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@car0linanne
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Vielleicht tmi aber weil wir von Mobbing reden, aus eigener Erfahrung sond Lehrer echt immer auf der Seite der Täter. Im Gymnasium bin ich ziemlich stark gemobbt worden, weil ich das einzige Kind in meiner Klasse war, das aus einer Arbeiterfamilie mit Migrationshintergrund kam (die anderen Kinder waren fast alle deutsch und aus der Mittel- oder oberen Mittelschicht). Das Mädchen, das mich am meisten gemobbt hat, war eine Millionärstochter, und alle anderen haben mitgemacht, weil es ihnen wichtiger war, mit ihr gut zu stehen, als mir zu helfen.
Tja und weil meine Eltern sich oft genug bei den Lehrern beschwert hatten wurde dann die Schulpsychologin gerufen, um mit uns beiden Einzelgespräche zu führen. Die Mitschülerin wurde dabei scheinbar ganz sanft und als das Opfer behandelt, während ich von der Psychologin in einem Klassenzimmer eingesperrt (!) wurde und so behandelt wurde, als ob ich verrückt, gewalttätig und ganz sicher von meinen Eltern misshandelt sei (sie fragte mich, ob ich "verstört" bin, weil sie annahm, dass meine Eltern mich bestimmt schlagen etc). Und das, obwohl ich mich nichtmal physisch gewehrt hatte während das andere Mädchen mich körperlich angegriffen hatte, mir mehrmals mein Eigentum stahl und mich mit detaillierten sadistischen Beschreibungen davon, wie sie mir etwa "das Gesicht abziehen und zerfetzen" würde, bedroht hat. Und das Beste ist: ALLE Lehrer haben sie als das Opfer und mich als die Schuldige behandelt, weil es ja "einen Grund für das Mobbing geben muss" und ihr nie einen Verweis oder so ausgestellt - bis sie dann einmal eine Lehrerin geschlagen hat und sofort von der Schule geflogen ist.
Denn andere Kinder angreifen ist ok, aber Lehrer angreifen? Das ist zu viel. (Ist mir tatsächlich auch noch mit nem anderen Jungen passiert, der mich geschlagen hat, aber von den Lehrern erst Ärger kriegte, als er mal den Schulrektor schlug...)
🫂🫂🫂 Das tut mir Leid, was für eine scheiße ://
Ich glaube auch, dass die Wahrnehmung vieler Lehrer da sehr gestört ist. Das geht aus meiner Sicht mit der Grundannahme los, das alles was die Kids so treiben 'nicht so ernst ist'. 'So schlimm kann das nicht sein'. Vor allem wenn die Täter das 'Spiel spielen' können und die Sache twisten können. Erst wenn es am hochwichtigverehrten rEsPekT für den Lehrer fehlt, dann hat es folgen - wie wenn die Täterin auf einmal einen Lehrer schlägt.
Als ich in der 9. Klasse war hatte unsere Englischlehrerin auch mal erzählt, dass ein Schüler sie vor ein paar Jahren mit einem Butterfly-Messer bedroht hat - und dann von der Schule geflogen ist. Ich: *flashback zu all den Vorfällen mit Messern oder Bedrohungen die bei unter Kindern NIE Folgen hatten*
Erinnert mich auch daran als, wie ich gestern schon erzählt hab, als ich unterrichtet hatte, gab es diesen Vorfall wo drei Jungs (8-Klässler) ein Mädchen (7.-Klässler) auf dem Schulhof ausgepeitscht (!) haben mit Kabeln - und ich und 1 anderer Lehrer waren die einzigen, die das aus meiner Sicht wirklich in der kompletten Dimension ernst genommen haben (aber wir waren halt nicht involviert) und bei den anderen Lehrern lief direkt das 'ja wir müssen dafür sorgen dass sich die Kinder wieder vertragen' Programm - und: 'Der (NAME REDACTED) hat schon soooo viele Gewaltvorfälle seit der Grundschule und jetzt ist er strafmündig, wir müssen erstmal verhindern, dass er in echte Schwierigkeiten kommt :((" -- Meanwhile war mein Augenmerk erstmal darauf DASS DAS EIN VERFICKTES INTERNAT IST. Das Opfer sitzt oben im Internat ohne ihre Eltern nachdem sie Opfer eines GEWALTVERBRECHENS geworden ist (so würden wir es nämlich nennen wenn es Erwachsenen passiert wäre), kann erstmal nicht zu ihren Eltern und die reden darüber, wie wir dafür sorgen, dass keine Anzeige erstattet wird oder wie wir die Folgen minimieren??
