18. Januar 2016
Der Tag, an dem ich endlich wieder deutschen Boden unter den Füßen hatte.
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18. Januar 2016
Der Tag, an dem ich endlich wieder deutschen Boden unter den Füßen hatte.
Die letzten schönen Tage, an denen ich auch wirklich was von Bolivien zu sehen bekam, hatte ich also meiner wundervollen Gastfamilie zu verdanken. Gleich am ersten Tag wurde ich anfangs zwar eher lustlos in den botanischen Garten mitgenommen. Allerdings hat Gesellschaft dann gleich Wunder gewirkt und ich hab sogar Tee vertragen. Juhu. Und auch der botanische Garten war ziemlich ziemlich schön. Am besten gefallen hat mir ein simulierter Regenwald, bei welchem man den Regen anstellen konnte - ziemlich nice bei solchen Temperaturen! Aber auch echtes südamerikanisches Essen wurde zumindest probiert (und nein, ich rede dieses Mal nicht von Hühnerherzen am Spieß, wie es sie im casa del cambia, einer lokalen Fast Food Kette gab).
Abends wurde ich dann auch noch unterhalten. Dieses Mal von meinem Gastbruder, der mich mit zum Bowling genommen hat. Nachdem ich das dann endlich wieder so richtig raus hatte, hat das sogar ziemlich Spaß gemacht und ich konnte wieder eine Nacht schlafen. Sogar mit eingeschränktem Heimweh.
An meinem letzten Tag wurde ich dann von meinem Gastpapa zum Essen ausgeführt. Immerhin hatte ich noch gar kein richtiges Steak gegessen. Mhhhh, genau das Richtige für mich.... Allerdings muss ich zugeben, dass das dann doch ganz lecker war. Und auch die Gesellschaft war ziemlich nice, denn eine der Freundinnen meiner Gastfamilie konnte Deutsch und so konnte ich dann auch über Umwege mal so richtig mit meiner Gastfamilie kommunizieren :D
Am nächsten Tag haben mich die Beiden dann noch zum Flughafen gefahren. Ich war so unendlich froh. Froh, dass ich mich entschieden hatte. Froh, dass ich bald (naja, in 28 Stunden) zuhause war. Und froh, dass ich wenigstens so eine wundervolle Gastfamilie bekommen hatte, die sich umwerfend um mich gekümmert und mich unterstützt hat und mir gezeigt hat, dass ich Südamerika tatsächlich liebe (davon war ich nämlich nach dem ganzen Tumult zwischenzeitlich nicht mehr so überzeugt). Das größte Dankeschön also an Jorge und Pily!
Da ich ja so fest entschlossen war, ging es an meinem zweiten Tag im Kinderheim nochmal in das Zentrum von Santa Cruz und zwar um lange Hosen zu kaufen. Ja, ich sage den Mosquitos der Welt nun offiziell den Kampf an! Dazu sind wir Micro gefahren. Das ist das nicht gerade vertrauenswürdig aussehende Gefährt aus Bild Nummer Eins. Kostet dafür aber umgerechnet auch nur 20 Cent pro Fahrt. Und zwar so lange man möchte. Außerdem gibt es keine festen Stops, sondern man winkt einfach, wenn man einsteigen und sagt dem Fahrer Bescheid, wenn man aussteigen möchte.
Der Besuch in der Stadt war dann eigentlich ganz nett. Ich hab zwei Hippi-Öko-Hosen auf dem Markt erstanden und dann gings eigentlich auch schon wieder zurück. Leider gings mir immer schlechter und schlechter. Mittlerweile konnte ich auch immer schlechter schlafen. Wie gesagt, meine Mitbewohnerinnen hatten es wohl nicht immer einfach und das hat man auch beim Schlafen gemerkt.
