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Öfter in Pfützen springen.
Ich hab dich doch damals schon vermisst.
people will say they aren’t attractive and then go create art and then go write beautiful poetry and then go bake a cake for a friend and then go spread positivity and then go write a novel and then continue to say they aren’t attractive, as if everything they do doesn’t count or doesn’t matter, as if societal expectations somehow decide their worth and fate.
Und ich komme noch immer nicht los von den Erinnerungen an das, was hätte sein können.
Corona, oder: Als wir spazierengingen.
Wenn ich eines aus dieser Zeit mitnehme, dann das: Nicht irgendwann, jetzt. Ich will nicht mehr aufschieben, was mich glücklich macht, sondern leben, was mich glücklich macht.
Du bist schön. Ich weiß, das glaubst du nicht. Bei mir ist es genau dasselbe. Aber auch ich bin schön, wir alle sind es. Das Einzige, das uns davon abhält, das zu glauben, sind die Schönheitsideale unserer Gesellschaft und die Werbung. Von uns wird ständig erwartet, gut auszusehen, hübsch zu sein, und gleichzeitig werden wir das nie erreichen können, wird uns immer jemand zum Vergleich vorgehalten, der besser aussieht, ein Model, ein bearbeitetes Porträt.
Wir müssen damit aufhören. Es ist schwer, das weiß ich nur zu gut, aber wir müssen es immer weiter versuchen. Uns im Spiegel an zu lächeln, einfach zu akzeptieren, wie wir aussehen. Es geht erst einmal gar nicht darum, uns schön zu finden. Ich möchte einfach, dass wir in den Spiegel schauen und denken “So sehe ich aus und das ist vollkommen okay so.”
Jeder Mensch ist schön durch seine Gesten, seine Gedanken und Worte, sein offenes Herz, seine Ausstrahlung. Auch du bist schön und so viel mehr als dein Gesicht oder Körper. Es sollte uns gelingen, das zu glauben, bis es eines Tages normal für unsere Kinder sein wird, sich zu mögen.
Bildquelle: emilia.meinmodell.com
Hiermit ein kleiner Reminder: Tu, was dir gut tut, kümmere dich um deine Bedürfnisse, gerade jetzt. Und vor allem: Du musst nichts, überhaupt nichts. Du musst kein Yoga machen, kein neues Hobby entdecken, kein Buch lesen, nicht ausmisten.
Achte auf deine Bedürfnisse, darauf, was in dir gute Gefühle verursacht und was nicht, und richte dich danach. Bewegung und frische Luft werden dir wahrscheinlich gut tun, aber wenn du dich nicht danach fühlst, lass es. Mache das mit deinem Tag, was sich am besten anfühlt und womit du am leichtesten durch die aktuelle Situation kommst.
Melde dich bei deinen Herzensmenschen, probiere vielleicht etwas aus oder packe etwas an, dass du schon lange tun wolltest. Oder bleib den ganzen Tag auf dem Sofa eingemummelt und genieße das Nichtstun. Richte dich allein nach dir und behandele dich gut, lass dir aber von nichts und niemandem Druck machen. Nur du weißt wirklich, was du brauchst.
Das Lesen von Büchern
Lesen. Schon als Kind war das eins der Dinge, die ich am liebsten getan habe. Aber in den letzten Jahren ist es irgendwie schwieriger geworden. Auf der einen Seite fehlt mir oft die Zeit oder viel eher Lust dazu, besonders, wenn ich schon in der Schule einen Text nach dem nächsten bearbeiten muss. Andererseits würde ich unglaublich gerne mehr lesen und habe mich besonders im letzten Jahr bemüht, das auch zu tun. Vor allem, da ich vor etwa anderthalb Jahren begonnen habe, zu schreiben, und Schreiben und Lesen, das hängt einfach zusammen. In mir ist der Wunsch gewachsen, mich wieder mit Büchern zu beschäftigen, mit ihnen Zeit zu verbringen, so wie früher. Gleichzeitig wollte ich anders lesen als damals, berühmte Sachen, philosophische, hohe Literatur. Und damit hat sich dann nach und nach ein Druck aufgebaut.
Der Zwiespalt zwischen dem unbedingten Wunsch, zu lesen, neue Bücher zu entdecken, in Welten aus Worten zu versinken, und dem Willen, “besser” zu lesen. Allerdings haben schon einige sehr schlaue und auch belesene Menschen erkannt, dass es keinen Sinn hat, ein Buch zu Ende zu lesen, das einem nicht gefällt. Oder anders gesagt (ich weiß nur leider nicht mehr von wem): Es gibt keine falschen Bücher, aber es gibt richtige Bücher zur falschen Zeit. Und dem schließe ich mich hiermit an. Es ist schlicht eine Verschwendung von Zeit, sich durch Bücher zu quälen, und mögen sie noch so wertvoll und preisgekrönt sein. Das soll nicht heißen, dass man zu schnell aufgeben sollte, aber wenn ich einem Buch eine ehrliche Chance gebe und es mich einfach nicht packt oder mich nicht berührt, oder was ich sonst davon erwarte, dann lege ich es weg.
Berühmte Literatur ist nicht ohne Grund berühmt und ich werde mich bestimmt weiter auf die Suche nach großartigen geschriebenen Schätzen machen, die vielleicht auch anspruchsvoll sind, aber nur solange ich darüber nicht die Lust am Lesen verliere, einer der großartigsten Tätigkeiten überhaupt. Es gibt keinen Grund, mich selbst unter Druck zu setzen, ich habe alle Zeit der Welt und es gilt, zu lesen, wann und was ich gerade möchte, und genau das wird für mich dann auch den größten Wert haben.
Einfach so. Warum denn auch nicht?
Eigentlich mochte ich Kafka gar nicht besonders. Als ich ihn zum ersten (und bisher auch einzigen) Mal gelesen habe. Im Deutschunterricht war das, Die Verwandlung. Ehrlich gesagt fand ich das Buch allerdings gar nicht so großartig. Klar, die Metapher der Verwandlung in ein Insekt für das Ausbrennen im Alltag ist ganz kreativ. Aber das hätte man meiner Meinung nach auch kürzer fassen können und vor allem ohne einen Apfel, der dem Käfer im Rücken steckt und dort langsam verfault.
Darum soll es allerdings gar nicht gehen, ich will mir nicht anmaßen, Kafka zu kritisieren, wie könnte ich. Und ich verspreche, ich werde bald noch etwas von ihm lesen, schließlich muss man sich ja heutzutage eine differenzierte Meinung bilden können.
Worauf ich eigentlich hinaus wollte: Hiermit gründe ich meinen Blog. Nüsse und Kafka. Weil es interessant klingt. Weil ich Worte mag. Und gerne einiges sagen würde. Was mir eben so einfällt. Einfach so. Warum denn auch nicht? Ich will ehrlich sein. Ich wäre gerne das Mädchen, das nackt zu Schallplatten aus den 80ern tanzt und die großen Philosophen liest. Bin ich aber nicht. Noch nicht? Aber ich schreibe gerne und solange ich etwas mag, tue ich es.