Immer wieder wird man geblendet. Dir werden Komplimente gemacht, dir wird Aufmerksamkeit geschenkt und bis zu einem gewissen Zeitpunkt wirst du perfekt behandelt. Bis sie eine Unwissende finden und dich einfach austauschen. Was ist kaputt mit euch?

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Immer wieder wird man geblendet. Dir werden Komplimente gemacht, dir wird Aufmerksamkeit geschenkt und bis zu einem gewissen Zeitpunkt wirst du perfekt behandelt. Bis sie eine Unwissende finden und dich einfach austauschen. Was ist kaputt mit euch?
Verliebt- Verlobt- Verheiratet?
Bitte sag mir, dass dies auch unser Plan ist.
Ich will nicht, dass auch wir irgendwann zu unserer heutigen Wegwerf-Gesellschaft gehören.
Ich will nicht das wir uns aufgeben, weil einer keine Zeit hat, ich will das wir auch in in 40 Jahren noch für einander brennen, uns so ansehen, als wäre der andere der einzigste lebende Mensch, uns brauchen als wären wir abhänig von einander wie von Drogen.
"Verliebt- Verlobt- Verheiratet"
Sag mir, dass du genau so sehr daran glaubst wie ich, dass auch du, bei jedem Streit weißt, wir trennen uns nicht. Dass dir jeder Streit so sehr weh tut, dass auch du deinen Sturkopf für mich immer überwinden würdest.
Sag mir- verlobt- verheiratet....
ist das unsere Zukunft? Bin ich deine Zukunft? Denn ich wünsche mir nichts mehr als dich ein Lebenlang lieben zu dürfen! Ich wünsche mir, dassandere zu uns Aufsehen und sich wünschen auch so zu sein.
Lass uns nicht ein Part dieser Wegwerf-Gesellschaft sein, lass uns "Verliebt-Verlobt-Verheiratet" wahrzunehmen.
Alle die sagen wahre Liebe existiert, belügen sich selbst, denn wenn demnach so wäre, warum wechselt ihr die Partner wie Unterwäsche?!
@madamefatique
Zwei Möhren, das geht nicht. Die gibt es nur als Bund oder als Kilo.
Heisskalt - Bürgerliche Herkunft
Kann sich mittlerweile niemand mehr nur auf eine Person konzentrieren?
Die Sonne geht unter
Ich schaue aus dem Fenster. Die Sonne geht unter.
Ich schaue zurück auf den Bildschirm. Sitze am PC, der in 3 Tagen kaputt gehen wird. Werde mir wohl einen neuen kaufen müssen, sonst gäbe es zu wenig Profit, zu wenig Handel, zu wenig Konjunktur. Außerdem, ist mein PC schon zu alt, zu alt für diese schnelllebige Zeit. Man muss immer auf dem neuesten Stand sein, innovativ, modern. Das ist nun mal der Geist des Kapitalismus.
Egal, noch läuft ja alles.
Ich lasse meinen Blick auf den Fernseher abweichen. Dort laufen derweil Dauerwerbesendungen, Dauerproblemübererstattungen, unpopullistische Propaganda, Prominente-Dokusoaps, Alliterationsanhäufungen und andere Belanglosigkeiten.
Egal, mache ich halt den Fernseher aus und surfe im Internet, gucke Youtube.
YouTube, ein Portal der deutschen Jugend. Doch, Jungend heißt heute oft: Coolness, Beautywahn und Proletismus. Jung zu sein, heißt heute, Lifestyle-Ideologie zu leben Möbel beim Steuerhinterzieher zu kaufen, und ständig und überall und sogar auf dem Klo Für Freunde, Feinde und Geheimdienste auf Facebook und Whatsapp erreichbar zu sein.
Und so wundert es Wenige, dass nun auch bei Youtube, die gleiche gleichgültige Eintönigkeit mehr und mehr einkehrt. Productplacement, zu Deutsch: „Werbung“, Pranks, 50 Facts about me, Kommentare kommentieren und Let's Play bla of death Folge 715.
Und klar, Videospiele sind Unterhaltung, können ablenken und abregen. Doch Videospiele sind auch Kunst. Nicht nur irgendeine. Die Vereinigung aus Bild, Ton und Text kann mittels vielen Farben mittels tausend Tönen, mittels weisen Worten unser Innerstes berühren und beleuchten und dabei eine ganze Philosophie entzünden.
Es gibt viele gute Spiele, die sich mit den Problemen des Individuums unserer Zeit auseinander setzen, doch wie viele Videospiele beschäftigen sich mit den Problemen einer ganzen Gesellschaft, unserer Gesellschaft?
Hat sich das Wohl der Masse dem Wohl des Einzelnen unterzuordnen? Doch, das ist gut, muss gut sein, denn das ist nun mal der Geist des Kapitalismus.
Der Geist des Kapitalismus: Innovation durch renditeorientierte Forschung, Patentrechte, die jeglichen Wettbewerb blockieren. Freie Märkte, mit nur einem Stand. Freihandel, der ganze Staaten versklavt. Leistungsorientierte Arbeit des kleinen Mannes für die leistungslosen Einkommen der großen Tiere. Viel Billiglohn, wenige Millionäre. Viel geheuchelte Demokratie und wenige maskierte Machthaber. Hohe Aktienkurse, viel Spekulation, viel mehr Platz für freien Fall.
