Ich lerne Stille zu wählen
#phm#ryland grace#rocky the eridian#project hail mary spoilers





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Ich lerne Stille zu wählen
Samstag – endlich ein bisschen Zeit für mich! Einfach mal rauskommen, abschalten und genießen. Was steht bei euch heute so an? 😘
November 2024
Handyfreie Schule? Eine Steckdose, ein Regal – und viel Resignation
Ich spreche mit einer befreundeten Lehrerin, und aus Anlass der Beiträge über verschließbare Handyaufbewahrungshüllen für Schule und Konzerte frage ich sie, ob solche Ideen auch für sie und ihre Stadtteilschule (der hamburgischen Form der Gesamtschule) interessant wären.
“Den Kampf gegen Handys haben wir, zumindest in der aktuellen 10. Klasse, leider verloren”, dieser erste Satz ihrer Antwort ist mir im Gedächtnis geblieben. Den Rest gebe ich sinngemäß wieder:
Vor ein paar Jahren war es noch relativ einfach, handyfreie Zeiten während des Unterrichts zu etablieren. Sie nahm eine Mehrfachsteckdose mit in die Klasse und forderte die Schüler*innen auf, ihre Handys dort abzulegen – mit der Möglichkeit, diese gleichzeitig zu laden. Später professionalisierte sie diese Idee: Ein ausrangiertes CD-Regal wurde umgebaut, sodass jedes Handy einen eigenen Einschub bekam. Das Regal steht nun hinten im Klassenraum, und alle Handys können dort während der Schulzeit verstaut und geladen werden.
Die Regel besagt, dass die Handys zu Beginn jeder Stunde ins Regal gelegt werden müssen. In den unteren Klassen funktioniert das auch noch gut: Viele Schüler*innen legen ihre Geräte direkt morgens hinein und holen sie erst nachmittags wieder heraus. In der 10. Klasse ist diese Regel jedoch nicht mehr durchsetzbar. Eigentlich müssten die Handys auch dort mit Unterrichtsbeginn ins Regal und dürften nur in den Pausen genutzt werden. Stattdessen bleibt das Regal in dieser Klasse oft leer, oder die Handys werden lediglich zum Laden abgelegt. Viele Schüler*innen nutzen ihre Geräte heimlich unter dem Tisch. Lehrkräfte könnten zwar ermahnen oder die Handys einsammeln, aber das sei im Alltag nicht durchsetzbar.
Ich frage sie, was sie von den verschließbaren Handytaschen halte und ob sie die kenne. Ihre Antwort ist ernüchternd:
„In der 10. Klasse würde das nicht funktionieren. Die Taschen würden entweder beschädigt, aufgeschnitten, verloren oder ‚verloren‘. In den unteren Klassen vielleicht – aber dort ist das Problem nicht so groß, dass es diese teure und umständliche Lösung rechtfertigen würde. Zudem sieht es in einem Video auf der Webseite des Anbieters so aus, als gäbe es nur einen zentralen Magneten zum Öffnen der Taschen im Eingangsbereich der Schule, mit dem die Taschen geöffnet werden können. So verstehe ich auch diese FAQ einer Schule, die das eingeführt hat. Bei uns wäre das undenkbar. Wir nutzen Handys manchmal auch gezielt für Aufgaben im Unterricht. Jede Lehrkraft müsste dann einen Magneten dabeihaben, um die Taschen während der Stunde zu öffnen und wieder zu verschließen. Bei 25 Schüler*innen... naja, müsste man mal ausprobieren, ob das geht.“
Sie ergänzt, dass solche Systeme eine gewisse Bereitschaft zur Mitwirkung durch die Schüler*innen voraussetzen. Und diese Bereitschaft hätten viele Schüler*innen sicher, bei nicht wenigen sei diese aber ganz sicher nicht gegeben. Und ohne diese Akzeptanz wären die Beutel leicht zerstörbar – ob absichtlich oder unabsichtlich. Zwar fände sie es spannend, das System einmal auszuprobieren, doch dafür sei das für ihre Schule wohl deutlich zu teuer. Erfahrungsberichte anderer Schulen würden sie jedoch sehr interessieren.
(Aufgeschrieben von Molinarius)
Licht aus, Augen zu, Kopfhörer rein, drei ??? an. Es wird alles gut.
Nobody loves sunsets more than I do
Countryside
Weite Felder,
abgeerntet bis zum letzten Halm.
Bäume die sich dunkel färben.
Aufgeregter sind hier die Starre,
welche sich im Schwarm bewegen.
Eine Katze sitzt auf dem Fenster und putzt sich.
Die Hühner erschrecken den Morgen,
ihre Eier gibt es zum Frühstück.
Irgendwo hinterm Wald geht die Sonne auf.
Der Hund bellt den Sportradler auf der Straße an.
Obwohl Ortsdurchfahrt, kein Auto.
Hier geht alles langsamer und gelassener.
Der Tag pendelt sich langsam ein,
nicht zu schnell.
Gekochte Marmelade duftet aus der Küche,
selbst gemachter Brotteig ruht im Gärkörbchen.
Ein recht ruhige Tag auf´m Land.
Zusammenhalt gehört dazu,
die Nachbarn kenne ich seit gefühlter Ewigkeit.
Es ist schön, nichts gezwungen.
Es fühlt sich freier und nicht hektischer an.
Es entspannt dich und zeigt dir was es heißt Mensch zu sein.
Ich will kein Alkohol und keine Drogen mehr zu mir nehmen, weil ich endlich mir und meinem Körper eine Chance geben will.
Nur der drang, sich zu betäuben ist so groß!
Es ist so schwer ohne einen Lichtschalter zu leben, der all den scheiss in meinem Kopf abstellt...