Laos..
Das erste, was man ueber Laos wissen muss, ist dass es kaum Internet und noch weniger (funktionierende) Internetcafes gibt. Wir sind jetzt schon zwei Wochen hier und haben es endlich geschafft an einen PC zu kommen, allerdings teuer, weshalb wir uns kurz fassen.
Am 19.1. landen wir in Vientiane, der Hauptstadt von Laos. Morgens frueh setzen wir uns erst einmal in ein franzoesisches Cafe und wundern uns ueber die ganzen Baguettes, Croissants und den guten Kaffee. Spaeter werden wir merken, dass es aufgrund von historischen Ereignissen einen sehr starken franzoesischen Einfluss gibt, franzoesisch ist sozusagen die zweite Landessprache. Auch russischer Einfluss ist stark zu vernehmen.
Nachdem wir mit ein paar Anfangsschwierigkeiten endlich unsere 1.000.000 Kip abgehoben haben, finden wir ein nettes Hostel. In dem riesigen Dormzimmer mit ungefaehr 30 Betten machen wir ein Mittagsschlaefchen und erkunden daraufhin den Fluss, der die Grenze zu Thailand bildet. Unsere Eindruecke: Laos ist sehr schmutzig, sehr warm und die Freundlichkeit der Menschen ist durchwachsen.
Generell ist Vientiane relativ uninteressant, weshalb wir nach einem Tag seperat durch die Stadt laufen und Museumsbesuche entscheiden, weiterzureisen. Da uns gesagt wurde, dass es ein Visum on arrival in Vietnam gibt, ist unser einziger Grund, nach Vientiane zu fahren, umhin. Abends treffen wir noch einige nette Leute in unserem sehr kommunikativen Hostel, gehen indisch essen und schauen noch ueber den Markt.
Daraufhin fahren wir am naechsten Tag mit einem scheinbar privaten Minivan mit einigen franzoesisch sprechenden Laoten in den Norden ins beruechtigte Vang Vieng. Obwohl die Strassen sehr wenig ausgebaut sind, ist die Fahrt sehr komfortabel. In Vang Vieng angekommen, entspannen wir zuerst einmal zu Essen und einem Bier und finden nach laengerer Suche das Boutang Hostel, in dem wir weitere Deutsche treffen, Sabrina und Lisa. Nach einer Tour durch die Bars, die ihrem Ruf genaustens entsprechen (Free Drinks von 9-10, Bier Pong, Lachgas, alle sind voll). Wir lernen einen netten Oesterreicher kennen, mit dem wir uns auf der ruhigeren Strasse zu einem Savannah Cidre zusammensetzen und quatschen.
Am naechsten Tag dann machen wir das eine, was man in Vang Vieng machen kann, und weshalb wir auch hingefahren sind: Tubing. Man bekommt einen Reifen, wir ans obere Ende des Flusses gefahren und treibt durch den Mekong nach Sueden, waehrend man von laotischen Kindern Seile zugeworfen bekommt und sich hier und da immer mal an Land ziehen laesst und ein Bierchen trinkt... oder zwei, oder drei.. Im Endeffekt verbringt man seine Zeit durchgehend in der Bar, kommt zu spaet los und bringt den Tube zu spaet zurueck, um Strafe zu bezahlen... das ist zumindest die Idee. Wir taten uns mit zwei sehr netten Hollaendern zusammen und kamen gerade so rechtzeitig zurueck. Sehr witzig war es allerdings trotzdem, wir nahmen ein Schlammbad, spielten Tischtennis mit Flipflops und spielten Betang. Ein lustiger Tag, weshalb wir auch abends, im Gegensatz zu allen anderen, muede und fertig im Bett lagen.
Nach dieser aufregenden Erfahrung machen wir am naechsten Tag etwas sehr untypisches fuer Vang Vieng: Wandern und Klettern. Zuerst kletterten wir auf einen kleinen Berg, wanderten zur Lusi Cave und bekamen fuer einen Euro einen Fuehrer mit, der uns die Hoehle und ihre Bewohner (riesige Spinnen (Lecker! sagte der Laote)) zeigte. Abends gingen wir zusammen mit unseren 'Mitbewohnern' zur Jungle Party, die gar nicht im Dschungel, aber trotzdem lustig war.
Am naechsten Tag fahren wir zurueck nach Vientiane, da wir beschlossen haben nicht nach Luang Prabang zu fahren, da die Strasse so schlecht ist, dass man fuer einige hundert Kilometer bis zu elf Stunden braucht. Ich bin ein wenig traurig, freue mich aber auf das naechste Ziel: Die Kong Lo Hoehle. Nach einigem Chaos verbunden mit der Reise und einigen korrupten Polizisten (Die Laoten haben im Vergleich zu Thailand echt noch was zu lernen!) und einer Nacht in Vientiane, sind wir auf dem Weg zur Kong Lo Hoehle.
Ein guenstiges, schoenes Zimmer erwartet und mitten im Nirgendwo zwischen Tabakfeldern und Bergen. Die Raeume sind eine Mischung aus Homestay und Hotel, wir leben und essen bei einer laotischen Familie, spielen mit den Kindern und Babykatzen und fuehlen uns wie zuhause. Auch die zwei Deutschen die wir kennenlernen, Anne und Matthias, sind angetan von der Location. Das einzige Manko sind die nicht vorhandenen Geldautomaten: Mit kaum noch Geld in der Tasche aergern wir uns, dass der sonst so zuverlaessige Lonely Planet uns nicht vorgewarnt hat. Zum Glueck habe ich noch 50 Euro und zum Glueck koennen (und wollen) die Besitzer wechseln. Somit koennen wir am naechsten Tag, den 26. mit den anderen in die Hoehle. Wir mieten uns jeweils zu zweit ein Langboot fuer umgerechnet 12 Euro und fahren 7,5km in die Dunkelheit. Mit Taschenlampen ausgeruestet erkunden wir einige beleuchtete Stellen innen, muessen des Oefteren aus dem Boot steigen, um es ueber einen kleinen Wasserfall oder Steine zu schieben. Das Ganze ist relativ wackelig und aufregend, die Guides der Boote sehr entspannt. Nach einer Mittagspause am Ende der Hoehle im Sonnenschein geht es die ganze Strecke zurueck. Eine tolle Erfahrung! Spaeter baden wir alle zusammen noch im Mekong neben der Hoehle und trocknen in der Sonne. Den Rest des Tages verbringen wir damit, das Dorf zu erkunden, das komplett aus Laoten besteht, und Fotos von der atemberaubenden Landschaft zu machen.
Mit gutem Gewissen und Erinnerungen geht es Richtung Vietnam, um unser Visum zu holen, und mit dem Zug an der Kueste lang zu fahren. Doch das soll sich nicht so einfach gestalten wie gedacht.. ;)











