2024-09-11 고트 @아르코예술극장
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2024-09-11 고트 @아르코예술극장
2024–09–06 ~15 아르코예술극장
고트(GOTT)
고트(GOTT), 작가: 페르디난트 폰 시라흐(Ferdinand von Schirach), 연출: 류주연, 출연: 예수정, 신현종, 이상직, 김중기, 최광일, 유병훈, 오일영, 구시연, 제작: 극단 산수유, 장소: 아르코예술극장 소극장, 2024년 9월 6일 ~ 15일 (화~금 19:30, 토~일 16:00), 입장료: 40,000원(전석), 문의: 010-5818-4597, 예매: via Interpark.
Heute einmal ein bisschen analoge Lektüre. #jedermensch #ferdinandvonschirach https://www.instagram.com/p/CW0xuX5JTH8/?utm_medium=tumblr
🇬🇧Finished #guilt by #ferdinandvonschirach The #shortstorycollection was a really hard read. The #shortstories have heavy topics and themes and really make you think. Definitely not light reading. ~~~~~~~~~ 🇩🇪 #schuld von Ferdinand von Schirach war definitiv ein sehr interessantes Buch. Ich fand die Geschichten manchmal richtig heftig und hart, aber sie haben echt zum nachdenken angeregt. Auf jeden Fall keine einfache Bettlektüre. #btbverlag #bookstagram #germanliterature #crimenovel #lawandorder #bookstagramdeutschland #littlegingerbookninja #currentlyreading #teatime #candles #plantsofinstagram #plants #cactus https://www.instagram.com/p/COIxVyshaIF/?igshid=yxj4rzje3y5m
Ferdinand von Schirach hat ein kleines, feines Buch verfasst: Jeder Mensch.
6 neue Grundrechte für Europa.
Du findest sie zum Lesen und Unterschreiben auch auf www.jeder-mensch.eu
(Link ist in meiner Bio ⤴️).
Ja, ich weiss, ich bin Schweizerin - die Schweiz gehört nicht zur EU. Dennoch habe ich unterschrieben.
Zweimal Gott
Gott ist das jüngere der Theaterstücke von Ferdinand von Schirach. Mit unterhaltendem Theater nicht zu vergleichen fühlt sich der Abend eher an wie sehr detailliertes Referat im Ethikunterricht, aber man kommt auch mit der Erwartung des Lernens und Nachdenkens auf dieses Stück zu. Es lief im Herbst 2020 in vielen Theatern an und wurde auch am 23. November 2020 im Ersten als Film ausgestrahlt. Ich möchte hier mal ein paar Gedanken zum Stück im Allgemeinen loswerden und auch die Fernsehproduktion und die des Oldenburgischen Staatstheaters vergleichen.
Schirach hatte in den letzten Jahren viel Erfolg mit zwei Stücken (Terror und Gott) zur Moralphilosophie, beide Male wird eine Art von Verhandlung in Echtzeit ausgespielt, verschiedene Positionen werden vorgetragen und das Publikum darf am Ende entscheiden. Der Autor war selbst Strafverteidiger, weshalb er die Verhandlungssprache wunderbar realistisch darstellen kann; seine Stücke haben einen dokumentarischen Modus, ohne dabei die realen Gegebenheiten zu dokumentieren. Moralisch-rechtliche Themen mit starken Nomen als Titel sind offensichtlich seine Marke als Schriftsteller. Seine Theaterstücke zielen darauf das Publikum in die Situation eintauchen zu lassen, beide Male konnten Zuschauer:innen am Ende entscheiden, die Ergebnisse aus verschiedenen Aufführungen werden gesammelt. Die Stücke werden zudem an vielen regionalen Theatern gespielt, sodass sich tatsächlich ein eingeschränktes gesellschaftliches Stimmungsbild erstellen lässt.
