Wie das Patriarchat dir deine Nächte vergällt
Es roch gut.
Sie roch gut.
Das Fischige konnte man noch gerade so wahrnehmen, es war jedoch nicht unangenehm. Ganz im Gegenteil, dieser süß-säuerliche, etwas salzige, höchst erigierende und nach Meeresbrisen erinnernde Geruch brachte mich um meinen Verstand.
Ob sie das mit Absicht macht? Ob sie wusste, dass faunische Gerüche meine Sinne aus ihrem tiefsten Schlaf erwecken können? Ob sie wusste, dass das, was sie an ihrem tätowierten Nacken trug, meinen Appetit anregte?
Ich atmete das Coco Chanel No.5, was sie schön umgab, tief ein, bis mein Glied versteifte, als hätte ihn Medusa erblickt und er sich davon grinsend versteinerte.
Ich jonglierte ihr Ohrläppchen auf meiner Zunge und sie seufzte sanft. Ihre Brust hob sich auf mit jeder Drehung, sie griff nach meinen Arm, mal drückte sie mich fest; Ihre Fingernägel drangen, herzlich eingeladen, in meine Haut und ich stöhnte.
Mal streifte sie meinen Rücken lustvoll mit ihren glatten Händen.
Sie ist sichtlich erregt, ihre Nippeln rasen in die Höhe, bevor sie steif werden. Ich berühre ihre Spitzen mit meinen Finger und gleite sie weiter nach oben. Ich lasse meine Finger auf ihre Lippen gleiten und drückte leicht darauf mit meinem Daumen. Sie streckte ihre Zunge aus und leckte meine Zeige- und Mittelfinger.
Ich zog sie zu mir und küsste sie.
Ich nippte und naschte und leckte an ihren Lippen, sie beißt meine untere Lippe und seufzte hörbar. Ihre Hand fasst mich an meinem Unterleib und bewegt sich, bis sie meinen Schambereich erobert und die äußerste Hautschicht ihrer Finger die Spitze meines Penises leicht anrührt.
Ihre Hand stoppte plötzlich. Alsbald nahm sie ihre Hand von mir weg und stützte sich darauf.
Ich wollte ihre Hand sanft anheben und sie auf meinen Penis legen, während ich sie weiter küsse. Ich dachte, dass das das Eis brechen und ihre Hämme etwas dimmen konnte.
Ich tat es nicht.
Ohne weiter daran zu denken und aus Furcht aus dem Moment zu fallen, glitt ich meine Finger auf ihrer Haut, durch ihre Brust dann auf ihrem Bauch und fuhr an die Innenkante ihres Bauchnabels umher und spielte hauteng mit dem Piercing.
Meine Finger waren wieder trocken, also hob ich sie zu mir und leckte sie feucht, während ich sie anschaue.
Ich streichelte ihre Schamhaare; sie hatte eine kleine V Frisur, die nach unten zeigt, als bräuchte man eine extra Markierung für das Andocken.
Nein, der Weg ist klar ersichtlich, der Hafen ist bereit und lädt ein. Ich sehe den Kai, ich bin bald angekommen.
"Weißt du, wann Obama das einzige Mal sein Cool verlor?” fragte ich sie
“Obama verlor sein Cool nie, erzähl mir keinen Quatsch” antwortete sie.
“Ein weißer Kleingeist stand einmal mitten im Publikum einer Obama’s vielen Reden nach einem der ebenso vielen standing ovations und frage vollem Hals: “Deine Drohnen bombardierten gestern ein winziges Dorf im Nordosten Jemens, ein Dorf mitten in der Wüsste. Die Rakete kostete mehr als alle Häuser der Gegend samt der Infrastruktur. Was sagst du dazu, Nigga?”
“Was?” fragte sie irritiert und recht wütend
“Genau so passierte es”, erwiderte ich in ruhiger Stimme
“Ich zeige dir das Video dazu später”
“Und wie hat Obama reagiert?”
“Er war sichtlich wütend. Sein Gesicht war dunkelrot, seine Haltung, seine Miene …….
Er hat natürlich etwas kluges gesagt, aber seine Wut konnte er nicht verstecken. Seine Stimme bebte für ein paar Sekunden.”
“Er hat sein Cool verloren. Weißt du warum?”
"Sag's mir."
