In manchen Augenblicken war Altes und Neues, war Schmerz und Lust, Furcht und Freude ganz wunderlich durcheinander gemischt.
Der Steppenwolf; Hermann Hesse

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In manchen Augenblicken war Altes und Neues, war Schmerz und Lust, Furcht und Freude ganz wunderlich durcheinander gemischt.
Der Steppenwolf; Hermann Hesse
Also lief Lucy den staubigen Trampelpfad weiter entlang. Stunde um Stunde folgte sie ihm, während die pralle Wüstensonne auf ihren Kopf herab schien. Durch ihre Hitze wirkte die gesamte Umgebung wie eine Fata Morgana, sodass Lucy befürchtete, dass sie das Land des Fischers nicht einmal erkennen würde, wenn es direkt vor ihr läge. Wahrscheinlich würde sie bald durch einen Sonnenstich sterben. Erschöpft sackte sie zusammen und spielte mit dem Gedanken, einfach dort sitzen zu bleiben und abzuwarten, bis die Eule wieder käme, um sie von diesem Ort wieder wegzubringen. Irgendwann müsste sie ja kommen, sonst würde sie schließlich ihr Versprechen eines Wiedersehens brechen. Aber wie sehr kann man sich schon auf das Wort eines Raubvogels verlassen?
Sebastian S., Lucys Reise, Die Eule
Ich bin ein Sammler von fasts. Fast glücklich, fast geliebt, fast am Leben. Sammle die Reste in Gläsern wie tote Schmetterlinge – schön anzusehen, aber schon lange nicht mehr flugfähig.
Das Leben flüstert mir jeden Abend zu: „Du bist nur eine Nebenfigur in deiner eigenen Geschichte.“ Und ich nicke, zünde mir eine Zigarette an der Glut meiner letzten Hoffnung an und antworte: „Dann mach ich wenigstens eine gute Show draus.“
Die Uhr tickt sarkastisch. Jede Sekunde ein kleiner Verrat. Wir füllen die Lücken mit Musik, die zu laut ist, mit Memes, die zu lustig sind, und mit Berührungen, die nie ganz ankommen.
Ich bin müde auf eine Art, die kein Schlaf heilt. Poetisch kaputt. Ästhetisch am Arsch. Und trotzdem scroll ich weiter, like ich weiter, atme ich weiter – weil das Drama einfach zu gut geschrieben ist, um nicht bis zum bitteren Ende zu bleiben.
Wer von euch fühlt sich gerade auch wie ein elegantes Wrack?
🌑
Manchmal sitze ich da und frage mich, ob das Universum lacht, während es uns zusieht. Wir bauen uns kleine Sandburgen aus Routinen und Hoffnung, nur damit die nächste Welle sie mit einem müden Seufzer umwirft.
Ich trinke meinen Kaffee schwarz, wie die Löcher in mir, und lächle dabei – weil es so lächerlich schön ist, wie sehr wir uns anstrengen, etwas zu fühlen, das bleibt. Die Sonne geht unter und nimmt wieder ein Stück von mir mit, ohne sich zu entschuldigen. Die Sterne blinken spöttisch: „Du bist noch da? Interessant.“
Ich bin ein wandelndes Gedicht aus verblassten Tinte und kaputten Versen. Zerbrochen, aber auf eine Art, die fast ästhetisch wirkt. Und ja, ich werde morgen wieder aufstehen und so tun, als wäre das alles Sinn.
Weil Aufgeben zu einfach wäre. Und wir lieben ja die komplizierten Dinge.
was ist schon individualität?
In den 20ern
Achja. Seit einem Monat bin ich nun auch Teil dieser mysteriösen Gruppe, der Leute, die sich in ihren 20ern befinden. Man, ich dachte immer bis dahin hab ich voll gecheckt, was ich vom Leben will und das ich dann organisiert bin und alles. Pustekuchen. Ich bin immer noch nicht schlauer als mit 16. Hab immer noch Existenzkrisen und mein Zimmer sieht immer noch aus als hätte ne Bombe eingeschlagen, auch wenn es nicht mehr mein Kinderzimmer ist. Aber hey, es ist okay. Ich mein, man ist doch noch jung wenn man in den 20ern ist. Oder? ODER?!! Alles relativ. Alter auch. Die 20ern sind glaub ich richtig komisch aber auch richtig cool. Ich werd’s sehen und werde euch in diesem wundervollen TumberBlog darüber auf den Laufenden halten. Ist es viel cooler und hipstiger als Tagebuch schreiben.
Die Existenz im Zirkuszelt
Die Existenz im Zirkuszelt war nicht grad die, die ich bestellt: Da suche ich wie Sisyphus das End, und komme nicht zum Schluss; und wenn ich denk, ich hab den Sinn da scheißt ein Vogel vor mich hin.
Doch kaum weich ich dem Kackfleck raus, da rutsch ich auf ner Schale aus und falle frei und falle munter des Lebens langen Abhang runter...
Besorgt frag ich mich noch im Fliegen, ob wenigstens die Haare liegen!?
Existenzangst & Existenzkrise