#10 The Flaming Lips, Cirque Royal, Brüssel
24.05.2014 The Flaming Lips + Young Knives, Cirque Royal, Brüssel
Weiter ging es mit den Les Nuits Botanique. Da ich mein Ticket sehr spät gekauft habe, musste ich mit einem eher bescheidenen Sitzplatz vorlieb nehmen. Stehplatz hätte mir dann doch deutlich besser gefallen, aber selbst Schuld.
Erinnert sich noch jemand an Young Knives? Die waren Vorband. Ich kann mich noch schwach erinnern, dass sie zu Zeiten des ersten Arctic Monkeys Albums aktiv waren und ein Lied namens "Hot Summer" hatten. Dass sie noch existieren war eine Neuigkeit für mich. Wirklich begeistern konnten sie mich schon damals nicht. Auch beim zweiten Versuch gefielen sie mir nicht besser. Amüsanterweise kam mir doch ein Lied bekannt vor und es war nicht das eben genannte.
Mein Sitzplatz war zwar nicht optimal, dafür konnte man während der Umbaupause das Geschehen hinter der Bühne beobachten (Riesige Luftballons aufblasen, ein sich ins Bühnenoutfit schmeißender Sänger).
Im Glitzeroutfit und mit einer Gefolgschaft von Menschen in Aufblaskostümen betrat die Band die Bühne. Gleich bei Song eins wurden dann auch die Riesenluftballons ins Publikum befördert (Mitte Song 2 waren alle kaputt oder irgendwo an der Decke hängen geblieben) und Konfettikanonen gab es auch nicht. Ja nicht mit zu wenig Tam-Tam anfangen. Die nächsten Lieder wechselten dann die Aufblaskostümierungen regelmäßig. Ich muss zugeben, der Funke wollte bei mir nicht ganz überspringen. Die Show war aufwändig. Lichter, LED-Wände, Kostümwechsel etc., auch die musikalische Darbietung war gut, deswegen kann ich gar nicht so genau sagen, was mir gefehlt hat. Irgendwie wirkte alles so bemüht und auch etwas aufgesetzt. Nach jedem Song die "Thank you, thank you, thank you"-Ansage. Die andauernden Aufforderungen ans Publikum jetzt doch endlich etwas mehr abzugehen. All das hat den Gesamteindruck etwas getrübt. Das war meine erste riesige Show mit allen möglichen Special-Effects und Outfitwechsel (ach ne, Outfitwechsel hat Patrick Wolf auch gemacht), aber ganz ehrlich, all das braucht es nicht, wenn die Musik stimmt und die Chemie mit dem Publikum. Ein interessantes Erlebnis war es allemal.










