Sunzi lebte vor 2.500 Jahren in China. Er war General und schrieb: „The Art of War – Die Kunst des Krieges“. Das ist das älteste (Grundlagen-)Werk für militärische Strategie und Taktik. In diesem Beitrag aus der Serie Geschichte der Strategie werden „Marsch & Kampf“ behandelt.
„Um mit Feuer anzugreifen, müssen wir entsprechend ausgerüstet sein. Das Material zum Entzünden eines Feuers sollte immer bereit stehen.“ (Sunzi: Die Kunst des Krieges, Kap. 12 – Angriff mit Feuer)
Weitere Beiträge zu Sunzi auf einen Blick.
Sunzi – Chinesischer General und (Kriegs-)Philosoph
Geschichte der Strategie (1) – Sunzi: Die Kunst des Krieges – Täuschung & Spione
Geschichte der Strategie (2) – Sunzi: Die Kunst des Krieges – Ziel des Krieges
Geschichte der Strategie (3) – Sunzi: Die Kunst des Krieges – Direkte & Indirekte Manöver
Geschichte der Strategie (4) – Sunzi: Die Kunst des Krieges – Marsch & Kampf
Sunzi – Die Kunst des Krieges – Marsch
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Sunzi betont immer wieder das weitsichtige Handeln. Eine Armee soll auf dem Marsch bestimmte landschaftliche Begebenheiten suchen. Andere sollen gemieden werden.
Flüsse sind gefährlich. Diese sollen laut Sunzi sofort nach der Überquerung verlassen werden. Hier kommt sogar einer der wenigen taktischen Empfehlungen von Sunzi. Er empfiehlt den Einsatz von Brandern. Eine Armee, die einen Fluss überquert, soll so attackiert werden.
Sümpfe sind gefährlich. Sie schränken ebenfalls die Möglichkeiten der Bewegung ein. Die Tiere finden kein Futter. Die Soldaten können versinken.
Schlecht einsehbares, bewaldetes Gelände ist auch von Nachteil. Solches muss durchsucht werden.
Trockenes, leicht ansteigendes Gelände ist nach Sunzi ideal. Berge im Rücken und an der Flanke bieten weiteren Schutz. (So wie bspw. die Defensiv-Stellung der Römer an der Trebia 218 v. Chr.)
Die Kunst des Krieges besteht nach Sunzi auch darin, sechs Arten von Terrain zu unterscheiden. Ohne Vorkenntnis des Geländes ist eine kluge Marschrichtung nicht möglich.
Zugängliches Gelände kann von min. zwei aus betreten werden. Hier musst Du erhöhte Positionen besetzen. Achte auf deine Nachschublinien! Sie dürfen nicht unterbrochen werden.
Behinderndes Gelände kann leicht verlassen, aber nur schwer erobert werden. Nutze dies zu deinem Vorteil.
Ausgleichendes Gelände bietet keiner Partei einen Vorteil, wenn sie den ersten Schritt macht. Deswegen bringe deinen Gegner dazu, den ersten Schritt zu machen.
Enge Pässe müssen vor dem Feind besetzt werden. Stationiere eine starke Garnison. Verfolge den Feind nicht, wenn er einen engen Pass stark besetzt hat.
Steile Anhöhen sollen vor dem Feind besetzt werden. Warte dort oben, wenn der Gegner zu dir klettern muss.
Positionen weit weg vom Feind bieten keiner Seite die Chance zum Angriff.
Wenn ein General Fehler macht, kommt es zu Problemen. Nach Sunzi verändern sich die Offizieren und Soldaten. Es kommt zu Fehlverhalten.
Flucht
Insubordination
Zusammenbruch
Ruin
Desorganisation
Niederlage
Sunzi – Die Kunst des Krieges – Kampf
Der Kampf sollte nur beim Überlegenheit gesucht werden. Darüber hinaus gibt es nach Sunzi in die Kunst des Krieges eine Reihe von Einflüssen. Vor allem die Kampfmoral von Offizieren und Soldaten kann sich ändern. Dies ist für Sunzi entscheidend. „Du wirst keinen Erfolg haben, wenn deine Männer nicht standhaft und im Willen geeint sind!“ (Sunzi: Die Kunst des Krieges, Kap. 11 – Die Neun Situationen)
In der Nähe zur Heimat, neigen Soldaten zur (Fahnen-)Flucht. Je weiter man in Feindesland steht, desto höher die Solidarität der Männer.
Wenn keine Chance zur Flucht besteht, kämpfen Soldaten laut Sunzi bis zum Tod.
Verbiete das Befragen von Orakel.
Sorge stets für genug Nachschub.
Im Kampf sollst du erst schüchtern wie ein Mädchen sein. Dein Feind wird den ersten Zug machen.
Sunzi geht speziell auf den Einsatz von Feuer im Kampf ein. „Es gibt fünf Möglichkeiten, mit Feuer anzugreifen.“ (Sunzi: Die Kunst des Krieges, Kap. 12 – Angriff mit Feuer)
Das feindliche Lagern anzünden.
Die feindlichen Vorräte anzünden.
Den feindlichen Gepäckzug anzünden.
Feindliche Arsenale und Magazine anzünden.
Feuer in die Reihen feindlicher Soldaten werfen.
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