Also lief Lucy den staubigen Trampelpfad weiter entlang. Stunde um Stunde folgte sie ihm, während die pralle Wüstensonne auf ihren Kopf herab schien. Durch ihre Hitze wirkte die gesamte Umgebung wie eine Fata Morgana, sodass Lucy befürchtete, dass sie das Land des Fischers nicht einmal erkennen würde, wenn es direkt vor ihr läge. Wahrscheinlich würde sie bald durch einen Sonnenstich sterben. Erschöpft sackte sie zusammen und spielte mit dem Gedanken, einfach dort sitzen zu bleiben und abzuwarten, bis die Eule wieder käme, um sie von diesem Ort wieder wegzubringen. Irgendwann müsste sie ja kommen, sonst würde sie schließlich ihr Versprechen eines Wiedersehens brechen. Aber wie sehr kann man sich schon auf das Wort eines Raubvogels verlassen?
Sebastian S., Lucys Reise, Die Eule