Am nächsten Tag stand dann für mich fest: 5 weitere Wochen gehen nicht. Ich muss nach Hause. Das war keine leichte Entscheidung für mich und ich hatte mich in den Tagen vorher sehr dagegen gewehrt. Untertags ging es auch immer, aber besonders am Abend war es sehr schlimm. Unglücklicherweise sah das Kommitee der Organisation vor Ort meine Entscheidung nicht so locker und ich musste noch ziemlich viel streiten. Aber dann ging es für mich zurück zur Gastfamilie (bei der ich ja immer nur die Wochenenden wohnen sollte, was mir auch erst zwei Tage vor Ankunft mitgeteilt wurde). Dort hatte ich dann sogar noch zwei schöne Tage. Bolivien zusammen ist nämlich wunderschön!
Mein Kinderheimaufenthalt war zwar kurz, aber ziemlich intensiv. Denn wie übernacht war ich auf einmal “Tia” von 7 sehr anhänglichen, schmusigen und auch ein bisschen anstrengenden Kids geworden. Wie ich ja schon in meiner Beschreibung erzählt hatte, hatten es die Kinder bisher nicht immer leicht und auch die Umgebung in der sie mittlerweile aufwachsen ist keinenfalls schön. Das Heim liegt nämlich im 9. Ring von Santa Cruz und wie ihr schon auf den Bildern erkennen könnt: Es gibt dort keine Straßen, kein Abwassersystem, eigentlich nichts. Das Heim selbst ist ein abgesperrter Park mit 5 verschiedenen Häusern. Es wohnen zwar Jungs und Mädels zusammen in den Häusern, allerdings ist es ihnen nicht erlaubt in die Zimmer des jeweils anderen Geschlechts zu gehen. Nicht mal zum Spielen. Und wir reden hier von 3-5 jährigen Kindern. Auch sonst waren die Regeln relativ streng: Es wurde viel geputzt und dreimal am Tag in der Kirche gesungen, gebetet und aus der Bibel gelesen. Sehr gewöhnungsbedürftig für mich.
Gewöhnungsbedürftig waren auch Mosquitos, Kakerlaken, eine Kröte im Bad und die Regel, dass die Kinder nach 17:00 kein Wasser mehr bekommen (und das bei 35°+), da sie sonst nachts so oft zur Toilette müssen. Mein Heimweh wurde immer schlimmer und auch schmusen und Barbie spielen halfen nur noch bedingt. Hinzu kam, dass ich eigentlich nichts essen konnte. Geschweige denn Trinken (wie gesagt... Leitungswasser ist nichts für europäische Mägen). Und besonders abends war es ziemlich einsam, denn meine brasilianischen Mitfreiwilligen konnten genauso wenig Englisch, wie ich Spanisch. Ich war allerdings noch fest entschlossen.
BOLIVIA.
Wie ihr euch vielleicht schon gedacht habt, bin ich nicht mehr da. Klar war der Plan mal ein anderer. Aber alles langsam und von vorne:
Da saß ich nun also. Wieder mutterseelenallein in meinem Flugzeug nach Panama. Dort sieben Stunden am Flughafen. Dann im Flieger nach Santa Cruz. Alle sprachen Spanisch - außer mir. Schon die Einreise war eine ziemliche Herausforderung für mich, denn Englisch? Fehlanzeige. Immerhin hatte das Abholen super geklappt und es haben mich ziemlich viele Menschen der Organisation mit Bolivien-Flagge und Plakat am Flughafen erwartet und begrüßt. So weit, so gut.
Auch meine Gastfamilie hat mich wahnsinnig lieb aufgenommen und ich hatte ein wirklich schönes Zimmer, in einem wunderschönen Haus in einer Gated Community. Naja, das ist wohl schon ziemlich notwendig da, denn Bolivien ist wirklich ein armes Land und somit gibts auch ziemlich viel Kriminalität.
