Heute mal etwas länger als eine Minute.
Die Sketchbibel zum zweiten Fastensonntag und der Melodie der Dankbarkeit!
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Heute mal etwas länger als eine Minute.
Die Sketchbibel zum zweiten Fastensonntag und der Melodie der Dankbarkeit!
14. und 15. März 2020
Corona lässt das Gottesvolk ins Netz wandern
Im Laufe der Woche sagen immer mehr katholische Bistümer und evangelische Landeskirchen nicht nur alle Veranstaltungen, sondern auch die Gottesdienste wegen der Corona-Epidemie ab. Ein einheitliches Vorgehen gibt es nicht, die jeweiligen Bundesebenen (die Deutsche Bischofskonferenz und die Evangelische Kirche Deutschland) haben hier keine Kompetenzen, das ist Sache der jeweiligen Kirchenleitungen. Ich wohne im Erzbistum Köln und wundere mich, wie lange an der Sonntagsmesse festgehalten wird.
Am Samstag (ich habe mich längst schon selbst von der Sonntagspflicht exkulpiert) wird dann doch die Absage bekanntgegeben: Bis mindestens Karfreitag sind alle Gottesdienste ausgesetzt. Ich erfahre es über eine Facebook-Benachrichtigung: Das Stadtdekanat Bonn hat die Information in der Gruppe »Katholisches Leben in Bonn« geteilt, kurz vor 20 Uhr. Ich war tagsüber beschäftigt, daher habe ich es nicht gleich mitbekommen. Die erste Gelegenheit wären wohl die Social-Media-Kanäle des Erzbistums gewesen – auf Twitter stand es um kurz nach halb sechs. Eine rein optische Zielgruppenanalyse üblicher Gottesdienstbesucher*innen legt nahe, daß die Information auf diesen Kanälen wohl kaum alle erreicht haben wird, die am Sonntag die Messe mitfeiern wollen, selbst für die Vorabendmessen am Samstag abend kam die Information wohl eher zu spät.
Mir gefällt, wie zielgruppenadäquat das Erzbistum Berlin auf Twitter um Informationsweitergabe bittet: »Informiert Eure (Bank-)Nachbarn«, heißt es auf Twitter. Meine üblichen Banknachbarn sind im Kirchenvorstand und im Pfarrgemeinderat, daher spare ich es mir, sie zu informieren.
Auch ohne Sonntagspflicht: Gottesdienstgemeinschaft findet trotz der Absagen weiter statt. Seit Jahren gibt es eine sehr rührige Digitalkirchenszene, die sich unter anderem unter dem Hashtag #digitalekirche organisiert. Bisher lief das meist nebenher, einige Engagierte und langsam, langsam auch offizielle Ressourcen tragen die Bewegung. Die Kirche ist also schon lange im Netz. Diese Vorarbeiten ermöglichen es nun, schnell digitale Alternativen zum Sonntagsgottesdienst in die Breite der Kirche zu streuen.
Viele Gemeinden bieten Gottesdienste im Livestream an (zusätzlich zu den etablierten Streams aus den großen Kirchen, die jetzt zumeist ohne mitfeiernde Gemeinde übertragen werden), Gebetsangebote auf YouTube, in Facebook- und Messengergruppen und auf Instagram werden geteilt. In der Facebook-Gruppe »Kirche und Social Media« ist überdurchschnittlich viel los, Rezepte zum Streamen, Tips für Gottesdienstalternativen und Ideen für Remote-Angebote für Konfirmand*innen geteilt. Bei den beiden Nachrichtenportalen im kirchlichen Auftrag, evangelisch.de und katholisch.de (wo ich arbeite) gibt es (unvollständige und wachsende) Listen an Präsenzgottesdienstalternativen.
Eine weitere technische Lösung für verteilte Remote-Andachten kommt ohne Internet aus (trotzdem gibt’s eine App dafür): Auch wenn die Kirchenglocken nicht mehr zum Gottesdienst zusammenläuten, läuten viele weiterhin zum Gebet. Katholisch zum Angelus (morgens, mittags und abends wird der »Engel des Herrn« gebetet, eine kleine Marienandacht), evangelisch zum Gebetsläuten, bei dem üblicherweise ein Vater unser gebetet wird.
(Felix Neumann)
In den Stimmen der Zeit plädiere ich dafür, nicht nur Heilige als Rolemodel für Evangelisierung im Internet zu propagieren, sondern sich ernsthaft mit der Kultur der Digitalität auseinanderzusetzen – die Kirche hat hier durchaus starke Texte zu bieten!
Auf die Stimme Jesu hören – das ist gerade im Konklave wichtig, aber genauso im Alltag und in der eigenen Berufung. Warum Kardinäle mehr Schafe als Hirten sein sollten, was das Evangelium dazu sagt und wie wir die Stimme Jesu unter all den anderen Stimmen erkennen können, darüber spreche ich in dieser One Minute Homily.
Bei Gott ist alles möglich. Das haben Maria und Elisabeth erfahren, denn sie erleben ein Wunder und werden auf unglaubliche Art und Weise schwanger. Für mich können Maria und Elisabeth ein Beispiel für uns sein, wie wir zu Pilgern der Hoffnung werden. Dazu ruft uns Papst Franziskus im Heiligen Jahr 2025 auf: uns gegenseitig im Glauben und in der Hoffnung bestärken, dass bei Gott alles möglich ist.
Immer wieder heißt es im Evangelium: Jesus hatte Mitleid. Auch heute hat Jesus Mitleid mit dem Aussätzigen Menschen, der ihn um Hilfe bittet. Jesus hat Mitleid. Er lässt sich berühren von den Menschen, die ihm begegnen. Er lässt sich berühren von der Welt und bleibt nicht gleichgültig, sondern ist solidarisch und packt an.
Mir gefällt dieser Zug Gottes, weil er mich herausfordert, nicht gleichgültig zu bleiben, sondern mich selbst berühren lassen von der Welt und meinen Mitmenschen; solidarisch sein, anpacken, mitleiden. Welche Not hat dich in den letzten Tagen berührt? Schreib es gerne in die Kommentare.
In Lissabon startet der Weltjugendtag - aber was ist mit denen, die aus diversen Gründen nicht dabeisein können? Die Initiativen „Click To P
Ein Interview mit Vatican News über unseren Gebetspodcast zum Weltjugendtag.
Dag Heinrichowski setzt beim Gebetsnetzwerk des Papstes auf Digitalisierung
Ein Artikel von katholisch.de über meine Arbeit für das Gebetsnetzwerk des Papstes.