Das andere Problem denke ich aus Lehrerperspektive ist, dass viele Lehrer ihre Klasse als eine Einheit sehen - nachdem Motto 'das sind alle Kids und die mögen sich'. Das habe ich schon ganz oft in der Schule erlebt, dass Lehrer gar nicht eingesehen haben oder es kindisch fanden, wenn man nicht neben jemand anders sitzen oder mit der Person arbeiten oder sich auf der Klassenfahrt ein Zimmer teilen wollte. Eine Freundin von mir sollte auf Klassenfahrt in ein 8.-er Zimmer mit 7 Mädchen, die sie für Jahre gemobbt haben - und die Kurslehrerin wusste davon aber hat einfach nicht die psychischen Implikationen dafür gerafft.
Im Studium habe ich sehr viel hospitiert (d.h. hinten drin gesessen und Unterricht beobachtet) - und da sieht man sehr viel wie die Schüler untereinander reden und agieren. Und da habe ich dann auch immer wieder mitbekommen, wie viele Dynamiken es zwischen den Schülern gibt, die die Lehrer gar nicht mitbekommen haben. (Ich denke das ist auch eine Sache, die z.B. in Vereinen und vor allem in Familien vorkommen: Die Eltern denken, die Kinder sind alle Freunde und haben sich lieb und wenn sie mal Streit haben ist das Kinderkram, aber ganz oft gibt es da auch physische und psychische (und manchmal eben auch sexuelle) Gewalt.
Und das Problem ist auch, in Klassen-Settings, dass gerade die großen Freundesgruppen als "die Klasse" wahrgenommen werden.
Ich selber war an einem Gymnasium in einem Ort mit einer sehr reichen (aber sehr isolierten) Oberschicht. Es hat eine der größten Millionärsdichten in unserem Bundesland - und bei uns gab es auch diese Dynamik, die Schülerinnen und Schüler die vom Mobbing betroffen waren, waren im Grunde immer aus finanziell 'schwachen' Familien, nicht aus der Oberschicht.
Einmal gab es einen Vorfall, wo sich die beliebten Kids zerstritten haben (niemand wurde gemobbt, sie haben sich nur zerstritten und mit einer hat keiner mehr geredet, weil sie über irgendetwas gelogen hatte, was den Streit verursacht hat.) Da wurde direkt vom Klassenlehrer eine mehrstündige Plenumsdiskussion einberufen, wo wir alle sagen mussten, wie wir uns damit fühlen und wie es uns bei der Situation geht und wie wir dazu stehen. Meine Clique war halt gänzlich abseits davon und waren in keine dieser Entwicklungen involviert...was sollen wir jetzt groß dazu sagen, Herr. W????
Sowas habe ich NIE erlebt wenn es um andere Schüler ging.
Das mit dem "Lehrer decken Mobber:innen aus reichen Elternhaus" ist bei Privatschulen auch noch mal krasser.
Das einzige Mal, als ich miterlebt habe, dass jemand wegen Mobbing von der Schule geflogen ist, war, weil er es gefilmt hat und sie es deswegen nicht runterspielen konnten.
Ansonsten wurde es runtergespielt, ignoriert oder es wurde dem Opfer die Schuld gegeben - hauptsache die zahlungskräftigen Eltern nehmen ihr Kind nicht von der Schule. Und anscheinend ist das immer noch so!
