jedoch weiter und berührten die meist von auswärts kommenden Frauen unsittlich.
Einer unter verdacht stehenden Tätergruppe, die am 3. Januar bei einer Straftat nach gleichem Muster geschnappt werden konnte, gab es auch männliche Opfer, wie es in der Polizeimeldung vom gleichen Tag (Hervorhebungen d. Verf.) heißt:
Auch der Geschädigte war zuvor durch “Antänzer” körperlich bedrängt worden.
Dass es sich bei den Diebstahl-Opfern vom 31. Dezember nicht homogen nur um Frauen gehandelt hat, sagt die Polizei nicht. Dieses hat der WDR noch am Morgen des 1. Januar herausgefunden und zitiert einen Bestohlenen:
Unserem Organisatoren sind 850 Euro gestohlen worden aus der Tasche und mir selbst hat man meinen Rucksack geöffnet.
Claudia Hauser, Tobias Christ und Fabian Klask berichten für den Kölner Stadtanzeiger:
es gibt 80 Geschädigte – viele von ihnen wurden beraubt, etwa 15 Frauen sexuell belästigt.
Der WDR berichtet, die Quote sexuell Belästigter liege bei einem Viertel.
Am 4. Januar lud die Polizei zur Pressekonferenz und politische Vertreter_innen ergriffen das Wort. Parallel entfacht eine reißerische und emotionalisierende Presseberichterstattung.
Nachfolgend möchte ich einige Beispiele darstellen, um das Zusammenspiel zwischen Medien und Politik zu zeigen. In diesem Zuge offenbart sich die Public Relations-Arbeit der Polizei als wenig vertrauenserweckend, da sie sich dem öffentlichen Diskurs durch populistische Forderungen annähert anstatt bei den genannten Erkenntnissen und behaupteten Fakten zu bleiben.
Die Bewertung durch Politik, Medien und Polizei ab dem 4. Januar
Während die Polizeimeldung lautet, es handele sich um kleine bis mittelgroße Tätergruppen von 2 bis 20 Personen, die Opfer umzingelt und dann ausgeraubt und teilweise sexuell belästigt haben, schreiben die Kölner Stadtanzeiger-Reporter Claudia Hauser, Tobias Christ und Fabian Klask am 4. Januar 2015:
Übergriffe gingen von einer Gruppe von 1000 Männern aus.
Die Darstellung, 1000 Männer hätten Frauen vorwiegend sexuell belästigt verbreitete sich medial auch über andere Medien wie ein Lauffeuer. Journalistisch korrekt ist diese Darstellung den vorliegenden Meldungen der Polizei und Zeugenaussagen nach zu urteilen nicht. Das Bild vom “schwarzen Mann”, der nach Europa kommt, um “weiße Frauen” zu vergewaltigen war erzeugt. Die Boulevardpresse Daily Mail (UK) titelt in der Folge mit
African and Arab' sex mob (in an) 'no-go' area for women
Das Kölner Boullevardblatt Express titelt:
So brutal war das Chaos am Kölner Hbf an Silvester
Mehrere Medien, u.a. Die Welt aber auch die rechte Junge Freiheit schreiben von den
Kölner Sex-Attacken
Peter Paulus, Chefredakteur des Kölner Stadtanzeigers kommentiert reißerisch:
Anarchie im Schatten des Kölner Doms
Gerd Landsberg vom Städte- und Gemeindebund fordert eine Aufstockung von Polizeikräften. Der Landesvorsitzende Arnold Plickert der Polizeigewerkschaft GdP aus Düsseldorf erkennt die Gunst der Stunde, mehr Geld und Personal zu fordern. Er widerspricht in mehreren Interviews der Lageeinschätzung vom 2. Januar der Kölner Einsatzkräfte und behauptet zwei Tage später:
Das ist eine völlig neue Dimension der Gewalt. So etwas kennen wir bisher nicht.
Die Kölner Lageeinschätzung wird schließlich am 5. Januar korrigiert, es ist nun von einer “Fehleinschätzung” die Rede, berichtet Spiegel Online.
Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) fordert hingegen Augenmaß und mahnt zur differenzierten Betrachtung:
Es wird zu klären sein, ob das, was sich ereignet hat, eine neuen Dimension organisierter Kriminalität ist.
Auch Bundesinnenminister Thomas DeMaizère (CDU) widerspricht in der Tagesschau den Polizeifunktionären noch am selben Tag:
(Ob es sich um eine neue Dimension der Gewalt handelt), das Wissen wir noch nicht.
In den Mittelpunkt der Kritik stellt DeMaizère hingegen die Arbeit der Kölner Polizei, die zu spät erkannt habe, was in der Silvesternacht passiert ist:
Es kann ja nicht sein, dass der Vorplatz geräumt wird, weil Menschen Raketen auf andere losschicken. (...) Später finden diese (weiteren) Ereignisse statt und man wartet auf Anzeigen. So kann Polizei nicht arbeiten.
