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@diesechzehnjaehrige
Über Flüchtlinge und Wortsalat
(2)
Es ist das Wort der Stunde, jedem liegt es im Munde. Ich hatte mich bewusst dagegen entschieden einen Artikel mit der Überschrift „Flüchtlinge“ zu schreiben. Ich habe versucht meine Meinung hierzu in Metaphern und verwandten Themen zu verdeutlichen, doch es scheint unausweichlich.
Nun da ich die Tatsachen beim Namen nenne, lasst uns über Worte sprechen.
*Illegale Einwanderer*
Liebe Politiker*Innen, Liebe Nachrichtensprecher*Innen, wenn Sie schon immer ach so politisch korrekt sprechen müssen, seien Sie doch so gut und sagen Sie in Zukunft „illegal Eingewanderte“ statt „illegale Einwanderer“. Menschen an sich können nicht illegal sein, nur ihre Handlungen können gegen Gesetze verstoßen. Dieser feine Unterschied ist sehr wichtig, da Veränderung bei Sprache beginnt.
*Von besorgten Bürgern*
Jene die Flüchtlingsheime anzünden, sind keine „besorgte Bürger“. Sie sind keine Opfer mehr, sondern Täter, mit ihrer Gewalt verwirken sie ihr Recht auf Mitleid. Sie werden zu eben diesen Terroristen, vor denen sie vermeintlich Angst hatten, die sie nicht im Land haben wollten. Warum Menschen in Ausländer und Deutsche einteilen, wenn die einzige Einteilung, der es bedarf, kriminell und nicht-kriminelle ist?
Obwohl ich Ängste durchaus verstehen kann. Es wird. Nicht. Einfach.
Hier die vermutlich häufigsten Gründe für Ängste: 1) „Flüchtlinge“ kommen meist aus einem anderen Kulturkreis als wir, in dem andere Werte gelten. Vielleicht sind einige ihrer Werte nicht mit den unseren vereinbar. Vielleicht werden Konflikte zustande kommen, wie bei etwa anderen Auffassungen von Menschenrechten, der Gleichberechtigung der Frau oder Laizismus. 2) „Flüchtlinge“ haben vielleicht traumatisierende Erfahrungen gemacht und sind möglicherweise nicht berechenbar. Vielleicht haben sie so schlimmes erlebt, dass sie nur noch das Gesetz des Überlebens kennen. Vielleicht handeln sie rücksichtslos, gar kriminell, wenn sie sich gefährdet fühlen oder aussichtlos sind, weil sie es nicht schaffen sich in die Gesellschaft zu integrieren. 3) „Flüchtlinge“ können potentiell Konkurrenz um soziale Hilfen und Wohnungen für „Einheimische“ bedeuten.
Vielleicht heißt es nicht umsonst „Flüchtlingsproblematik“. Doch jedes Problem hat eine Lösung.
Mauern und Zäune errichten ist keine Lösung. Gewalt ist keine Lösung. Vorurteile und rassistische Handlungen sind keine Lösung. Hass ist keine Lösung.
In dieser Welt herrscht Leid. Menschen fliehen vor Leid. Und sie werden fliehen so lange es Leid gibt.
„Flüchtlinge“ fliehen nicht freiwillig und sicher nicht weil es ihnen Spaß bereitet. Sie fliehen aus einer Notwendigkeit. Es ist nicht ihre Schuld, dass die Länder Europas jahrelang nicht genügend Vorkehrungen getroffen haben. Diese „Krise“ war vorhersehbar. Sie existiert nicht seit gestern, wie es einigen vorkommen mag. Es ist nicht ihre Schuld, dass jahrelang nicht genügend neue soziale Unterkünfte gebaut wurden. Wobei ich mir sicher bin, dass es auch hier eine Lösung gibt. Abseits von Ballungszentren steht teilweise jede zehnte Wohnung leer. Es ist nicht ihre Schuld, dass Krieg bei ihnen zuhause herrscht.
Was bleibt uns anderes übrig als Anstrengung? Als Mühe? Als unser Bestes zu geben? Sicher. Es wird nicht einfach. Vielleicht werden Sie ein wenig von ihrer Gemütlichkeit aufgeben müssen. Doch was ist das für ein Leben, das man Chips essend vor dem Fernseher verbringt?
Angst wird verwendet um Menschen zu kontrollieren. Angst ist die Abwesenheit von rationalem Denken. Haben Sie keine Angst: Haben Sie Optimismus, Güte, Freundlichkeit und Geduld. Denn das ist die einzige Möglichkeit, die ich für uns, als einfache Bürger sehe, um diese Krise zu bewältigen.