Ich war auch an einer Schule mit eher reichen Kindern und unterschreibe das zu 100%. Bin ganz froh, dass mal darüber gesprochen wird wir krass da die Dynamiken sein können, weil ich dachte das seien halt isolierte Fälle von Idioten, aber scheinbar ist das eher ein systemisches Ding.
school-bullying is one of those things where it's horrifying how normal it is and how we just accept it as a part of kids' lives. It's just one of those things that is considered entirely normal and we see it in media and sure, there's anti-bullying programmes and you do some seminars when you study to be a teacher - but that the fundamental core of it, it is entirely normal and expected that kids go through or witness severe physical, emotional, and sexual abuse in their 'workplace' and even if this is known and documented and on the record, it is not uncommon that they still have to work with their abusers and spend several hours every day in the same room with them, go on trips with them etc. And yes, bullying also exists in adult workplaces, obviously, but I don't think it is normalised to the same degree (a lot of people don't believe it exists for adults - meanwhile, think how basically every school movie features bullying as some aspect of every day school life). I just think it's up there with corporal punishment as one of those things people expect aren't that bad or serious when it happens to 'just children'.
when I was a teacher, we had incidents like a boy breaking a girl's wrist while the teacher had left the room for 5 minutes to make copies of a worksheet and another incident where three boys whipped (!) a younger girl with a cable (in this case, as far as I know, there were charges pressed) but you have to understand that people were still expecting them to come back to school and their victim to see them there for the next few years - - - and YEARS are even longer to a child than an adult. That's an eternity.
wait... was zum arsch?!?!
"even at university were thought the 'no blame approach' and how we shouldn't make it about the bully being at fault"
WAS ZUM ARSCH?!
Wenn alle wissen, dass Mobbing ein verdammtes Problem ist, warum wird da nicht konsequenter eingeschritten? Wie sollen Kinder/Jugendliche jemals lernen Verantwortung für ihr Verhalten zu übernehmen, wenn so getan wird, als ob der Mobber, der sich ja nicht in einem Zustand der geistigen Umnachtung befindet, wenn er Mitschüler drangsaliert keine Schuld trägt? Kann sein, dass er oder sie kein gutes zu Hause hat, und es das an ihren Mitschülern ausslassen, aber das entschuldigt rein gar nichts! Aber wehe das Mobbingopfer wehrt sich!
Meine sehr ehrliche und sehr polemische Stammtischniveau-Einschätzung: Problem Nummer 1 ist das die meisten Leute, die Lehramt studieren, es tun weil sie Schule sehr positiv erlebt haben, meiner Einschätzung nach. Die meisten meiner Kommilitonen haben kein Mobbing erlebt und waren auch keine "Problemschüler". Mir ist immer wieder aufgefallen wie naiv viele meiner Mitstudenten waren in Bezug auf solche Probleme oder Umgang mit solchen Problemen.
Problem Nummer 2 aus meiner Sicht ist, dass die meisten Lehrer keine Ahnung haben, wie sie mobben stoppen können. Sie wissen, dass ihre Methoden nicht funktionieren. Darum bringt man lieber einen "No Blame Approach" und erhebt die eigene Machtlosigkeit zur Pädagogik als tatsächliche Maßnahmen zum Opferschutz durchzusetzen, auch wenn dann eventuell die Täter echte reale Strafen erleben oder eine neue Schule finden müssen.
Ich erinnere mich z.B. an eine Diskussion wo über 30 Leute anwesend waren und wir unsere Praxissemester reflektiert haben. Eine Kommilitonin sprach ganz schockiert darüber, dass sie erlebt hat das bei einem Gespräch über Homosexualität im Politikunterricht von den Jungs in der Klasse sehr viele homophobe Sprüche kamen, vor allem gegen einen Schüler, der offenbar schwul ist oder von dem das zumindest behauptet wird. Spoon found in kitchen, no surprise, würde jeder normale Mensch sagen, der Teenager kennt.
Es gab nun eine große Diskussion - wobei Diskussion heißt, dass alle sich einig waren "wir müssen den Schülern klarmachen, dass ihr Mitschüler ja wirklich schwul sein könnte und das statistisch viele ihrer Mitschüler schwul sind und dann werden sie einsehen, dass ihre Worte verletzend sind, denn sie wollen ja nicht ihre Freunde beleidigen!" (ich übertreibe übrigens nicht. Das war echt die Argumetnation).
