Having a big heart will always be the worst part and best part about me.

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Sweet Seals For You, Always

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I'd rather be in outer space đž
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@jourvie
Having a big heart will always be the worst part and best part about me.
When thinking about life, remember this: no amount of guilt can change the past, and no amount of anxiety can change the future.
This is so important. Â (via gvwop)
Be who you are and say what you feel, because those who mind donât matter, and those who matter donât mind.
Bernard M. Baruch (via metaphorical-illusion)
An Silvester feiert die ganze Welt, dass sich das datum Àndert. Ich hoff, irgendwann feiern wir das Datum an dem sich die Welt geÀndert hat.
Der Trick ist ewig mit sich selbst leben zu können.
Pirates of the Caribbean (via egalisiert)
So Frauen aufgepasst! Sarah erklĂ€rt euch heute mal wie das mit der Periode und den Essstörungen ist đâ Link im Bio! . . . . . #jourvie #anorexia #anorexie #magersucht #essstörung #bingeeating #binge #periode #tage #blog #berlin #berlinblogger #deutscheblogger #rot (hier: Berlin, Germany)
Wir suchen ein neues Teammitglied! Die Stellenausschreibung findet ihr auch unter www.jourvie.com
Herbst
verfasst von Very
Heute...
BlÀtter, die fallen. Ein Sturm an Melancholie. Heute, im Herbst.
Zeit dreht sich unbarmherzig rĂŒckwĂ€rts, fĂŒr mich. Manchmal, wenn es dunkel wird, im Herbst.
Damals...
StÀndiger Gedankenkreisel. Damals, meine Essstörung. Damals, im Herbst.
Schichten voll WĂ€rme, und darunter ich â kalt. Damals, immer mal wieder, im Herbst.
Angst vor weiten Winden, SonnentrĂ€ume voller Freude, der Tag - vorbei. Ăfter, damals, im Herbst.
BlÀtter fallen, mit ihnen TrÀnen. Damals, im Herbst.
Heute...
BlĂ€tterdĂ€cher schĂŒtzend â ĂŒber mir. Heute, im Herbst.
Trocknende TrÀnen an wÀrmenden Decken. Immer wieder, abends, im Herbst.
Regen belebt â mich â mein Leben. Manchmal, im Herbst.
Herbst als Zeit. Die Zeit zurĂŒckzulassen. Schaden zerschmetternd. Ăngste fallen, vergilbt, von mir ab. HĂ€ufig, im Herbst.
Lachen und Trost, Liebe und Hoffnung - bei mir. Heute, immer, im Herbst.
GenieĂen
von Very
Was wir nicht wollen ist GenieĂen. Wir wollen nicht das Essen genieĂen, wir wollen nicht positive Emotionen genieĂen. Aus Angst, dass uns jemand etwas davon nehmen kann. Doch es sind nicht andere, die uns etwas von unserem Leben wegnehmen, das sind wir selbst. Durch das Hungern schaffen wir uns Kontrolle, doch dabei bauen wir uns kalte, dunkle Mauern. Wir denken wir seien geschĂŒtzt dadurch, aber in Wirklichkeit sind wir nicht drinnen, nein, wir stehen drauĂen. Wir sind auĂerhalb dessen, was Leben und Freude und Genuss bedeuten.
Ich hatte immer groĂe Angst davor, Essen genieĂen zu können. Ich dachte, ich könnte nie wieder aufhören zu essen, wenn es mir SpaĂ macht, so wie es bei anderen ist. Ich habe mir sechs lange Jahre das Essen verboten und ich muss machtlos dabei zusehen, wie die Jahrestage, an denen ich an meinen ersten Hungertag denke, an mir vorbeiziehen. Mit jedem Jahr wird es mehr zu einem Vorbeirauschen. Ich merke, dass ich kein Teenager mehr bin, dass ich eigentlich erwachsen bin. Doch das habe ich lange verleugnet. Wenn man mal so wie ich ein Viertel seines Lebens ohne Genuss und mit einer Essstörung gelebt hat, dann zieht man irgendwann Bilanz, dann fragt man sich, was die Essstörung an Positivem mit sich gebracht hat. Und wenn ich eine Pro- und Kontraliste anfertige und ehrlich zu mir selbst bin, dann muss ich feststellen, wie wenig sie mir gegeben, und wieviel sie mir gestohlen hat.Â
Eine Therapie?
von Christin
Eine Therapie? Das konnte ich mir bis vor einem Jahr nicht vorstellen. Doch ich fing die Therapie an. Erst ambulant, dann stationĂ€r, fast 16 Wochen war ich in einer Kinder- und Jugendpsychatrie. Es war eine schwere Zeit, die aus vielen TrĂ€nen und GesprĂ€chen bestand, aber im Endeffekt war es eine gute Zeit. Dort habe ich viele gefunden die mich verstehen, mit denen ich offen reden konnte und ich habe viel ĂŒber mich gelernt. Nach meiner Entlassung bekam ich eine neue ambulante Therapeutin. Die ist echt super!Â
Meine Bulimie? Die habe ich auch nach einem Jahr Therapie noch, aber es wird besser. HĂ€ufig habe ich noch Angst vor meinem Leben ohne Essstörung, denn auch wenn sie viel kaputt gemacht hat, hat sie mich lange Zeit begleitet. Aber ich kĂ€mpfe gegen die Angst, die meiner Essstörung erlaubt noch in meinem Leben zu bleiben.Â
Versuchung
von Very
An manchen Tagen ist es schwer, mutig zu sein. An manchen Tagen ist es schwer, stark zu sein. An manchen Tagen ist es noch schwerer, einfach so zu essen... Ich versuche jeden Tag, noch ein bisschen weiter zu gehen, Essen zu genieĂen. Die Zeit vergeht, und irgendwann soll es zur Gewohnheit werden, ganz ohne dass man darĂŒber nachzudenken hat. Man fĂŒhlt sich sicher und geborgen, fast so, als ob die Krankheit nur eine Idee war, nur eine Geschichte aus einem fernen Reich, die einem nie widerfahren ist. Dann gibt es Leute um einen rum, die einen stĂŒtzen, die einem Mut machen, die einem den Weg ein bisschen ebnen, damit man nicht mehr so schnell fĂ€llt. Und das ist gut so, das ist ein Geschenk, das ist wichtig!