Es gibt so viel Schlechtes in dieser Welt. Seien Sie einer von den Guten.
Menschen können nicht illegal sein, nur Handlungen können das.
Die Sechzehnjährige
Es gibt so viel Schlechtes in dieser Welt. Seien Sie einer von den Guten.
Die Sechzehnjaehrige
Vielleicht heißt es nicht umsonst „Flüchtlingsproblematik“. Doch jedes Problem hat eine Lösung. Mauern und Zäune errichten ist keine Lösung. Gewalt ist keine Lösung. Vorurteile und rassistische Handlungen sind keine Lösung. Hass ist keine Lösung. In dieser Welt herrscht Leid. Menschen fliehen vor Leid. Und sie werden fliehen so lange es Leid gibt.
Die Sechzehnjaehrige
Es wird. Nicht. Einfach.
Die Sechzehnjaehrige
Warum Menschen in Ausländer und Deutsche einteilen, wenn die einzige Einteilung, der es bedarf, kriminell und nicht-kriminelle ist?
Die Sechzehnjaehrige
Jene die Flüchtlingsheime anzünden, sind keine „besorgte Bürger“. Sie sind keine Opfer mehr, sondern Täter, mit ihrer Gewalt verwirken sie ihr Recht auf Mitleid. Sie werden zu eben diesen Terroristen, vor denen sie vermeintlich Angst hatten, die sie nicht im Land haben wollten.
Die Sechzehnjaehrige
Ich rufe Sie dazu auf Ihren Sessel zu verlassen und nachsehen zu gehen worüber Sie überhaupt sprechen.
Die Sechzehnjaehrige (weltansichteneinersechzenhnjaehrigen.wordpress.com)
Eines der ersten Worte, das alle dort kennen ist „Danke“
Die Sechzehnjaehrige (weltansichteneinersechzenhnjaehrigen.wordpress.com)
Wir sind auf der richtigen Hälfte der Erdkugel geboren, ich weiß nicht aus welchen glücklichen Zufällen. Und von unserem Wohnzimmersessel aus mit einem Deckchen auf dem Schoß und Kamillentee in den Händen sehen wir durch unseren Fernseher auf die andere Hälfte der Erdkugel.
Die Sechzehnjaehrige (weltansichteneinersechzenhnjaehrigen.wordpress.com)
Über Flüchtlinge und Wortsalat
(1)
Es ist das Wort der Stunde, jedem liegt es im Munde. Ich hatte mich bewusst dagegen entschieden einen Artikel mit der Überschrift „Flüchtlinge“ zu schreiben. Ich habe versucht meine Meinung hierzu in Metaphern und verwandten Themen zu verdeutlichen, doch es scheint unausweichlich.
Nun da ich die Tatsachen beim Namen nenne, lasst uns über Worte sprechen.
Flüchtling, der Substantiv, maskulin
Person, die aus politischen, religiösen, wirtschaftlichen oder ethnischen Gründen ihre Heimat eilig verlassen hat oder verlassen musste und dabei ihren Besitz zurückgelassen hat.
Synonyme: Asylbewerber/in, Heimatvertriebene/-r (Quelle: Duden)
Wer sind sie, diese „Flüchtlinge“, über die alle sprechen? Nun zunächst sind sie keinesfalls eine homogene Gruppe. Ganz im Gegenteil, sie haben nicht dasselbe Herkunftsland oder denselben Kulturkreis, sprechen nicht dieselbe Sprache, flohen nicht dieselben Verhältnisse und haben auch nicht dieselbe Religion. Einzig gemeinsam haben sie die Flucht an sich. Sie alle haben alles was bekannt und vertraut ist gewiss nicht ohne Grund hinter sich gelassen, in der Hoffnung in der Fremde ein besseres Leben führen zu können. Sie alle haben eine lange Reise hinter sich, sei es zu Fuß, in Bussen, Autos, LKWs, Zügen oder Booten.
