15.05.2018
Über die (Un-)Möglichkeit legaler E-Book-Privatkopien
Freunden und Verwandten die Kopie eines legal erworbenen E-Books weiterzugeben ist gar nicht so einfach – zumindest wenn man sie, so wie ich, über den Google Play Store erworben hat. Zwar gibt es dort im Kontextmenü sogar die Möglichkeit, das Buch als EPUB (und manchmal sogar als PDF) herunterzuladen. Bei mir führt das jedoch in den allermeisten Fällen nicht dazu, dass eine EPUB oder eine PDF-Datei in meinem Download-Ordner landet. Was heruntergeladen wird ist eine ACSM-Datei, die sich dann wiederum nur mit Adobe Digital Editions öffnen lässt.
In der Vergangenheit war meine Vorgehensweise also so, dass ich die ACSM-Datei mit diesem Programm geöffnet und das Buch heruntergeladen habe. Dann die EPUB- oder PDF-Datei im Finder anzeigen lassen und mit dem Open-Source-Programm Calibre vom Kopierschutz befreien – eine Übung, die wiederum einmalig die Installation eines Kopierschutzentfernungsplugins für Calibre erfordert. Dafür hat man danach ein kopierschutzfreies E-Book, das sich zum Beispiel an die Schwester weiterreichen lässt.
Als Bewohner eines Landes (Österreich), in dem beim Kauf von diversen Geräten Festplattenabgaben an Verwertungsgesellschaften abgeführt werden, ist so eine Privatkopie auch mit dem guten Gefühl verbunden, legal gehandelt zu haben. Umständlich zwar, aber legal.
Seit ich nach vier Jahren wieder einmal mein Macbook erneuert habe, stößt allerdings auch diese Routine an Grenzen. Konkret, an Device-Grenzen. Beim Versuch, die kryptische ACSM-Datei in Adobe Digital Editions zu öffnen, erhalte ich nun folgende Fehlermeldung:
E_GOOGLE_DEVICE_LIMIT_REACHED
Offenbar habe ich über die Jahre zu viele Geräte benutzt. Zumindest auf die Schnelle konnte ich nicht herausfinden (d.h., ergoogeln), wo ich welche alten Geräte wie entkoppeln könnte. Dann also doch Library Genesis.
(Leonhard Dobusch)