Beamte sollen vor Ort Hinweise nicht nachverfolgt und Opfer nicht in Schutz genommen haben.
Im öffentlichen Diskurs, der sich unlängst auf rassistische Ressentiments eingeschossen hat, gehen sachliche Töne derweil unter. In der medialen Berichterstattung, die am 5. Januar emotional auflädt, finden Fakten nicht die erforderliche Beachtung. Moritz Küpper vom Deutschlandfunk kritisiert die “hoch-emotionale Debatte”, denn
Vorverurteilungen und ungestützte Vorwürfe lassen einen fundierten, ergebnisoffenen und für die Gesellschaft essentiellen Diskurs gar nicht mehr zu (...)
Zeitungen bringen nur vereinzelt faktenreiche Nachberichte und konzentrieren sich auf emotionalisierende und wenig sachliche Kommentare.
Der WDR entschuldigt sich bei seinen Zuschauern für die fehlerhafte Berichterstattung, in derem Zuge es zu einer Übertreibung hinsichtlich Täter- und Opferzahlen gekommen sei:
Wir bitten, diesen Fehler zu entschuldigen
ZDF-Chefredakteur Elmar Theveßen räumt den Fehler ein, redaktionsintern am 4. Januar gegen eine Berichterstattung in den heute-Nachrichten entschieden zu haben. Die Brisanz hätten die Redakteure unterschätzt.
Zum Medienwissenschaftlichen Einmaleins gehört, Korrekturen an Folgetagen haben keinen so hohen Nachrichtenwert, als wie die reißerischen Titelzeilen erster Berichte. In diesen stimmungsvollen und irrational geladenen Stunden treten bereits Politiker_innen von SPD und CDU mit radikaleren Forderungen in Erscheinung.
Hetze gegen Ausländer auf Basis der Neubewertung seit dem 4. Januar
Henriette Reeker, Oberbürgermeisterin der Stadt Köln rät dazu "eine Distanz (zu Fremden) zu halten, die weiter als eine Armlänge ist“, berichtet Focus. Sie kündigt in ihrer öffentlichen Stellungnahme Maßnahmen für “Verhaltensänderungen” gegenüber Menschen “anderer Kulturkreise” an.
Sie wolle auch diesen Personen das Kölner Karneval “besser erklären”. Die Stadt Köln werde deshalb als “fiktiver Veranstalter” das diesjährige Karneval in Köln durchführen. Polizeipräsident Wolfgang Albers konkretisiert dem Kölner Stadtanzeiger gegenüber, welches hierfür seines Erachtens die Konsequenzen sind: “Videoüberwachung” und mehr verdeckte Ermittler auf öffentlichen Plätzen und an öffentlichen Orten.
Weder den polizeilichen Äußerungen noch den Medienberichten und Interviews ist zu entnehmen, dass überhaupt Hinweise für eine solche Gefährdung oder gar geplante Wiederholung vorliegen.
Gegen alle Verlautbarungen gegen Migranten und Flüchtlinge berichtet Janine Grosch für den Kölner Stadtanzeiger schon am 4. Januar:
Die Täter sind (…) der Polizei bereits seit Monaten bekannt.
Gregor Holland von der CDU Köln unterstellt im WDR-Fernsehen, es handele sich bei den Tätern um Asylsuchende oder geduldete Flüchtlinge und fordert:
Diese Täter müssen konsequent abgeschoben werden.
Wie das gehen soll, erklärt Holland nicht. Denn, so berichtet Janine Grosch weiter:
Wie die Polizei betont, handelt es sich bei den Tätern nicht um Flüchtlinge.
Dennoch werden NRW-Innenminister Ralf Jäger und NRW-Ministerpräsidentin Hanelorre Kraft (beide SPD) einen Tag später in derselben Zeitung unwidersprochen zitiert, sie sagen:
Wir nehmen es nicht hin, dass sich nordafrikanische Männergruppen organisieren, um wehrlose Frauen mit dreisten sexuellen Attacken zu erniedrigen. (Jäger)
In den Fällen, wo die Voraussetzungen gegeben sind, müssen kriminelle Straftäter dann auch abgeschoben werden. (Kraft)
Heinrich Schmitz vom Tagesspiegel kritisiert Jäger scharf, es sei der “falscheste Satz” vom NRW-Inneminister. Der sei ein
Meister starker Forderungen nach mehr Sicherheitsgesetzen und aus (seiner) Sicht nie an etwas schuld.
