ein kurzer eindruck aus dem pavillon des diesjährigen ehrengstes der frankfurter buchmesse kanada.
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ein kurzer eindruck aus dem pavillon des diesjährigen ehrengstes der frankfurter buchmesse kanada.
ÖSTERREICH: Außenministerin lädt Putin zu ihrer Hochzeit ein
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Umzugsstimmung: Jeder Zuschauer ein Ehrengast
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#Laibach war ganz, ganz großartig im #Millowitschtheater!! Gute Plätze, 60 Minuten #Ernstmeinermusik, denn #LebenHeisstLeben. #Ehrengast. (hier: Volksbühne am Rudolfplatz)
Mijn momentje
Geef me even rust Geef me even ruimte Geef me even een momentje Om mijn hand in mijn broek te doen Of mijn broek in mijn hand te houden En hem in mijn blote kont rond te zwaaien Alsof er niemand is Of alle ruimte de mijne is Alle rust de mijne is Het gewoon even mijn momentje is
Eine Aufzählung, die mich glücklich macht: die Liste mit meinen Lieblingsbuchhandlungen überall auf der Welt. Und damit meine ich die Buchhandlungen, die ich unbedingt besuchen muss, wenn ich in der jeweiligen Stadt bin, weil ich sonst eigentlich gar nicht in der Stadt gewesen wäre. Dieser Ort ist an einem bestimmten Tag ein besonderer geworden, und ich weiß genau, warum. Das hängt nicht nur von der Atmosphäre, dem Interieur, der Aufteilung ab. Eine Buchhandlung wird erinnerungswürdig, wenn ich gleich beim ersten Mal erstaunliche Entdeckungen gemacht habe. Ich habe dort Bücher gefunden, von denen ich zuvor nicht wusste, dass es sie überhaupt gibt.
Auch die Liste mit Buchhändlern, die mir – ohne mich zu kennen – einen ausgezeichneten Lesetipp gegeben haben, kann mich glücklich machen. K. in Antwerpen zum Beispiel. (Herzlichen Dank, dass Sie mir Sandro Veronesi in die Hand gedrückt haben, woraufhin sich mein Leben ein kleines bisschen verändert hat.) H. in Maastricht – herzlichen Dank, dass Sie mich Patrick Ness entdecken ließen. M. in Ginsheim in der Nähe von Frankfurt – herzlichen Dank für die schöne Ausgabe der Children on Their Birthdays von Truman Capote. Möglicherweise hätte ich diese Autoren sonst nie gelesen.
Jetzt, weniger als sechs Wochen vor der Frankfurter Buchmesse, passiert das hoffentlich ein paar Mal pro Stunde: Irgendwo im deutschen Sprachraum empfiehlt ein Buchhändler einem Stammkunden oder einem neuen Kunden ein Buch eines flämischen oder niederländischen Schriftstellers. Der Buchhändler hält das aus Überzeugung für den besten Tipp, den er oder sie X oder Y geben kann. Man nickt, lächelt, jemand fragt: „Warum?“, und das löst eine begeisterte Erläuterung aus. Vor einigen Wochen haben wir als Gastland Plakate in drei Formaten, Lesezeichen-Sets und Dekorationsmaterial erstellt, zudem eine dazugehörige, beeindruckende Broschüre „Neuerscheinungen“. Mit den besten Grüßen aus Flandern und den Niederlanden.
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Auf dem Weg zu einem Treffen im Haus des Buches komme ich am Schauspielhaus Frankfurt vorbei. An der Fassade wird in Großbuchstaben verkündet, dass der Countdown läuft. Mit jedem Tag nähert sich die Stadt einen Schritt mehr dem Beginn der neuen Theatersaison.
Einige Sekunden lang denke ich noch: das haben sie aber schön und spannend gemacht, da am Schauspielhaus, aber dann wird mir plötzlich bewusst, dass der Countdown für uns, das Gastland Flandern & die Niederlande besonders toll ist. Die neue Spielzeit wird nämlich mit der Erstaufführung von „Königin Lear", dem Stück von Tom Lanoye eröffnet werden.
Ich kehre um. In einem Schaukasten des Theaters fällt mir sofort das Plakat von „Königin Lear" auf. Das Plakat-Foto von Lukas Gansterer ist stark.
Elisabeth Lear betrachtet sich selbst im Spiegel, scheint nur mit sich selbst beschäftigt, zieht aber genau dadurch die Aufmerksamkeit des Betrachters auf sich. Ich versuche dahinter zu kommen, was in dem Blick dieser Frau zu lesen ist, die schon seit Jahrzehnten mit eiserner Hand einen multinationalen Konzern leitet, aber nun allmählich die Macht an ihre drei Söhne übertragen will. Auf dem Foto scheint sie müde zu sein, gelassen, auch misstrauisch. Der Blick der Star-Schauspielerin Josefin Platt ist alles andere als eindeutig. Ich schaue kurz weg, um dann erneut darauf schauen zu können, anders.
Auf einmal fällt mir auf, dass Frankfurt der perfekte Ort für dieses Stück ist. Im Glas des Schaukastens spiegelt sich ein Wolkenkratzer von Deutschlands Finanzzentrum hinter mir wieder. Ich versuche, Frau Lear und die Stadt auf ein einziges Foto zu bannen.
Ich bin Zeuge eines historischen Augenblicks. Arnon Grünberg (Schriftsteller, Schauspieler, Kolumnist) und Charlotte Van den Broeck (Lyrikerin, Performerin und jüngste Rednerin eines Gastlands in der Geschichte der Frankfurter Buchmesse) werfen um Kopf oder Zahl. Am Dienstagabend des 18. Augusts 2016 halten sie gemeinsam die offizielle Rede. Zu zweit sind wir der Ehrengast, aber man kann schlecht zwei zur selben Zeit sprechen lassen, das ergibt nur ein großes Durcheinander.
Heute entscheidet sich, wer mit der Rede, die als schwungvolle Korrespondenz gedacht ist, anfängt. Wer wird auf wen reagieren? Was wird der Ausgangspunkt? Wird es Kopf? Oder wird es Zahl?
Ich lehne mich mit meinem Smartphone über den Tisch und warte auf den großen Augenblick. Arnon und Charlotte sind sehr verschieden, auch was ihre Poetik betrifft. Aber während ich auf den entscheidenden Wurf warte, herrscht neben mir am Tisch heitere Betriebsamkeit.
Die Zwei-Euro-Münze fällt auf den Boden, rollt weg, liegt endlich auf dem Tisch. Sofort ist es klar.
Ich werde nicht verraten, wie es ausgegangen ist. Und ich werde auch nicht verraten, wie sie sich angeschaut haben, als die Entscheidung gefallen war. Ich weiß nur, dass es eine Rede ist, auf die man gespannt sein und sich freuen kann.
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