Momentan bin ich echt mit den Nerven am Ende. Über Weihnachten wegen einer Thrombose zum Notdienst zu müssen, war schon echt nervig. Das ganze lief dann so ab, dass ich untersucht wurde und Clexane spritzen musste. Als ich 5 Tage später vom Oberarzt nochmals untersucht wurde, war die Thrombose nicht mehr feststellbar. Eigentlich gut, dachte ich.
Der Oberarzt hatte nun angeordnet, noch 3 Monate prophylakisch Xarelto zu nehmen, das macht man standardmäßig nach so einer Thrombose eben.
Mein Hausarzt sollte nun noch ein Rezept ausstellen, da mir beim Notdienst nur eine geringe Dosis zur Überbrückung der Feiertage und Silvester gegeben hatte.
Nun war ich heute also bei meinem Hausarzt und.. was soll ich sagen. Erstmal stünde in dem Schreiben der Ärztin von der Notambulanz ständig nur V.a. Thrombose, also der “Verdacht auf” eine Thrombose. Außerdem wäre er der Meinung, dass so eine Thrombose nicht nach 5 Tagen aufgelöst sein könnte (- im Gegensatz dazu, wurde mir in der Ambulanz gesagt, dass 5 Tage ein viel zu großer Abstand gewesen sei, um da bei der Kontrolle noch was feststellen zu können.. ok?! Was denn nun?)
Es kam mir regelrecht so vor, als wollte mein Hausarzt die Nachbehandlung sein lassen und dass es wahrscheinlich ein Fehlalarm war (Aber die Schmerzen passten nunmal und verschwanden erst langsam durch die Clexane Spritzen..). Außerdem warnte er davor, was alles für Nebenwirkungen kommen könnten und wie gefährlich die Einnahme von Xarelto sei. Als Arzt dem Patienten so ne Angst vor der Einnahme von einem Medikament zu machen, finde ich echt nicht okay. Ich habe ja nicht vor, mich zu stoßen oder zu schneiden, aber wie zur Hölle kann man sowas vorbeugen? Was mich ebenfalls unheimlich stutzig macht, ist die Tatsache dass im Beipackzettel von Xarelto kein Wort über Rauchen oder Alkohol trinken verloren wird.
Also heißt das entweder, dass es so klar ist, dass man dies während der Einnahme nicht darf, dass es deshalb nicht erwähnt wird, oder weil es keine Wechselwirkungen damit hat? Da ich mit meinen 27 Jahren nicht gedacht hätte, schon auf so ein Medikament angewiesen zu sein, kenne ich mich mit sowas leider nicht aus und sofern es gefährlich ist, finde ich es fahrlässig, dass es dann nicht im Beipackzettel erwähnt wird. Bei Ibuprofen oder anderen Mitteln steht zumindest dabei, dass die Wirkung durch Alkohol verstärkt wird.
Außerdem meinte mein Arzt, dass es die Sicherheit der Pille herabsetzt. Dazu konnte ich aber keine Bestätigung finden. Meine Hausärzte sind eigentlich noch recht jung, aber nun haben sie mich dermaßen verunsichert, dass ich das Medikament eigentlich gar nicht weiter nehmen möchte. :|