Der Deutsche Journalistenverband apelliert über seinen Bundesvorsitzenden Frank Überall:
Dass es sich bei den Tätern um Bewohner von Flüchtlingsheimen mit nordafrikanischer Herkunft handeln solle, sei bis jetzt nicht polizeilich bestätigt. Eine nicht durch solide Recherchen gedeckte Verdachtsberichterstattung ist nicht nur unvereinbar mit den Prinzipien des professionellen Journalismus, sondern auch innenpolitisch brandgefährlich
Bundesinnenminister DeMaizière wie auch die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPG) warnt, so berichtet Die Tagesschau, die Vorfälle dürften
nicht dazu führen, dass nun Flüchtlinge gleich welcher Herkunft, die bei uns Schutz vor Verfolgung suchen, unter einen Generalverdacht gestellt werden
Der WDR analysiert in seinem Fernsehbeitrag, das Problem sei eines zwischen Kriminellen und nicht-kriminellen Menschen, nicht eines zwischen Ausländern und Deutschen.
Gesellschaftskritische Einordnung
Unlängst sind Meldungen bekannt, wonach Neonazis nach Köln deutschlandweit mobilisieren und auch ProKöln hat Demonstrationen mit rassistischen Forderungen angekündigt, welche CDU und SPD-Politiker_innen über den Kölner Stadtanzeiger und andere Blätter über zwei Tage lang weitestgehend unwidersprochen verbreiteten. In einem solchen Fall sprechen antifaschistische Gruppen vom aufbereiteten gesellschaftlichen Nährboden für zu Taten schreitende andere Rassist_innen und Neonazis.
Sexuelle Übergriffe sind in unserer Gesellschaft ein Übel, welches mit einer fundierten Kapitalismuskritik als Kritik am Patriarchat an seinen Wurzeln gepackt werden kann und muss. Bei der realpolitischen Kritik spielt dabei keine Rolle, ob es sich um einen oder mehrere Übergriffe handelt. Es spielt auch keine Rolle, ob diese beim Oktoberfest, Hafenfest oder vor dem Hauptbahnhof Köln geschehen. Eine Rolle spielt jedoch, ob dabei aufgrund Abstammung, Aufenthaltsstatus oder der Hautfarbe ganze Menschengruppen stigmatisiert werden.
Ein Rechtsstaat kann nicht besser sein als wie die zu trennenden Gewalten getrennt sind. Dies ist die Voraussetzung für eine möglichst sachliche Auseinandersetzung und Analyse, um unabhängig voneinander urteilen und berichten zu können.
Dieser hektische und emotional aufgeladene Diskurs befördert rechte Stimmungsmache und spielt undemokratischen Polizeifunktionären zu, die Freiheitsrechte abbauen möchten um den Sicherheitsapperat ausbauen zu können.
Quellen und Links:
Linkesammlung Sichten Blog
Chronologie zum 31.12.2015, Köln Bahnhofsvorplatz
Sexismus am Kölner Dom - Kommentierende Analyse, die taz vom 6.1.
Eine Augenzeugin berichtet via Twitter
Eine fundierte Kurzkritik an der öffentlichen Diskussion
Akku Köln, Mit Rassismus gegen Sexismus?, 5.1.2015
Polizeimeldung vom 1.1.2016 8:57 Uhr
Polizeimeldung vom 2.1.2016, 16:58
Polizeimeldung vom 3.1.2016, 11:34 Uhr
Gewerkschaft der Polizei NRW, PM vom 4.1.2016
Kritik zur Berichterstattung vom Deutschlandfunk, 5.1.2016
Pressemitteilung vom Deutschen Journalismus Verband vom 5.1.
