Wenn Kohle zur Kunst wird: Der glänzende Aufstieg des Ruhrpott-Eiffelturms
Schaut man sich diesen majestätischen Doppelbock-Förderturm an, könnte man meinen, jemand hätte den Eiffelturm ins Fitnessstudio geschickt und ihm ordentlich Muskeln antrainiert. Die Zeche Zollverein – einst die härteste Maloche-Adresse Europas, heute der glamouröse Kulturpalast des Ruhrgebiets.
Wer hätte gedacht, dass aus einer Kohlezeche einmal ein UNESCO-Welterbe werden würde? Früher schufteten hier die Kumpel für schwarzes Gold, heute pilgern 1,5 Millionen Besucher jährlich hierher, um sich das industrielle Meisterwerk anzuschauen. Von der "schönsten Zeche der Welt" zur Instagram-Location – wenn das mal kein Glow-Up ist!
Die Architekten Fritz Schupp und Martin Kremmer haben hier in den 1920er Jahren nicht nur funktionale Industriearchitektur geschaffen, sondern gleich den ganzen Bauhaus-Style ins Revier gebracht. 12.000 Tonnen Kohle täglich wurden hier gefördert – heute werden täglich unzählige Selfies produziert.
Das Besondere? Dieser 55 Meter hohe Industriegigant steht nicht nur rum und sieht gut aus. Er symbolisiert den kompletten Strukturwandel einer ganzen Region. Vom Pott der Schwerindustrie zum hippen Kulturzentrum – und das alles ohne seine kernige Ausstrahlung zu verlieren.
Übrigens: Die neueste Beleuchtungstechnik lässt den Förderturm mittlerweile in allen Farben des Regenbogens erstrahlen. Wer braucht schon Paris, wenn man den "Eiffelturm des Ruhrgebiets" direkt vor der Haustür hat?










