Aus dem Leben eines Taugenichts
Es ist Frühling. Ein Junge liegt im Gras. Auf einem freien Feld. Er lächelt. Glücklich. Er liegt da, mit geschlossenen Augen, die Arme unter dem Kopf verschränkt. Genießt den Sonnenschein, spürt die Wärme auf seiner Haut. Angenehm. So kann es bleiben, denkt er. So soll es bleiben. Er hört die Hufe der Pferde, sie ziehen einen Reisewagen.Er hört die Räder der Kutsche auf dem steinigen Weg. Nimmt leise Stimmen wahr. Und das Zwitschern der Vögel, die sich zu unterhalten scheinen. Er hört den Fluss plätschern. Gleichmäßig. Kurz öffnet er die Augen, damit er sicher weiß, dass er nicht träumt. Dass sie Welt wirklich so wunderschön ist. So perfekt. Die Sonne blendet. Zwinkernd schaut er zuerst in den blauen Himmel, dann in das Gras um ihn herum. Die Blumen blühen. Rot. Gelb. Violett. Zufrieden schließt er seine Augen wieder. Es riecht nach Frühling, nach Wärme. Nach Glück. Wieder hört er Stimmen, eine Jungenstimme: “Ich liebe dich.” Das Lächeln des Mädchens kann er spüren. Voller Freude und Liebe. Er hört, wie sie langsam weitergehen. - Ein kalter Luftzug. “Aufstehen, du Taugenichts! Vaters Mühle ruft!” Es ist Winter.