Die Probleme haben sich dann erst am zweiten Tag gezeigt. Mein ursprüngliches Projekt fand nämlich leider nicht mehr statt und nachdem die Brasilianerin vor mir ihren Job in ihrem Kinderheim geschmissen hatte (warum wohl?), wurde ich kurzerhand dorthin versetzt. Ich bekam also zwei zuckersüße Mäuse (3 und 5 Jahre alt) als Zimmergenossinen und konnte mich ab sofort vor Läusen und Mosquitos in Acht nehmen. Allerdings erst ab Tag 3. Denn den zweiten Tag konnte ich noch einigermaßen genießen. Es ging in die Stadt, Geld umtauschen (hier ein WICHTIGER TIPP an alle Reisenden: Bolivianos kann man in Deutschland NICHT zurück tauschen!!), eine SIM-Karte und auch Wasser besorgen, denn Trinken aus der Leitung ist nicht.
Da lag ich dann also an meinem zweiten Tag in meinem Bett und irgendwie kam langsam dann auch das erste mulmige Gefühl auf. Und unendliches Heimweh hatte ich ja sowieso.
Hier nun endlich auch unser letzter Eintrag aus den Staaten:
An unserem vorletzten (ja, den letzten Tag wollten wir ganz entspannt angehen, packen und dann den Flug nicht verpassen) Tag haben wir uns nach Alcatraz gewagt. Wer uns allerdings kennt, weiß, dass auch das nicht so ganz ohne Drama ablief. Leider waren wir nämlich (wie eigentlich immer) minimal spät dran. Der Stau und das Parken taten den Rest und als wir dann am Pier 33, wo die Fähre abfährt ankamen, haben wir unsere zwar noch gesehen, allerdings hat sie sich schon schön auf dem offenen Meer bewegt. Klasse Stimmung am Morgen, macht Kummer und Sorgen!
Naja. Nicht verzagen, einfach Fragen. Heute hab ichs irgendwie mit den Sprüchen. Die Dame war dann allerdings so nett und hat uns in die Stand-by-line verfrachtet, wo wir dann schön auf das nächste Schiff gewartet und auf den Rock übergesiedelt sind. Ok, eher gefahren, gesiedelt wäre uncool.
Die Tour an sich hat sogar mir gut gefallen und das obwohl ich Museen ziemlich kacke und langweilig finde. Aber ist ja auch kein Museum, sondern ein Nationalpark (die ich prinzipiell auch kacke finde). Allerdings hat mich das ziemlich beeindruckt und so haben wir dann dort einige Zeit verbracht.
Anschließend sind wir dann noch - wie es eigentlich auch Pflicht ist - zum Pier mit den Seelöwen gelaufen und haben komplett überteuertes Fish and Chips gegessen. War aber wirklich lecker.
Am Abschiedstag selbst haben wir dann tatsächlich herzlich wenig gemacht. Eigentlich haben wir nur unser wunderschönes und heißgeliebtes Auto zurück gebracht und sind dann zurück gegondelt. Natürlich nicht ohne uns nochmal schön zu ärgern, denn wie wir mit Schmerz im Herz feststellen mussten, hätte es das Gefährt auch in weiß gegeben. Zum Glück sind wir selbst so schön!
Und dann? Na dann hieß es Abschied nehmen. Tränenreicher, langer Abschied. Unkluger Abschied. Blöder Abschied. Und wie sagt Cro so schön? Du weißt ja. Aber wir Beiden werden uns wieder sehen. Bald. Tausend Küsse nach Deutschland!
If you’re going to San Francisco, you should wear some flowers in your hair...