Tatsache ist, viele reden und reden, jeder hat eine Meinung zu diesem Thema, doch die wenigsten wissen. Wir Deutschen wissen nicht, was es bedeutet zu flüchten. Wir kennen weder die Sorge um Nahrung oder Unterkunft, noch die um Sicherheit oder Freiheit. Das alles ist selbstverständlich und allgegenwärtig für uns. Wir sind auf der richtigen Hälfte der Erdkugel geboren, ich weiß nicht aus welchen glücklichen Zufällen. Und von unserem Wohnzimmersessel aus mit einem Deckchen auf dem Schoß und Kamillentee in den Händen sehen wir durch unseren Fernseher auf die andere Hälfte der Erdkugel. Dann erzählen wir unserem sozialen Umfeld, was wir von all dem halten und versuchen es von unserer Meinung zu überzeugen. Das ärgert mich. Ich rufe Sie dazu auf Ihren Sessel zu verlassen und nachsehen zu gehen worüber Sie überhaupt sprechen. Gehen Sie in eine Flüchtlingsunterkunft und sprechen Sie mit den Leuten dort. Lassen Sie sich von ihnen erzählen wie es ihnen geht. Sie werden sehen dort sind nicht nur potentielle Vergewaltiger und Kleinkriminelle. Denn „die Flüchtlinge“, sind auch Kinder. Zwölfjährige Mädchen, die Ihnen stolz erzählen werden welche Länder sie zu Fuß durchquert habe und welche Meere mit einem Schlauchboot und die eifrig Deutsch lernen wollen um zu beweisen, dass sie ein besseres Leben verdient haben. Und Sie werden sehen wie betont freundlich alle sein werden, um sich eben zu distanzieren von Vorfällen mit „Flüchtlingen“, mit denen sie nichts zu tun hatten, alles was sie wollen ist Ruhe und Normalität. Sie werden sehen, dass eines der ersten Worte, das alle dort kennen „Danke“ ist. Gehen Sie unter „Flüchtlinge“ und wenn Sie zurückkommen dann bin ich gewillt mit Ihnen über diese zu sprechen.
Wirtschaftsflüchtling
Das Völkerrecht zieht eine klare Trennlinie zwischen Menschen, die aufgrund äußerer Einflüsse zur Flucht gezwungen sind (Flüchtlinge), und Menschen, die aus eigenem Antrieb auf der Suche nach besseren Lebensperspektiven ihr Land verlassen (Migranten).
Laut Artikel 1A der Genfer Flüchtlingskonvention ist ein Flüchtling eine Person, die “aus der begründeten Furcht vor Verfolgung wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen Überzeugung sich außerhalb seines Landes befindet. (Quelle: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung)
So werden „wirtschaftliche Gründe“ als nicht ausreichend für eine Flucht gesehen. Was hierbei gerne ignoriert wird ist, dass Hunger ebenso zum Tod führen kann, und dass wir für diesen nicht ganz unverantwortlich sind. Der Weltklimarat schätzt, dass bis 2050 mindestens 200 Millionen Menschen ihre Lebensgrundlage aufgrund des Klimawandels verlieren werden. Denn ein Ansteigen von 2° C hier mag unbedeutsam sein, doch in trockenen Gebieten kann er entscheidend für den Anbau und die Wasserversorgung sein. Und wir als Industrieland tragen erheblich zum Klimawandel zu und machen uns zudem verantwortlich durch vernichtende Handelsabkommen, Landraub, Biopiraterie und die Überfischung der Weltmeere, ebenso wie wir uns in Kriegsregionen mitschuldig machen wenn wir ständig Waffen liefern.
Schaut doch auch auf meiner Wordpressseite vorbei:) https://weltansichteneinersechzenhnjaehrigen.wordpress.com/2016/01/21/von-perfektion/
Warum wollen alle immer den einfachsten Weg gehen? Es sind doch nicht die gepflasterten Gehsteige, die sehenswert sind, sondern die sich schlängelnden Dornenwege in verborgenen Schluchten.
Die Sechzehnjaehrige (Weltansichten einer Sechzehnjaehrigen)
Erst Anstrengung macht alles wertvoll.
Die Sechzehnjaehrige (Weltansichten einer Sechzehnjaehrigen)
Wir alle brauchen doch einen Sinn für unser Leben, eine Aufgabe, die uns beschäftigt, einen Kampf, den wir kämpfen können. Warum also nicht bei uns selbst anfangen und uns jeden Tag ein Stück weit optimieren? Und zwar nicht weil wir nicht gut genug sind, sondern weil wir besser sein könnten.
Die Sechzehnjaehrige (Weltansichten einer Sechzehnjaehrigen)
Vielleicht ist der Weg das Ziel und was das Leben lebenswert macht ist nicht Perfektion zu erreichen, sondern unentwegt nach Perfektion zu streben ohne sie je erreichen zu können.
Die Sechzehnjaehrige (Weltansichten einer Sechzehnjaehrigen)