Wie gestaltest du deinen Start in den Tag?
Früher bin ich immer kurz vor knapp aus dem Bett gesprungen und hatte meine morgendliche Routine bis auf die letzte Minute optimiert. Zuerst in die Küche Wasser kochen, während das Wasser beginnt zu Kochen zähne putzen, dann Tee aufsetzen und während dieser zieht duschen, damit er nachdem ich im Bad fertig bin die ideale Trinktemperatur hat. Da ich noch nie ein großer Frühstücker war, hab ich dann noch schnell einen Apfel eingepackt und bin mit wehenden Haaren aus dem Haus.
Immer wieder ist es mir gelungen, vor allem nach Retreats etc. meine Routine am morgen zu verändern, aber meist hat es nur einige Wochen angehalten. Seit einem halben Jahr nun schaffe ich es meinen Morgen anders zu gestalten.
Der innere Antreiber darf jetzt am Morgen erst einmal ein wenig weiter ruhen. Auf Grund meiner voll gestopften Arbeitstage habe ich mich immer wieder Abends aufgeregt, wenn am Tag “meine Zeit” wieder einmal zu kurz gekommen ist. Deshalb starte ich jetzt immer den Tag mit “meiner Zeit”.
Meinen Wecker stelle ich ganz bewusst jeden Morgen 30 bis 45 Minuten früher als ich eigentlich aufstehen müsste. Diese Zeit verwende ich jetzt dafür um morgens Yoga zu machen, mich meiner Meditationspraxis zu widmen, inspirierende Texte zu lesen, mir im Netz anzuschauen womit sich andere beschäftigen und meinen Kaffee zu genießen. Während ich dann völlig tiefenentspannt unter der Dusche stehe gehe ich nochmals meinen Tag im Kopf durch und überlege mir an was ich noch denken muss, bevor ich das Haus in Ruhe verlassen werde.
Seitdem ich mir diese Morgenroutine angewöhnt habe gehe ich viel entspannter durch den Tag, denn ich beginne jeden Morgen mit etwas das mir Freude bereitet. Ich schiebe nicht die Dinge die mir wichtig sind und die ich gerne in meinem Tag integriert hätte bis zum Abend auf, sondern lege sie an den Anfang. Ich mache mich zur Priorität Nr. 1 meines Tages. Nicht den Job, den Haushalt ... und was es sonst alles noch so zu tun gibt, sondern mich.
Ganz wichtig dabei ist es aber die Zeit wirklich für sich auch zu nutzen und nicht für andere Dinge aufzuwenden, sodass am Ende erneut das Gefühl entsteht morgens noch mehr gerödelt zu haben.
Ebenfalls ist es ratsam (sollte man ein Morgenmuffel sein wie ich) am Anfang den Wecker nur 10 Minuten früher zu stellen und sich langsam weiter nach vorne zu arbeiten, anstatt sofort 45 Minuten früher aufstehen zu wollen und dann frustriert zu sein, wenn es nicht klappt. Ein Erfolgserlebnis am Morgen beflügelt einen gleich noch mehr für den Tag, wenn das Aufstehen ein paar Minuten früher klappt :)
Für alle die noch ein paar Ideen für einen schönen Start in den Tag brauchen kommen hier noch ein paar Anregungen:
Öffne das Fenster, lehne dich leicht hinaus und nimm 10 Atemzüge der frischen Morgenluft.
Mach ein 7′ Minuten Workout
Lese jeden morgen einen Artikel aus deiner Lieblingswochenzeitung oder deinem Lieblingsmagazin
Richte dir in Ruhe dein Lunchpaket mit vielen Leckereien, auf die du dich den ganzen Vormittag hinweg freuen wirst.
Zünde ein Teelicht an und schreibe 5 Dinge in deinen Kalender, für die du dankbar bist.
Vielleicht hast du ja Lust deine Morgenroutine einmal zu verändern? Lass es mich wissen wie es geklappt hat! Ich bin neugierig auf dein Feedback!
Hab einen wundervollen Sonntag Abend!