Flowers gabs hier zwar, allerdings nicht in unseren Haaren, sondern an Sträuchern und Bäumen, denn diesmal überraschte uns San Francisco nicht nur mit Fabio (und zwar für ganze 5 Stunden!), sondern auch mit angenehmen Temperaturen von ca. 14 Grad. JUHU! Und hier kommen wir auch schon zur Feststellung des heutigen Tages: Wir dachten ja, wir sind so erwachsen geworden während des Auslandssemesters. Wir reden über das Wetter, fahren einen Mietwagen und kümmern uns um Versicherungen und Co. Doch dann sind da diese drei freien Schaukeln, mitten im Golden Gate Park und plötzlich stürmen wir alle darauf zu und schaukeln um die Wette und machen Schaukelweitsprung. Von wegen erwachsen! Naja, passiert. Verändert hat das Auslandssemester trotzdem! Natürlich nur zum Guten ;)
Im Golden Gate Park wollten wir uns übrigens eigentlich den Japanischen Garten anschauen. Nachdem wir herausgefunden hatten, dass der jedoch 8 Dollar Eintritt kostet, stand schnell fest, dass das nichts für uns ist! Sparen müssen die Schwaben! Nein Spaß, aber das wars uns einfach nicht wert. Also sind wir ein bisschen spazieren gegangen und haben die Auslösung des Panikbuttons am Morgen verdaut.
Denn leider musste ich heute morgen auch herausfinden, dass ich offensichtlich doch nicht bei einer Gastfamilie wohnen werde. Zumindest nicht die ganze Zeit. Nein. Denn wie mir heute (zwei Tage vor Abflug!) freundlicherweise mitgeteilt wurde, werde ich immer von Dienstag bis Samstag im Kinderheim bei den Mädels im Schlafsaal schlafen. Ohne Internet. Ohne weitere Praktikanten. Nur mein Spanisch und ich. Da kann man schon mal kurz Panik bekommen. Allerdings werd ich dann am Montag noch genauer darüber informiert. Cool, cool.
Nach dem Golden Gate Park waren wir dann mal wieder noch richtig gute Touristen und sind zu dritt zur Lombard Street (der einzigen kurvigen Straße in San Francisco) gefahren. Ok, ich gebs zu. Eigentlich wollten wir nur Fabio bei der Cali-Trainstation absetzen. Denn der Blödi verlässt uns ja gleich wieder. Schon gut, Fabio!!!! Skateboarden war dort zwar leider verboten, aber wie ich mir habe sagen lassen bei den Steigungen sowieso lebensgefährlich, und somit auch nicht allzu traurig. Und Skaterboooyz haben wir danach dann immerhin noch wo anders gesehen. So ein Glück aber auch.
Gerade wird übrigens fleißig DEUTSCHLAND - BOLIVIEN gespielt. Zum Glück ist unser heutiges Air-Bnb so groß, denn sonst könnten wir unmöglich unsere drei 23kg Koffer anständig umpacken. WIR HABEN JA SO VIEL ZEUG. IHR MACHT EUCH KEIN BILD. UND WIR ZEIGEN EUCH NATÜRLICH KEINS ;)
Las Vegas - Die Stadt mit den meisten Glühbirnen der Welt
Je näher wir unserer Festung am südlichen Ende des Strips kamen, desto schillernder wurde unsere Umgebung: überall blitzten Kasinowerbungen auf, und die Blue Man Group schaute auf uns hinunter weil wir sie noch nicht in der Pyramide nebenan besucht hatten.
Doch vorerst ein Ratespiel: Welches der Fotos oben passt nicht ins Gesamtbild? Exakt, der graue Hoover Dam! Nur fernöstliche Touristen können dem Langweiler was abgewinnen,welche auch VERDAMMT schlechte Parkmanieren haben. Viel interessanter fand ich Lake Meads Wasserspiegel, ein Zeuge des American Way of Life. Ein Politiker, der einen Schneeball in den Senat mitbringt als Beweis gegen den Klimawandel? Jim Inhofe for president.
Meine erste Vegasillusion zerplatzte noch bevor wir das Excalibur betreten hatten: Man parkt seinen Wagen selbst? So kenn ich das nicht aus Fear and Loathing in Las Vegas und Hangover - also unseren Sportwagen abgestellt und auf ins Labyrinth. Die Hotels hier, besonders die älteren, sind darauf ausgelegt dass man selbst im nüchternen Zustand vor drei Runden Einarmiger Bandit weder sein Zimmer noch den Ausgang findet. Erstaunlich ist außerdem, dass drinnen Rauchen hier erlaubt ist, genau wie Prostitution. Glücklicherweise wurde mir ein Vegasprofi zur Seite gestellt, sodass ich auf jedes Angebot (Stripclub - do I look like I need that? oder Coke? Nah, I only drink beer) direkt die Retoure auf der Zunge hatte.
