Er ist das high-sein nachdem ich strebe - besser als jeder joint

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Er ist das high-sein nachdem ich strebe - besser als jeder joint
Blendung
Vielleicht ist das Gehen ins Licht Nicht unsere Erleuchtung - sondern das, was uns blendet
School-Happening #2
Etwas ganz akzeptables an meinem Schülerinnendasein ist die unverbindliche Übung Politische Bildung. Letztens mussten wir unsere eigene Partei “gründen” - die meiner Squad heißt Humanes Österreich (kurz ÖH). Unser offizieller Slogan ist “Wir denken, also sind wir.” von dem französischen Philosophen René Descartes “Ich denke, also bin ich.” (lat.: Cogito ergo sum.) und unser inoffizieller Slogan ist “High sein ist frei sein.”. Daneben steht die Abkürzung HÖ neben Humanes Österreich auch für Highes Österreich und wenn das nicht die freshesten Anglizismen sind, dann weiß ich auch nicht weiter. Zu all dem kommt noch, dass unser Logo eine Friedenstaube mit einem Regenbogen-Flügel ist und unsere Parteifarbe Regenbogen.
Vollende den Satz : High sein ist...? :D
High sein ist frei sein - Das Einhorn muss dabei sein.
Tag 87 / Dauerhaft in der Atmosphäre
Aus der Bar, Kneipe, Disco oder dem Club gehen, wenn die Sonne schon wieder zu scheinen beginnt - das hatte für mich immer etwas Magisches. Die ganze Nacht durchgemacht, getanzt, gelacht, gelabert, getrunken, geraucht. Sich in eine andere Spähre begeben. Abgehoben. Weit, weit weg von dem schnöden Alltagsleben. Zeitlos, schwerelos, gedankenlos. Der DJ hat die Rausschmeißmusikschleife eingeleitet. Die Barhocker strecken ihre Beine kopfüber vom Tresen in die verqualmte, verschwitzte Luft. "Letzte Runde", "aber wirklich letzte Runde" und "allerletzte Runde" Getränke haben wir intus. Die Türschwelle trennt die Unwirklichkeit von der Wirklichkeit. Das Weltall von der Erdatmosphäre. Und wenn ich da plötzlich wieder ohne Discobeats im unbegrenzten Raum auf der Straße laufe, die Sonne meine rötlich-gereizten Augen neckt, dann ist das für einen schmerzlich-endlichen Zeitraum vermutlich so wie es für den ersten Menschen auf dem Mond war. Der Fischmarkt hat gerade geöffnet. Oder der Kleinstadtbäcker reicht uns die warmen Brötchen aus der Backstube. Die Zeitungsausträger sind unterwegs. Die U-Bahn fährt auch schon wieder. Während die meisten Erdenbürger bald aus dem Bett aufstehen, frühstücken und in den Tag starten werden, legen wir uns jetzt seelig schlafen. Und spätestens an diesem Punkt endet die Magie des Moments. Werfe ich heute einen ehrlichen Blick zurück auf meine Party- und Saufzeit, auch Jugend genannt, muss ich feststellen, dass dieses oben beschriebene, ergreifende Gefühl vom Zurückkehren in die Alltagsgalaxie vielleicht höchstens zehn mal so mit all dem Pipapo stattgefunden hat. Als meine Jugend vorbei war und ich anfing, mehr zu Hause als unterwegs zu trinken, da fand zumindest in Berlin eine Entwertung dieses magischen Wow-die-Sonne-scheint-schon-wieder-Moments statt. Ich hörte und las von dem Club, in dem es zum gängigen Entertainmentprogramm gehört, die Rollläden unter Applaus und wohligem Juchzen hochzufahren, das Sonnenlicht kurz den Raum durchfluten zu lassen, um dann rasch wieder alles abzudunkeln und viel weiter in den Tag hinein zu feiern. Nichtsdestotrotz glaube ich, dass dauerhaft in der Atmosphäre nicht möglich ist. Der Mensch braucht es, loszulassen, abzutauchen, sich wegzubeamen, die eigenen Hochleistungsapparate auszuschalten oder auf Sparmodus zu klicken. Meiner Meinung nach kann man nicht immer nur funktionieren und die inneren und äußeren Reize mit permanent vollem Bewusstsein tiptop verarbeiten und verdauen. Da gibt es den Schokoriegel, der mich einlädt, eine Pause zu machen. Sowohl eine Kaffeesorte, als auch eine Instantsuppe bieten mir eine Auszeit mit ihnen an. Aber so richtig in die Dünen fallenlassen scheine ich mich ja nur wieder mit dem einen Bier zu können. So öko-eso war meine Familie nicht, als dass ich gelernt hätte, bei Überstressung erstmal mit Eurythmie ein paar Buchstaben zu tanzen oder mich im Lotussitz aus der Atmosphäre zu meditieren. In meinem Elternhaus war eher üblich, was sich später auch im Studium als wissenschaftlich evaluierte Nutzungsmotivation herausstellte: Vor die Glotze hocken und eintauchen, aufgehen, mitleiden, identifizieren, abdriften. Voll im Flow. Out of space. Eskapismus in surreale Welten kann aber nicht die optimale Lösung sein, wenn in den Kliniken, die meinen Alkoholismus behandeln, auch gleichzeitig Mediensüchtige therapiert werden. Heute lief ein Rucksack an mir vorbei, auf dem stand "Techno an. Welt aus." Austreten aus der Atmosphäre mit Musik. Auch Mister J. Hendrix soll ja gesagt haben: "Music is a save kind of high." Ausklinken, Abschalten, Wegbeamen, Highsein scheint zu den Urtrieben der Lebenserhaltung zu gehören. Ich muss und will das jetzt noch 21 Monate weiter ausprobieren, ohne Alkohol einzusetzen. Ob ich dann wieder Bock auf Saufen habe, wird sich zeigen.
Ich: Wir haben gestern "Haie im Supermarkt" angeguckt.
Kumpel: Warum guckst du n Drogen Film an?