“Wir pfeifen auf die Fahnen – aber wir lieben dieses Land.”
– aus Deutschland, Deutschland über alles (1929) von Kurt Tucholsky
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“Wir pfeifen auf die Fahnen – aber wir lieben dieses Land.”
– aus Deutschland, Deutschland über alles (1929) von Kurt Tucholsky
“Deutschland ist ein gespaltenes Land. Ein Teil von ihm sind wir.”
– aus Deutschland, Deutschland über alles (1929) von Kurt Tucholsky
“Wie steht's, Jacob Kohl? Wo sind meine Dunkelknaben geblieben? Meine schwarzen Fähnlein, die ich mir gemustert zu Brettheim und Ohrenbach, eh sich das große Spiel anfing? Die ich mir hab im Kriegshandwerk geschulet, geschickt gemacht zu Schlagen und Treffen trutz allen Schweizern? Sind sie keck, willig und fröhlich wie sunst? Kann man mit ihnen einem großtätigen Leutfresser und blutwütigen Markgrafen, einem Truchsessen und Teufel genüber treten?”
– aus Florian Geyer (1896) von Gerhart Hauptmann
“Itzt trat der Florian Geyer zu seinen Schwarzen und schrie sie an: »In einer halben Stunde sind wir tot, Brüder, oder die schwarze Fahne steckt uf'm Schloßturm.« Was sag ich, Brüder, es sind nit meh dann viertausend Kerls; aber wenn sie die Erde über den Kopf geworfen haben und her! her! schreien, so wollt ich dem Teufel lieber begegnen. So risch dir drei Rosen am Paternoster durch deine Finger mögen gleiten, alsobald brachen sie in die Weinberge, stäubten den Berg hinauf, hingen an der Mauer und sprangen darüber wie Katzen, wurfen alles nieder und ließen die Bauernfahne von allen Türmen wehn.”
– aus Florian Geyer (1896) von Gerhart Hauptmann
Hermann Hesse crawling after his cat
Finally, after years of thinking about it I had a moment (because I was sick and not quite up to doing any actual work) to draw something for Otfried Preußler's Krabat 🦴 From left to right - Tonda, Jura, Hanzo, Lyško, Stašek, Petr, Merten, Michal, Kubo, Andruš, and Kito (I only know the Czech names, sorry!)
Have you read Buddenbrooks by Thomas Mann (orig. Buddenbrooks: Verfall einer Familie, 1901)?
yes
no
I didn't finish it
I've never heard of it
“Die verlogene Phrase vom »Volk der Denker und Dichter« hat mich immer geärgert oder vielmehr belustigt, das will ich zugeben. Es gibt kein Volk der Denker und Dichter. Ich sage aber andrerseits auch: Es gibt kein Volk der Verbrecher und Mörder. Die Deutschen sind nicht das Volk Goethes. Sie sind aber ebensowenig das Volk Hitlers.”
– aus Die Novemberwolke (1996) von Ludwig Winder, aus dem Nachlass herausgegeben
“Nehmen Sie sich einen Gesinnungsgenossen, der mehr Verstand als Gefühl hat, und streichen Sie unbarmherzig. Es ist zu lang. Es sind Passagen, da läuft die Sache leer, es klappert – man liest, man liest – aber es ist nichts. Streichen Sie auch da (oder lassen Sie streichen), wo Ihnen das Herz blutet. Wat jestrichn is, kann nich durchfalln. Es ist zu lang. Streichen Sie das Wort «song». Das hat der hochbegabte Hochstapler Brecht in die Literatur eingeführt – es ist schon bei ihm Schwindel. Sie haben das nicht nötig.”
– aus einem Brief von Kurt Tucholsky an Gustav Regler, 11.10.1930
Wat jestrichn is, kann nich durchfalln
Eine der Lieblingsmaximen von Kurt Tucholsky, die er noch auf einer der letzten Seite seines [...] Sudelbuchs wiederholt hat; ein Zitat von Otto Brahm. Es war die Arbeitsmethode Tucholskys, der sich zeitlebens darüber aufregte, daß man seine Arbeiten für »aus dem Ärmel geschüttelt« hielt, während er in Wahrheit lange und sorgfältig am kleinsten Chanson feilte. So schreibt er in einem Brief an Arnold Zweig auf dessen Auskunft, er habe den »Grischa«-Roman in wenigen Wochen diktiert: »Wie man so etwas diktieren kann; wie man das in noch nicht zwei Monaten rein äußerlich bewältigt, das ist mir auch dann ein Rätsel, wenn ich nicht wüßte, wie sorgfältig Sie wahrscheinlich die Fahnen beackert haben. Davor stehe ich wie vor einem Mirakel. Es kommt also nun heraus, daß ich der Bößler bin; den Grischa-Artikel habe ich mit Gott dreimal umgeschrieben, und was ich mit meinen kleinen Spaßgedichten mache, das schäme ich mich, Ihnen zu schreiben.«
– Anmerkung aus Ich kann nicht schreiben, ohne zu lügen. Briefe 1913 bis 1935 von Kurt Tucholsky.
Krabat, by Otfried Preußler Illustrations by Lev Tokmakov, Moscow, 1985.
Part 1 Part 2
“Und da hat nu schließlich der Mensch seine Muttersprache, und wenn er nischt hat, denn hat er die immer noch. Det glaubense jar nich, wie scheen Deutschland is, wenn man weit wech is und immer nur dran denkt.”
– aus Der Hauptmann von Köpenick (1931) von Carl Zuckmayer
“Muß n schönes Gefühl sein, wenn man auf einmal mit Herr Leutnant angeredet wird, das schmeichelt den Gehörknöchelchen. Wissen Sie, ich sage immer: vom Gefreiten aufwärts beginnt der Darwinismus. Aber der Mensch, der Mensch fängt erst beim Leutnant an, is nich so, is nich so?”
– aus Der Hauptmann von Köpenick (1931) von Carl Zuckmayer
„Aus Scherz hat dieses Buch den Titel »Deutschland über alles« bekommen, jenen törichten Vers eines großmäuligen Gedichts. Nein, Deutschland steht nicht über allem und ist nicht über allem – niemals. Aber mit allen soll es sein, unser Land. Und hier stehe das Bekenntnis, in das dieses Buch münden soll: Ja, wir lieben dieses Land.“
– aus Deutschland, Deutschland über alles (1929) von Kurt Tucholsky
what the fuck did Hesse go thru during the great war for his books to take a very intense turn towards the homoerotic since 1919
“Wie glücklich ist doch ein Volk zu schätzen, das solche Helden sein eigen nennt!”
– Kurt Tucholsky über Jaroslav Hašeks Die Abenteuer des guten Soldaten Švejk im Weltkrieg, Die Weltbühne am 21.12.1926
Character portraits for Schiller's Maria Stuart (1800), drawn by Arthur von Ramberg, 1859.
Elisabeth, Maria, Leicester, Mortimer