Da die Eindrücke sehr intensiv sind, kann es vorkommen dass die Erlebnisse der letzten zwei Tage verschwimmen und ich zwischen den Tagen springe. Eins soll aber gesagt sein: der Strip ist laaaang. Viele Schritte zu zählen, noch mehr zu sehen und am meisten zu machen! Zum Beispiel die Big Apple Achterbahn, die meine Eingeweide durcheinandergewürfelt hat, bis ich mich gefühlt habe wie mein Smoothie morgens wenn ich den Bodensatz vermische, oder der All-you-can-eat Tagespass, der gut getimed viermal zu genießen war. Aber am besten haben mir das Gehen und Staunen gefallen: wenn man auf den Fußgängerbrücken zwischen den Themenhotels der MGM Entertainment Group flaniert und auf den gemeinen Pöbel hinunterblickt, auf die Coupés im sechsstelligen Bereich und auf die Pradaboutique auf dem Weg zu den Fontänen des Bellagios und dem Caesar’s Palace - ja dann fühlt man sich wirklich heimisch im Schloss.
Fakt: Die Empfangsdamen des Caesar’s Palace hören im Durchschnitt mindestens einmal pro Abend die Frage: “Ist das hier der echte Caesar’s Palace?” Klemms dir.
Gastbeitrag: Exilpreuße, demnächst in Ihrer Stadt!
Bye bye Sun Diego hieß es dann am zweiten Tag des nigelnagelneuen Jahres. Traurige Stimmung bei mir. Ich mein, wer sagt schon gerne Tschüss zu Meer, Strand und einigermaßen annehmbaren Temperaturen? Immerhin durfte ich dann einen großen Teil des Weges fahren. Das erste Mal so richtig. Und was soll ich sagen? Wir haben überlebt ;)
Das kann natürlich auch daran liegen, dass ein großer Teil der Fahrt durch unbewohntes Indianerland ging, aber hey.. Auch in Las Vegas war das dann ziemlich gekonnt. Ich will mich ja nicht loben, aber war halt echt so!
Sonst haben wir noch ein paar Joshua Trees gesehen und den schönsten Sonnenuntergang bisher. Dann haben wir in einem ein bisschen ranzigen AirBnb mit ziemlich schöner Aussicht und riesigen Kaktussen übernachtet, bevor es dann in eine mir angemessene Unterkunft ging: Das Schloss.
ICH BIN EINE PRINZESSIN!
Was Dinner for one wohl bedeutet? Ja na klar! Silvester! Wie wir wieder einmal festgestellt haben, ist das aber gar nicht so bekannt - außerhalb von Deutschland. Unsere Hosts, mit denen wir letztendlich gefeiert haben, fandens allerdings ziemlich “hilarious”.
Wie wir gefeiert haben? Mit Champagner und Wunschluftballons (die waren ziemlich cool!) Hier ist das anscheinend eine ziemlich große Tradition und Neujahr selbst wird mit einem bestimmten Lied eingeläutet. Außerdem wird (sofern man zuhause ist) die Silvesterparty vom Times Square (mehr oder weniger) live übertragen. Ein echtes Amisilvester also!
In diesem Sinne: Mögen alle eure (und unsere ) Wünsche in Erfüllung gehen!
Tijuana, Tijuana, Tequila, Sex und Marihuana!
Naja, also wegen dem Marihuana-Aspekt hätten wir echt nicht nach Mexiko reisen müssen - das haben wir hier genug. Der große Dank geht somit heute an Vlad (den Mann von Jen, also quasi unserem AirBnb-Host). Wirklich dankbar bin ich allerdings nicht. Ich hasse Gras, es stinkt und ES NERVT.