Doch ebenso gibt es die dunklen Wolken, die auch mich noch verfolgen. Sie verwandeln sich plötzlich in meiner heilen Welt in Leute, die mir nahestehen und denken, sie mĂŒssten abnehmen, sie mĂŒssten eine DiĂ€t machen, sie mĂŒssten anders, schlanker aussehen. Und ich möchte ihnen so gerne sagen, was fĂŒr eine doofe Idee das ist, wie wahnwitzig und zerstörerisch das sein kann. Einfach mal ein bisschen abnehmen, einfach mal aus Genuss und Freude Hass und Abneigung machen. Einfach mal mein Fundament aus "Essen ist wichtig, Essen ist notwendig, Essen ist Hilfe, kein Feind" zum Bröckeln bringen. Dann werde ich unsicher, dann hadere ich mit mir selbst, dann verteufele ich, dass ich ĂŒberhaupt essen muss.
Mich wĂŒrde wahnsinnig interessieren, ob es auch eine App fĂŒr Apple iPhone geben wird...
Hallo Anonym - die App fĂŒr iOS GerĂ€te ist im Moment in der Entwicklung und wird im Sommer veröffentlicht. Wenn du darĂŒber weiterhin Infos bekommen möchtest, kannst du uns gerne auf Facebook folgen oder im iOS-Newsletter eintragen (da bist du garantiert die/der Erste, der davon erfĂ€hrt): unter www.jourvie.com findest du unseren Newsletter!
Schöne Pfingsten,
Verena von Jourvie
Hoffnung
Rauschende Wolken, ein Meer aus Verdruss, verzage nicht, Kleines, vergiss dieses Muss.
Wachsende Flammen, sich zĂŒngelnd im Lauf, verzage nicht, Liebes, Schmerz hört wieder auf.
Wehende Wellen, ein Zittern der BĂ€ume, verzage nicht, SĂŒĂes, was bleibt sind die TrĂ€ume.
Es schwebt, was die Wurzeln im Boden verankert, und zischt, was im Meer sich verliert. Doch gleichsam wie Dinge sich kreuzen, lacht Gegenwart ĂŒber Vergangnes ganz ungeniert.
Denn Lachen verwandelt die TrĂ€nen, und TrĂ€nen sind manchmal ein Gut, drum lache und weine, erzĂŒrne, dann schöpfst du schon bald neuen Mut.
Very
Hallo ihr Lieben, hinterlasst uns einen Kommentar oder schreibt gleich eine Mail, wenn ihr Ideen habt! Nur Mut!Â
Was heiĂt es, betroffen von Essstörungen zu sein?
von Mademoiselle M.
Bin ich es noch oder nicht mehr? Bin ich es gar nicht mehr oder noch ein wenig? Nie wieder oder noch ab und zu?
Dass die Zahlen so stark schwanken, ist kein Zufall. Das heiĂt nicht, dass die Anzahl an Betroffenen sich stĂ€ndig drastisch verĂ€ndert oder dass die Hersteller der Statistiken ihren Job nicht beherrschen. Es ist einfach schwer, diese Krankheit zu messen. Viele Personen können es fĂŒr sich nicht einschĂ€tzen. Wie ich vielleicht. Wo ist die Grenze zwischen auĂergewöhnlich oder anders und Störung?
Meine Oma wĂŒrde wahrscheinlich sagen, dass alle Vegetarier gestört sind. Meine Eltern halten die Veganer fĂŒr komisch. Und ich? Ich muss gestehen, dass ich meinen âPaleo-Kollegenâ ein wenig verwirrt angeschaut habe, als ich mich darĂŒber informiert habe, was diese DiĂ€t heiĂt. Jeder isst anders, an anderen Uhrzeiten, in anderen Mengen.... Es scheint mir keine Normen mehr zu geben und schwer zu erkennen, was ânormalâ oder âkrankâ ist. Es gilt nicht nur fĂŒr die anderen, die ich sowieso nicht beurteilen möchte, sondern auch fĂŒr mich: Welche ErnĂ€hrung und welcher Rhythmus passen am besten zu mir?
Seitdem ich an Jourvie arbeite, habe ich immer gedacht, dass ich es hinter mir habe. NatĂŒrlich ist das Thema manchmal â je nach Laune und MĂŒdigkeit â ein wenig sensibel, aber ich fĂŒhlte mich im grĂŒnen Bereich.Â
Heute habe ich mich gefragt: âIst das wirklich so?!â. Der Gedanke, dass es vielleicht noch Teil meines Lebens ist, hat mich zerstört. Nein nein nein! Ich hatte es doch hinter mir!