Das Kölner Nahverkehrsnetz zur mobilen Videoüberachung (2014)
Twitter-Shitsstorm auf Reeker unter dem Hashtag #einearmlänge
Vieles was ihr schreibt finde ich richtig und gut. Aber leider kommt bei eurer Stellungnahme der Aspekt der Übertreibung und Hetze durch die Polizei und Massenmedien möglicherweise etwas zu kurz. Die Polizei, Systempolitiker und die Massenmedien, die seit Wochen eine Hetze gegen Migranten/Nichtdeutsche/Flüchtlinge forcieren und mittragen, schaffen bewusst eine Pogromstimmung in der deutschen Bevölkerung! Einiges sollte bzgl. den Berichten noch klar gestellt bzw. tiefer hinterfragt werden: 1.) Bei den 60-80 Anzeigen handelt sich nicht ausschließlich um sexueller Übergriffe. Wenn man genauer liest steht da (Quellen weiter unten): “viele von ihnen wurden beraubt, etwa 15 Frauen sexuell belästigt”. Das soll die sexuellen Übergriffe nicht verharmlosen, die sind schlimm und ekelhaft genug, aber die Dimension ist dann eine eben eine andere. So sieht es in der Presse aus, als wären 60-80 Frauen aus eine Gruppe von 1000 Männern sexuell belästigt worden. 2.) Viele Medienblätter titeln: “Übergriffe gingen von einer Gruppe von 1000 Männern aus”, liest man den Text auch hier genauer, steht da: “Mehr als 1000 Männer gehörten zu der Gruppe, aus der heraus die Taten begangen wurden.” Das heißt am Kölner Dom versammelten sich ca. 1000 Menschen !!aus der heraus!! die Taten begangen wurden. D.h. man kann nicht die ganze “Gruppe” dafür verantwortlich machen. Außerdem bleibt zu hinterfragen, ob diese Gruppe überhaupt derart homogen war wie dargestellt. Oder ob das einfach nur rassistische Stereo-Typen der deutschen Polizei sind. Höchstwahrscheinlich befanden sich auch jede Menge Menschen zufällig dort, die mit den Angriffen überhaupt zu tun hatten. Möglicherweise haben sich auch Menschen gegen die Übergriffe gestellt. 3.) Auch ist zu hinterfragen, warum eigentlich dieses Thema gerade jetzt derart skandalisiert und übertrieben dargestellt wird. Möglichweiser ist dies ein Ablenkungsmanöver von Innenminister Ralf Jägers Problemen, der gerade wg. “NRW-Innenminister Ralf Jäger lässt die Frage unbeantwortet, ob der Attentäter von Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker vom Verfassungsschutz als V-Mann geführt worden ist - aus „Gründen des Geheimschutzes“ unter Beschuss steht. Außerdem finden derzeit eine Menge Angriffe auf Flüchtlinge statt und so kann man natürlich auch wunderbar ablenken und rechtfertigen. Grundsätzlich sollten wir die Polizeiberichte und die oft nur daraus abgeschriebenen Medienberichte kritischer hinterfragen und Widersprüche aufzeigen. Das sind nur drei unvollständige Aspekte zu den Medienberichten von heute. Quellen: http://www.ksta.de/koeln/polizei-koeln-spricht-von-80-opfern-sote,15187530,33056908.html http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/kriminalitaet/uebergriffe-in-koeln-straftaten-einer-neuen-dimension-13997272.html
Kommentar von einem Facebook-User auf die Pressemitteilung von Akku Köln
Rechtsstaatmechanismus aktivieren!
Es spricht viel dafür, dass wir jetzt den Rechtsstaatsmechanismus aktivieren
Günther Oettinger, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 2./3.1.2016
In Gedenken an Oury Jalloh. Gestorben in Polizeigewahrsam am 7. Januar 2005 in Dessau.
Und der Musiker Mihal Tomaszewski sagt offen: So lange Polizisten Deutschlandfahnen aus dem Bus hängten und Pegida-Anhängern die Hand gäben, so lange letztlich die Staatsorgane versagten, so lange sei das Engagement der Kulturschaffenden für die Katz.
Mihal Tomaszewski, Deutschlandfunk vom 25.12.2015
"Nun sind wir mal wieder soweit", sagte Patrick, "du vermutest etwas und ziehst aus deiner Vermutung unmögliche Schlussfolgerungen (...)."
Siegfried Lenz, Fundbüro
Securitization meint Vorsorge auf Basis von Altdaten.
Sichten Blog
These exchanges between a bigot named Brendan Sullivan, and a heroic troll named Robert Graves, will be the best thing you read all day, I promise.
Elter: Ursprünglich nur in der Vererbungslehre und der Verhaltensforschung benutzt, wird Elter fachsprachlich in manchen Zusammenhängen auch für Menschen verwendet. Die „geschlechtsabstrakte Bezeichnung“ kann umständliche Bezeichnungen wie „ein Elternteil einer Regenbogenfamilie“ oder „alleinerziehender Elternteil“ oder die Aufzählung mehrerer Möglichkeiten von Elternformen abkürzen.
Wikipedia, 23.12.2015
Frau und Ökonomie sind miteinander verwoben. Da sie eine Ökonomie schafft, die nur an Grundbedürfnissen orientiert ist, erlebt eine von Frauen angetriebene Ökonomie niemals eine Depression, sie schafft keine Umweltverschmutzung und sie stellt keine Bedrohung für das Klima dar
Abdullah Öcalan glaubt an eine biologistische genderspezifische Ökonomie, in: Die Revolution der Frau, Internationale Initiative Edition, Köln, 2015.
Squat before/after
Viele Frauen sind in den derzeit recht erfolgreichen rechtspopulistischen Parteien und Bewegungen in Europa prominent vertreten. In politischen Bewegungen also, die neben restriktiver bis rassistischer Migrationspolitik auch Positionen vertreten, die darauf abzielen, viele der politischen Errungenschaften der feministischen Bewegung zurückzunehmen. Sie bekämpfen staatliche Maßnahmen zur Gleichstellung, Liberalisierung von Abtreibung, geschlechtersensible Pädagogik und Sexualerziehung.
Cordelia Heß