Ansonsten waren wir allerdings wirklich neugierig und uns wurde von vielen berichtet wie anders es in Mexiko und insbesondere in Tijuana oder auch TiJ ist. Also wieder mal ab in den Minivan und auf zur Grenze.
Da wir das Auto natürlich nicht mit nach Mexiko nehmen durften und auch gar nicht wollten (ich meine, wer ist schon gerne eine fahrende Zielscheibe?), haben wir es auf Tipp von Jen in einer Outlet-Mall direkt vor der Grenze abgestellt. Dort kommen die ganzen Mexikaner nämlich immer zum Shoppen rüber, weil Klamotten in den USA anscheinend wirklich auch billiger sind als in Mexiko (Yami, hast du da etwa Mist erzählt?). Dann sind wir bis zur Grenze gelaufen und zwar über die besagte Brücke. Das war auch ein ziemlich kluger Schachzug, denn mit dem Auto hätte das garantiert ewig gedauert. Insbesondere die Schlange von Mexiko in die USA war MEGA lang.
Die mexikanischen Grenzbeamten waren auch ziemlich nett. Stempel rein und los. An die Kanadischen kommen sie aber trotzdem nicht ran. Kanadier sind einfach die nettesten Menschen überhaupt!
TiJ selbst fängt tatsächlich direkt an der Grenze an. Während auf der amerikanischen Seite ein paar Meilen vorher schon die Wohngegenden aufhören und nur die Mall da ist, sind auf der mexikanischen Seite allerlei Häuser, Shops und alles was das Herz sonst noch begehrt. Ihr könnt ja auf dem zweiten Bild mal raten, was Mexiko und was die USA ist ;)
Wir sind dann also Richtung Stadtmitte gelaufen - immer auf der Suche nach Essen - und haben die Gegend bestaunt. Soooo viel anders als beispielsweise Cincinnati war das allerdings auch nicht. Genauso stinkig und bestimmt auch genauso gefährlich. Davon haben wir allerdings wirklich nichts mitbekommen. War ja aber auch hellichter Tag. Der einzige (dafür aber umso größere) Unterschied bestand darin, dass die Leute uns konsequent Sachen aufschwatzen und uns ihr Restaurant schmackhaft machen wollten. WER WILL SCHON WACKELDACKEL IM VORBEIGEHEN KAUFEN?! UND WER WILL ÜBERHAUPT WACKELDACKEL KAUFEN?!
Der Einzige, der es letztendlich geschafft hat uns von seinem Restaurant zu überzeugen, war Barack Obama. Ok, die mexikanische Version von Barack Obama. Aber ziemlich nah dran, oder?
Nach mexikanischem Essen, Postkarten und Churros, haben wir den Rückweg zwar knapp verfehlt, aber es letztendlich doch noch an der mürrischen Grenzbeamtin R. Bravo (AHA!) vorbei geschafft.
Was lieben wir an den USA am meisten? Na klar! Die Einreise!
Was aber auf jeden Fall auch klar war: Mexiko muss genauer erkundet werden. We’ll be back!
Zoo. Zooooo. Zooooo. ZooZooZoo. ZOOOOOO.
Wohin hat uns wohl unser zweiter Tag in San Diego geführt? Jawollo! In den Zoo! Wie man vielleicht schon ein bisschen raushört, finde ich den Zoo ziemlich cool. Um nicht zu sagen UMWERFEND. Sehr enthusiastisch wurde also die Daddy-Tasche mit Essen, Jacke, Trinken und Süßigkeiten gepackt und mit der Familienkutsche aka. Dodge Grand Campervan ging es zum Zoo.
Der San Diego Zoo ist übrigens auch einer der größten (oder sogar der Größte?) der Welt. Deshalb gab es da auch ziemlich viele coole Sachen zum gucken und staunen. Eine davon haben wir gleich am Anfang auch getestet: Die von Alaska Airlines gesponserte Skyfari. Ja, genau richtig! Man fährt in so Gondeln ganze 4 Minuten lang einmal quer über den Zoo!