“Weil er die Macht, die in diesem Kontext im Schwarz/Weißen Dynamik der amerikanischen Geschichte und jetzigen Gesellschaft, nicht inne hat.”
“Noch nicht zumindest”
“Der mächtigste Mann des Staates, der mächtigste Staat der Erde besitzt keine Macht?”
“Bist du irre?”
“Genau, der mächtigste Mann der Welt besitzt keine Macht, wenn es um die problematische amerikanische Gesellschaft geht. Er ist weiterhin nur ein Schwarzer. Er ist immer noch jene Gestalt, die im Dunkeln verkettet zur Seite des Schiffsrumpfes kauerte.”
“Während er momentan in fast allen möglichen Kombinationen eines hierarchischen Kontextes die oberste und mächtigste Position beherrscht, leidet er immer noch das Leid seiner Vorfahren.”
“Obamas Mutter ist sogar weiß und wuchs unter guten Umständen, hat gut studiert in renommierten Schulen und Unis. Jedoch bis jetzt und bis zur Ewigkeit und vermutlich lange danach wird er gegenüber einem kleingeistigen Weißen untergehen. Die Weißen haben in diesem Kontext die Macht.”
“Obama wusste das, deswegen war er wütend und verlor sein Cool, als er jenes eklige Wort hörte.”
“Dieses Wort an sich ist kein besonderes, eines wie jedes andere, es hat keine Gestalt, keine Emotion, Eigensinn, nichts". Nur eine Anordnung bestimmter Lauten, die für uns Menschen Sinn ergeben und daraus eine Bedeutung verstanden.”
“Es ist nicht das Wort, sondern was es trug, was es mit schleppte. Es schleppte einen Fehler in der Ausgewogenheit mit sich. Es störte die Harmonie des Gleichgewichts. Es katapultierte die Zuhörer dessen Klanges 400 Jahre zurück und befahl sie eben jene Gestalt, die im Dunkeln verkettet zur Seite des Schiffsrumpfes kauernd, zu beobachten und Peitsche in deren Händen drückte. Das Sentiment des Wortes ist verheerend und es trägt weiterhin die Schwere der Peitsche. Die Macht des Peitschen-Trägers ist allgegenwärtig um dieses Wort.”
“Ich muss das Video sehen.”
“Man muss wirklich dieses Wort global verbieten.”
“Denkst du, das wäre die Lösung?”
“Ja, natürlich.”
“5 Jahre Gefängnis soll dabei helfen”
“Keine Diskussion, egal in welchem Kontext das Wort gesagt wird. 5 Jahre Gefängnis.”
“Du weißt Nazismus war global verboten nach dem Zweiten Weltkrieg". Das hat nicht geholfen, und eine kleine Störung der Ökonomie reichte völlig dafür, dass wir nun offene Neonazi-Parteien in vielen Parlamenten haben, die demokratisch gewählt wurden.”
“Es gibt niemals 100%, das weißt du….”
Sie überlegte ein wenig.
“Okay, was ist dein Punkt?"
“Du kannst die Symptome allein bekämpfen, dabei wirst du nie fertig, wenn du die Ursache nicht siehst und auch bekämpfst.”
“Und was ist die Ursache des Problems mit dem Wort?”
“Die Macht.”
“Wie die Macht?”
“Die Macht ist nicht gleich verteilt, genau ähnlich fühlst du dich unfähig zu entscheiden, ob du mir blasen willst, weil du es willst, weil du es magst, oder weil es immer so gemacht wird, weil ich und alle Männer und Frauen dieser Welt das von dir erwarten. Du sollst mir erstmal einen blasen, erst dann können wir Sex haben.”
“Und du hockst hier, mit der Macht eines Drachens in seiner Höhle voller Goldmünzen, und trotzdem drückt dich die Macht des Patriarchen langsam unter wie eine hydraulische Eisenpresse, immer langsam immer konstant immer monoton bis du dem Boden gleichgemacht wirst. Du hast hier keine Macht, selbst wenn du die Präsidentin des Landes wärst und ich nur ein Straßenfeger wäre, im Bett habe ich die Macht, und das weißt du und deswegen macht es dich wütend.”
Sie hob ihren Kopf und schaute mich mit Tränen in ihren Augen an.
“Du vergisst da was, ich bin Weiß, du aber nicht!”
Dann band sie ihre Haare zusammen und schaute zu mir.