Der Kapitalismus, eine Erfindung des 19.Jahrhunderts, ist zukunftsweisend. Die Zukunft, das sind Zeitarbeit, Nebenjob, prekäre Arbeitsverhältnisse und Neoliberalismus, das, wo die Wirtschaft frei und der Mensch gefangen ist, das, wo der Mensch sich dem Kapital anpasst. Der Kapitalismus, ein Kind vergangener Tage, ein Kind des 18. bzw. 19 Jahrhunderts, ist schon ganz schön in die Jahre gekommen.
Doch gibt es, außer ihm und dem Kommunismus keine andere Wirtschafts- und Gesellschaftsform. Es wäre auch utopisch, eine neue, dritte große Ordnung für das 21. Jahrhundert zu verlangen. Das wäre nicht zeitgemäß. Lieber ein marodes System beibehalten!
Und überhaupt, solche Gedanken und Erkenntnisse sind uncool sind nicht mainstream, sind zu nonkonform und zu kompliziert für den ach so dummen Normalo. Dies alles zu erkennen ist einfach, einfach zu anstrengend für die Masse. Der harte Alltag ist Anstrengung genug.
Und so schaue ich Abends aus dem Fenster. Leute gehen auf Party, schießen sich ab. Leute suchen fiktive Monster mit ihren Handys. Leute leben virtuelle Leben. Solange sie glücklich sind, gerne! Solange sie so abschalten können, bitte! Jeder muss mal abschalten. Nur ausschalten, sollte man sich dabei nicht.
Denn, wer sich ausschaltet, wem wirklich alles egal wird, bei wem Faulheit und Unmündigkeit, Apathie und Politikverdrossenheit sich gegenseitig zum Sieg verhelfen,
wer selbst nicht mal mehr das Spiel sieht, bei dem er mitspielt, der braucht sich im Nachhinein nicht zu beschweren, dass er verloren hat.
Und so schaue ich, wie die Landschaft langsam in seltsamer Abendröte versinkt. Und warte darauf, dass die Menschen, die schon längst im dunklen Schatten stehen, über die nächtliche Kälte zu klagen beginnen.
10.08.2016
WAS KANNST DU DAGEGEN TUN?
“Lebensmittelabfälle entstehen überall und aus vielen Gründen. Wir kaufen Großpackungen, weil diese vermeintlich billiger sind. Wir kaufen mehr, als wir brauchen, weil vieles so lecker aussieht. Wir lagern unsere Lebensmittel nicht richtig, so dass sie schneller verderben. Wir werfen sie weg, weil das Mindesthaltbarkeitsdatum abgelaufen ist oder in Kürze abläuft. Wir kochen zu viel und verwerten übriggebliebenes Essen nicht.”
lässt mich nicht los
Eigentlich hab ich mir darüber schon unzählige Male den Kopf zerbrochen. Es ist heutzutage so schwer geworden jemanden kennenzulernen. Leute versuchen es mit irgendwelchen Apps, weil’s leichter ist, nach links und rechts zu wischen, als jemanden direkt auf der Straße anzusprechen. Man schafft eine Barriere zwischen sich, um nicht persönlich angegriffen oder verurteilt zu werden. Wir sind alles andere als tolerant. Wir verstecken uns. Jeder einzelne von uns. Wir bleiben lieber hinter unseren Bildschirmen, weil wir Angst haben. Angst vor Zurückweisung, Enttäuschung und Verurteilung. Deshalb schafft man es auch nicht Leute kennenzulernen. Auf den ersten Blick wirkt das Internet wie ein Geschenk, um Kilometer in Sekunden umzuwandeln, aber erst durch das Internet sind wir zudem geworden, was wir jetzt sind. Die Meisten schaffen es nicht mal mehr, vernünftig Sätze/Fragen zu formulieren, wenn man mit ihnen schreibt. Dazu kommt, dass nach paar Tagen einfach aufgehört wird mit der Person zu schreiben. Einfach so. Gerade noch hat man Smalltalk geführt, sich grob kennengelernt, so gut es eben durchs Internet geht und schon herrscht wieder Funkstille. Erschreckend. Erschreckend, wie wenig wir bemüht darum sind, jemand kennenzulernen. Vielleicht liegt es daran, dass wir durchs Internet einfach zu viele neue Leute kennenlernen können und man am nächsten Tag direkt wieder mit jemandem neuem schreibt. Höchstwahrscheinlich ist das mit ein Grund dafür. Doch worauf ich hinaus will ist, dass ich leider auch zu den Menschen gehöre, die manchmal einfach nicht mehr antworten. Wieso? Oft hab ich das Gefühl, die Person interessiert sich eh nicht für mich oder es passt einfach von meiner Seite aus nicht. Aber meist mach ich mir auch gar nicht mehr die Mühe, dass der Kontakt bestehen bleibt. Denn das bleibt er mittlerweile fast nie. Und bevor ich die Person anfangen könnte zu mögen, höre ich lieber auf zu schreiben. Es ist ein schlechtes Phänomen. Ich schreibe nicht weiter, weil ich keine Lust auf noch mehr Enttäuschung und Zurückweisung habe, weil ich das eben zuvor, die ganze Zeit erfahren musste. Menschen lassen andere fallen, wenn sie die nicht mehr brauchen. Und das geht mittlerweile viel zu schnell.