Außerdem gabs dann noch den Kangaroo-Bus, mit dem man einmal um den Zoo herum fahren kann! DER ZOO IST JA SO GROSS! Das haben wir auch gemacht, weil unsere Gastgeber meinten, dann haben wir schonmal einen groben Überblick. Hatten wir dann auch. Und es stand klar fest: Auf zur Babygiraffe! Mini-Melman!
Mini-Melman war ganze 16 Tage alt und zuckersüß. Er hat aus dem Mund von Mamagiraffe gegessen und war klein. Eine kleine Giraffe. Ich hatte quasi voll Herzchen in den Augen. Aber auch Koalabären waren ziemlich niedlich und haben eigentlich die meiste Zeit gepennt. Dann haben wir (nach ewig langem Anstehen) auch noch einen Blick auf die Pandas erhaschen können. Die gehören aber leider immer noch China und waren da nur zu Besuch. Die müssen dann wohl wieder zurück nach China um zu sterben. Ist aber nicht schlimm, denn wie wir gelernt haben sind die gar nicht knuddelig und harmlos, sondern gemein und böse.
Sonst ist es uns unglücklicherweise ziemlich oft so ergangen, dass die Tiere gar nicht da waren wo wir sie vermuteten. Nämlich im Käfig. Sie sind allerdings auch nicht sonst wo rumgelaufen. Deshalb hat sich schnell der “Wenn dieser Zoo ... hätte, dann würde es da wohnen!”-Spruch etabliert. HM. ICH WOLLTE DOCH SCHNABELTIERE SEHEN, stimmts Nico?
Nach einer Nacht voll Portfolioarbeit und Schlaf, konnte endlich der Money Order erledigt werden. Ein großes Dankeschön an Eddie, den wohl geduldigsten Beamten der US-amerikanischen Post. Ich hab dich zwar nicht immer gut verstanden, aber endlich bin ich alle Schulden los! ENDLICH! Als Belohnung wollten wir dann auf dem Weg Richtung San Diego einen Abstecher bei Yogurtland machen.
Klingt ja erstmal nach einem guten Plan, oder? Wir also schön Yogurtland bei GoogleMaps eingegeben und das nächste angesteuert. Leider, leider lag das auf dem Marine Base. Hm. Wir habens nicht so gecheckt war darin endete, dass wir unsere Pässe zeigen und umgehend wenden mussten und uns ein paar Soldaten ziemlich ausgelacht haben. Hm. Dumm gelaufen. Aber woher sollen wir schon wissen, dass das Yogurtland auf dem Base ist?! Letztendlich haben wir es dann doch noch zu Yogurtland geschafft! JUHU! Ganz viel Froyo und Toppings. So gefällt uns das doch!
Dann ging es weiter nach San Diego, wo uns unser AirBnb-Host, Jen, schon erwartet hat. Das Haus in dem wir dann 4 Nächte lang gewohnt haben, war ziemlich schön, nur unser Zimmer ziemlich klein, was letztendlich (und wie gewohnt) in ziemlichem Chaos ausartete.
Gute Touristen wie wir außerdem sind, haben wir uns gleich noch Insidertips von Jen und ihrer Mama geholt und sind dann gleich noch aufgebrochen nach Coronado Beach. Da haben wir dann auch zum ersten Mal die Zehen in den Pazifik getunkt. Ziemlich frisch! Ein weiteres Detail, das ich euch nicht verschweigen kann, ist die Eislaufbahn am Strand. EINE EISLAUFBAHN. AM STRAND. BEI 18 GRAD. Aber naja, was solls? Den Klimawandel gibts ja sowieso nicht. Also zumindest nicht in den USA.