Im Allgemeinen ist Gott etwas problematisch, da es eine Entscheidung behandelt, die von Bundesverfassungsgericht bereits im Februar 2020 getroffen wurde. So ist es nun Ärzten erlaubt bei gesunden Menschen Sterbehilfe (Tötung auf Verlangen) zu leisten, da die Autonomie der Person das Recht auf selbstbestimmtes Sterben, inklusive der Hilfe dritter, miteinschließt. Es war ein starkes Urteil und kein Wunder, dass sich Schirach davon hat inspirieren lassen, jedoch ist es schwierig, dass das Stück etwas verhandelt, das längst entscheiden ist. Besonders schwierig finde ich die Rolle des Katholischen Pfarrers, der über den Zauber des menschlichen Lebens spricht, obwohl der Einfluss der Kirche (insbesondere der katholischen) auf das ethische Empfinden längst überholt ist. Natürlich ist es interessant (und irrsinnig), dass Gott immer noch zu Anfang des Grundgesetzes steht, das sähe ich aber lieber in einem separaten Stück aufgearbeitet. An anderen Stellen wird der Titel nicht aufgearbeitet. Ich finde ihn unpassend, da die dargestellte Situation vielleicht zu eindeutig ist, oder auch, weil es viel bessere Situationen gäbe, in denen sich Menschen vorwerfen lässt, sie würden Gott spielen wollen (Gentechnik und Schaffung von Neuem beispielsweise).
Es werden hohe Anforderungen an die Schauspieler:innen gestellt, indem sie lange Passagen juristischer Argumente rezitieren und sich zunächst wenig gegenseitig anspielen können. Im Oldenburgischen Staatstheater wirkte das Spiel oft etwas gestelzt, besonders was die Zwischenrufe der Anwältin des Sterbehilfesuchenden Herrn Gärtner und die Reaktionen der Vorsitzenden darauf betrifft. Man merkt, dass die Darstellenden dafür ausgebildet sind, menschliches Sein und Emotionen besonders tief und treffsicher darzustellen, und eben nicht vorwiegend logische Reden zu halten. Es ist natürlich meckern auf hohem Niveau, die Darstellung ist gut, nur manchmal lässt sich hinter die Illusion blicken. Ich hätte gern eine Produktion dieses Stückes gespielt von Jurastudierenden Theaterlaien gesehen.
Die Oldenburger Inszenierung ist jedoch sehr gut darin, die einzelnen Personen als Standpunkte darzustellen und nicht als spezifische Personen, hier hat die Aufführung im Theater den Vorteil, dass man die Personen immer aus einiger Distanz sieht und immer in der Rahmung des Bühnenbildes. Das Bühnenbild selbst ist bei Film und Liveaufführung sehr unterschiedlich. Im Oldenburgischen Staatstheater wird durch die Antik anmutenden Säulen auf sehr schlichte und eindrückliche Weise die vom antiken Griechenland ausgehende, westliche Ethik und Philosophie dargestellt. In der Verfilmung schaut das Saalpublikum hinter den Diskutierende aus einer Glasscheibe auf alte und neue Gebäude einer Innenstadt, die die vielfältige Gemeinsam gebaute Kultur veranschaulichen. Noch ein Vorteil ist die Integration der nächsten Redner:innen in das Saalpublikum, als Zuschauer:in fühlt man sich dadurch sehr schnell selbst beteiligt, der Film versucht den selben Effekt durch eine Kameraposition im dargestellten Publikum zu erwirken, hier stößt das Medium aber an seine Grenzen.
Ich finde es sehr interessant was für einen Boom dieses Stück erfahren hat, obwohl es in sich doch noch einige Probleme aufwirft. Trotzdem freue mich über die Popularität dieser nicht-emotionsbasierte Form von Theater und bin gespannt auf das nächste Stück von Ferdinand von Schirach.
wir sehnen uns nach Hause Und wissen nicht, wohin?
Joseph von Eichendorff
Rezension: Carl Tohrberg - drei Geschichten, eine Leseempfehlung
Ein kurzes Buch erfordert eine knappe Rezension. Ein talentierter Bäcker aus Berlin verliebt sich in eine japanische Geigerin und backt für sie die beste Torte überhaupt. Richter Manfred Seybold führt ein eintöniges Leben und klammert sich nach seiner Pensionierung an den bestehenden Berufsalltag. Der Namensgeber des Buchs, Carl Tohrberg, hatte vor Maler zu werden, arbeitet jedoch derzeit für eine Versicherung. Alle drei Geschichten von Ferdinand von Schirach steuern auf eine überraschende Wende zu. Lesen Sie den ganzen Artikel