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Karikatur: Das philippinische Justizsystem Quelle
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Ungerechtes Justizsystem: Obama entlässt mehr als 200 Häftlinge
Politik
In keinem anderen Land der Welt sitzen so viele Menschen im Gefängnis wie in den USA. Um seinen Bemühungen für eine Reform des Justizsystems Nachdruck zu verleihen, setzt Präsident Obama nun so viele Häftlinge wie nie vorzeitig auf freien Fuß.
US-Präsident Barack Obama hat mehr als 200 verurteilte Straftäter vorzeitig aus dem Gefängnis entlassen. Das Weiße Haus teilte mit, unter den insgesamt 214 Häftlingen, die von der Anordnung profitieren, seien auch 67 Straftäter, die lebenslange Haftstrafen verbüßten. Es handelt sich um die größte Entlassungsaktion dieser Art seit mehr als hundert Jahren in den Vereinigten Staaten.
Die meisten der 214 Gefangenen sind den Angaben zufolge keine Gewalttäter. Viele wurden demnach wegen des Besitzes von Crack verurteilt oder wegen des Handels damit.
Insgesamt hat Obama damit nach Aussagen des Weißen Hauses im Laufe seiner siebeneinhalbjährigen Amtszeit die Strafen von 562 Häftlingen herabgesetzt und ihnen so die vorzeitige Entlassung ermöglicht. Die Zahl sei damit höher als bei „allen neun vorherigen Präsidenten zusammengenommen“, erklärte der Rechtsberater des Weißen Hauses, Neil Eggleston.
Ein Viertel aller weltweiten Häftlinge sitzt in den USA
Die massenhaften vorzeitigen Entlassungen sind Teil von Obamas Bemühungen zur Reform des US-Strafrechtssystems. Er kritisiert seit langer Zeit, dass die Zahl der Inhaftierten in den Vereinigten Staaten im Verhältnis zur Bevölkerungszahl deutlich höher liegt als in allen anderen modernen Demokratien. 2013 waren in den USA von jeweils 100.000 Menschen 698 in Haft – in Deutschland waren es im vergangenen Jahr 76.
Insgesamt sitzen rund 2,2 Millionen Menschen in amerikanischen Gefängnissen und damit so viele wie in keinem anderen Land der Erde. Weltweit machen sie fast ein Viertel aller Haftinsassen aus. Harte Mindeststrafen etwa bei Drogendelikten haben die Zahl der Häftlinge in den Vereinigten Staaten in den vergangenen 30 Jahren deutlich ansteigen lassen. Überproportional betroffen sind Afroamerikaner und Latinos.
Quelle: n-tv.de
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