Nach einem leichten (und etwas verspätetem) “Lunch” in Clayton’s Diner (das wohl originalste, das wir bisher so gefunden haben, im Stil der 50er), ging es dann noch zu unserem guten alten Bekannten Trader Joe’s um ein bisschen günstiges Essen zu jagen. Ich als Schwabe weiß ja wie das geht und irgendwo muss man schließlich sparen (denn vermutlich werden wir in Vegas keine Millionäre)! ;)
01.01.2016
Der Tag, an dem es auf einmal nur noch 9 Tage bis Bolivien waren. Ein wundervolles neues Jahr und mögen alle eure Wünsche in Erfüllung gehen!
Am letzten Tag wurde dann noch die liebgewonnene Wohnung leer geräumt und alles im Minivan verstaut und ein Abstecher auf dem Walk-of-Fame eingelegt. Leider hat mich Michael Jackson so erschreckt, dass ich ganz schnell gar keine Lust mehr auf Sternchen schauen hatte.
Also sind wir noch ein bisschen rumgelaufen, haben Postkarten geshoppt (na, wie gefällt euch meine? ;)) und sind dann wieder ins Auto gehüpft und weiter nach Süden gefahren. Nach ein bisschen Stau und South Central L.A. zu unserer linken, kam dann auch der kleine Hunger zwischendurch. Deshalb musste UMGEHEND der nächste PandaExpress angesteuert werden.
PandaExpress war in einer Mall und (zumindest ein bisschen) nahrhaft. Deshalb wurde der restliche Weg ins Super8 gut überstanden. Und dann? Schlaf ist super!
Alles was am dritten Tag in meiner liebsten Lieblingsstadt passieren sollte, hat sich letzendlich auch noch auf den vierten Tag erweitert. Wieso muss leider erneut totgeschwiegen werden. Ich kann nur so viel sagen, es war ein Hund involviert und die Stimmung war danach ziemlich scheiße.
Aber von vorne: Zum Frühstück sind wir ins super fancy und von den Bloggern dieser Welt empfohlene Joey’s Cafe gefahren. Da gab es für Till ein Grilled Cheese Sandwich mit French Fries (zum Frühstück! Ich glaube mir wird schlecht) und für mich Tomaten-Bruschetta auf Ei mit Früchten. Unglücklicherweise stellten die Früchte sich als Honigmelone heraus und flogen so kurzerhand aus der Tür. Dann wurden sie durch Erdbeeren und Bananen ersetzt. DAS ist schon eher Frühstück!
Nach Joey’s Cafe gings auf nach Venice Beach, wo wir es dank dem Parkriecher mal wieder geschafft haben, der Parkgebühr von 20 Dollar zu entgehen (HALLOOO? Wer bezahlt heutzutage noch für parken? Noch dazu wenn er so ein einparkfreundliches Auto hat wie wir?). Nach ausgiebigem Strandspaziergang, Skateboardfahrer gucken und schlendern vorbei an den Green Doctors (wir entdecken immer noch und immer wieder ziemlich kuriose Dinge hier), wollte ich mal wieder den Money Order angreifen. Ging nicht. Scheiße.
Dann kam auch noch der oben bereits erwähnte Zwischenfall hinzu und der Ausflug hat ein jähes Ende gefunden. Und dabei wollten wir doch zum Stoner Plaza. Verdammt. Der Abend wurde also mit Wäsche waschen, Maze Runner 2 und kochen verbracht.
Und gleich am nächsten morgen, nach dem Frühstück ging es dann zum Stoner Plaza. Skateboarder anschauen und Skateboard fahren. Ich hatte ja so Spaß! (Nein man. Ich will noch nicht gehn. Ich will noch ein bisschen Skateboardfahrer schauen.) Dann sind wir allerdings doch gegangen und zwar zu einem Mexikaner. Lunchtime! Mexikanisches Essen in Kalifornien taugt nämlich ziemlich.
Zum Abschluss dieses Tages ging es noch über den Rodeo Drive, vorbei an Louis V, Chanel und Co. und vorbei an vielen, vielen Autos, die angeblich auch nicht von schlechten Designern waren. Und dann der Sonnenuntergang zwischen den ganzen Palmen. L.A. ist einfach meine Stadt.