Und solche Diskussionen gab es häufiger - und ich stand fast immer alleine da, wenn ich gesagt habe, dass für mich die erste Priorität der OPFERSCHUTZ ist - noch bevor ich mich um die Täter kümmere.
Was ich auch immer noch abgefucked finde: Wenn man jemandem erzählen würde, dass einem das in einer Partnerschaft oder der Familie passiert ist, würden fast alle zustimmen, dass das Gewalt ist und man aus der Situation raus soll. Aber in der Schule wird von einem erwartet, trotzdem hinzugehen, weil Schulpflicht. Und die Schule wechseln geht nur, wenn es auch eine andere Schule gibt - was außerhalb von Großstädten nicht immer der Fall ist.
Wir müssen endlich aufhören, Mobbing zu normalisieren, sondern es als das bezeichnen, was es ist: Gewalt/Misshandlung.
My dear lgbt+ kids,
If you listened to transphobes, you might assume that the whole concept of “separate toilets for women” was designed with women’s safety in mind - and it was, but not in the way you might think.
Gender-segregated bathrooms emerged in the late nineteenth century and early twentieth century (so around the time women were entering the workforce in greater numbers in the US and Europe). But the idea behind that wasn’t rooted in empowerment or feminism:
Women were seen as fragile and weak. Public spaces (and especially higher education or the workforce) were considered unsuitable for women. So, it was believed women needed separate “restrooms”, assuming they might faint due to their naturally "delicate" health.
Separate bathrooms limited women’s access to education, work, and public life. This may seem counterintuitive at first glance, so let me explain: women’s restrooms were often located inconveniently… subtly discouraging women from staying in public spaces for extended periods. This was not about women’s safety, but about men wanting control over women.
In Victorian ideals, women were supposed to be modest and “pure”, and this meant that they had to occupy distinctly different spaces than men . Separate bathrooms were a way of reinforcing their “proper” roles in society, emphasizing that their “real” place is in the home rather than in public or professional spaces.
The argument that we need “women only” bathrooms to protect women is not rooted in history or evidence. They were born out of sexism, not safety.
With all my love,
Your Tumblr Dad
Thank you!!
You picked me up and helped me through my darkest time just to push me away and make me feel so unwanted today.
Car0linanne
Revisiting my old posts. Oh, dear little one we will be alright. I promise
Or not...
Day 10
Jesus, I’m grateful for the grandma that walks around the neighborhood in her turquoise bathrobe. I aspire to be her.
Ich hab heute keine besseren Worte, ich find's einfach zum Kotzen, wie die Opposition den Anschlag in Solingen benutzt, um random die Abschiebung aller Syrer*innen in ihr ach so sicheres Heimatland zu fordern.
Don't you just hate it that the recovery of mental scars isn't linear. Because I sure as hell do. Tell me why I woke up in a lot of pysical pain this morning because my brain wanted to process a six year old trauma while I was asleep. Maybe, I am starting to be ready to move on for real this time. Let me forget about him. Or make it hurt less when I eventually do have to think about him. Just let me move on.
I know this might get me a bit of hate but I really do not think Tommy Kinard is particularly cool. It is just not the first thing that comes to my mind while thinking off him. More icy and maybe a bit arrogant. But, that might just be me.
In general I do not understand how people are willing to get into fan wars over him. He isn't bad. Don't get me wrong. I do not think of him as a bad character. But, I still do not get why people would want to defend him like their lives depended on it.
I feel like you guys shouldn’t be involving Bobby&Buck in your father’s day posts… Bobby is more like Bucks fun uncle.
Does Bobby have a shared custody schedule? Does Bobby constantly reassess Bucks care plan?
Does Bobby pay Phil & Marge child support? Didn’t think so 🙄✋🏻
This made me chuckle so hard
No, literally a Hai.
Na, wie geht's uns vorm Finale. XD
she calls me pdf cause she's saving me to hopefully read for later