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Schattenbibliotheken schließen in den Geisteswissenschaften vor allem Literaturversorgungslücken.
Stephen Reid McLaughlin: Online Shadow Libraries and the Future of Humanities Scholarship. In: Lewis, Rhian et al.: Digital Humanities 2017. McGill University & Université de Montréal Montréal, Canada. August 8–11, 2017. Conference Abstracts. https://dh2017.adho.org/abstracts/DH2017-abstracts.pdf (PDF)
Kernaussagen:
Im Gegensatz beispielsweise zu den Naturwissenschaften und der Medizin spielt Open Access in den Geisteswissenschaften eine geringe Rolle.
Geisteswissenschaftliche Monographien bleiben vergleichsweise länger wissenschaftlich relevant. Zugleich haben sie als kommerzielle vertriebene Bücher ein relativ kurzes allgemeines Verfügbarkeitsfenster. Ältere Werke sind zudem oft nur gedruckt und in Magazinen von Bibliotheken vorhanden.
Die informelle Zugänglichhaltung von Büchern (informal circulation) unter anderem über Schattenbibliotheken kompensiert diese Zugänglichkeitshürden bzw. -lücken. Der Nachteil ist, dass sie naturgemäß nicht konsistent sind und keine einheitlichen Erschließungsdaten aufweisen. (Stichwörter des Autors: „bounded messiness“, „just-good-enough database“)
Schattenbibliotheken sind daher hauptsächlich eine Ergänzung zur allgemeinen Bibliotheks- und Buchbestandsnutzung. Diese Einschränkung dürfte auch dadurch motiviert sein, dass die Zielgruppe in den Geisteswissenschaften häufig Druckausgaben bevorzugt.
Neben den bekannten Schattenbibliotheken ermittelte der Autor die Existenz von Kollegen-Netzwerken, in denen einzelne Wissenschaftler ihre persönlichen Bestände untereinander teilen. Die Daten- und Erschließungsqualität ist dabei oft deutlich elaborierter. Die Befragten verstehen diese Arbeit teils selbst als bewusste kuratierende Arbeit an einem Literaturkanon für die Community.
Da der Bedarf eindeutig gegeben, eine verbindliche Lösung aber nicht absehbar ist, werden Schattenbibliotheken weiterhin eine Rolle spielen, so die Einschätzung. Daraus folgt ein bestehender Forschungs- und Erkenntnisbedarf zu ihren Ursprüngen, ihrer Gestaltung und Pflege, möglichen Perspektiven und ihren Rollen in den Wissenschaftskulturen.
(bk / 31.01.2019)
Geisteswissenschaften - humanitní vědy
doslova „vědy o duchu” Die Geisteswissenschaften umfassen Studiengänge wie Literatur und Philosophie. – Humanitní obory zahrnují kurzy, jako je literatura a filozofie. Tento složený německý výraz se skládá ze dvou slov: Geist = duch, mysl, intelekt (v tomto kontextu se myslí lidský duch a kultura). Wissenschaften = vědy. Doslovný překlad: „Duchovní vědy“. Německé složené slovo die…
"Es steht kaum in Zweifel, dass auch die Geisteswissenschaften „zu liefern“ haben, ebenso wie die Menschen, die durch Arbeit in den Geisteswissenschaften versuchen, die Mittel für ihr Leben zu erwerben. Permanente Evaluation unter Gesichtspunkten wie Anwendungsorientierung oder Kompetenzerwerb haben das Lieferdienstmodell im Geistigen etabliert, so dass Freiheit zum Gegenstand nur noch abfällt, wo der Betrieb noch nicht vollständig herrscht oder die Gnade der vornehmen Geburt es ermöglicht, es mit den Regeln etwas weniger ernst zu nehmen, weil von ihrer Befolgung nicht abhängt, ob man sich nicht nur imaginär, sondern auch real beim Ausliefern wiederfindet. In der Publizistik, noch immer mit der romantischen Vorstellung öffentlicher Intellektualität verknüpft, sieht es keinen Deut besser aus; spürbare Angst und zunehmender Konformitätsdruck werden durch meinungshafte Übereifrigkeit kompensiert. Doch je mehr „Haltung“ gefordert wird, desto sicherer kann man sich sein, dass eine solche durch zustimmungspflichtige Signal- und Fahnenworte ersetzt wird. Man muss, ob mit oder ohne Erstaunen, zu Kenntnis nehmen, dass die Veränderung auf dem Gebiet der geistigen Arbeit – und was jene für die Frage der Emanzipation bedeuten – so gut wie gar nicht zum Gegenstand einer öffentlichen Debatte oder Selbstverständigung im akademischen Zusammenhang geworden sind. Jede Kritik der Akademie aus früheren Zeiten verblasst angesichts des flächendeckenden Schweigens über den umfassenden und orchestrierten Angriff auf den Gebrauchswert der Universität. Gründe dafür kann man sich viele denken, nur keine guten. Kein Vorwurf, nur eine Feststellung. Die Bologna-Reform war die Spitze des politischen Ausdrucks dieser Veränderung, die bis in die Tiefenschichten der Subjekte reicht. Es ist kein Zufall, dass die heutige Universität kaum mehr als masken- und schablonenhafte Selbstdarstellungsprofis mit Apparatensprache hervorbringt, die unablässig darüber wachen, dass niemand vom Skript abweicht. Der Sieg der Künstlichen Intelligenz auf diesem Gebiet wird eine soziale, keine technische Tatsache sein, ein notwendiges Resultat der herrschenden Verhältnisse."
Hayner, Jakob (2024): Wir sind die Lieferhelden. Arbeit und Emanzipation in Wolfgang Pohrts Theorie des Gebrauchswerts, in: Lorig, Philipp et al. (Hg.): Arbeit in der Kritischen Theorie. Zur Rekonstruktion eines Begriffs, mandelbaum verlag, Wien, S. 145.
KULTweet | Jobs für Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaftler:innen. Entdecken Sie auch abseits der klassischen Einsatzfelder einen intere
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The Natural and Social Sciences - Phil of Sci # 4-1
The Natural and Social Sciences – Phil of Sci # 4-1
In this piece, I discuss the differences between the natural and social sciences, and the methodological challenges that flow from attempts to measure and define the object of study that is both qualitative and quantitative in nature. It is the first part of the fourth instalment in the Philosophy of science series. In the links below, you can find the previous entries. Series overviewSearching…
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In Zeiten hitziger Debatten ist von den Kulturwissenschaften wenig zu hören. Dabei gilt es, Diskursräume zu wahren oder zurückzuerobern. Ein Plädoyer für mehr Einmischung
Geisteswissenschaften im Gepäck - PR als Ziel
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