Augenblick
Eine Tür geht auf. Dann Knall. Schweigen. Stille.
Alleine in der wohlig umhüllenden Schwärze geht sie den Gang entlang. Schreitet, ja tanzt sogar im Takt der Stille den nur sie alleine hören kann. Kalter Dunst fasst den Augenblick in glitzernder Sekunde ein. Sie schwingt sich Schritt für Schritt im Kreis und denkt an nichts, als den Moment und an ihr eigenes, kleines Sein. Sie weiß, dass es lauter wird. Vorher war es lauter. Einen weiteren Knall wird es geben und ein jähes Erwachen, doch der schwebende Ton der Unendlichkeit wischt alle quälenden Gedanken hinfort. Alle Dissonanzen weichen dem stillen Akkord und so fliegt sie weiter in der leisen Harmonie der Nacht im Gang zwischen den Schlägen und trägt ihren Schatz von nun an mit sich wohin sie auch geht...

















