Die Linksfraktion im Saarländischen Landtag begrüßt es, dass der Markenschutz für den Lyoner verlängert werden soll, fordert aber, dass es eine finanzielle Förderung des Landes nur dann gibt, wenn auch soziale Standards eingehalten werden. Der wirtschaftspolitische Sprecher Prof. Heinz Bierbaum erklärt: „Der Schutz des Lyoners ist ein ehrenwertes Anliegen im Saarland – dabei darf aber der Schutz der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer nicht vergessen werden. Die Rechte der Beschäftigten wiegen schwerer als die Namensrechte von Fleischwurst. Die Landesregierung darf nicht ignorieren, unter welchen Bedingungen Lyoner oftmals produziert wird, nämlich meist ohne tarifliche Bezahlung und unter Einsatz von schlecht bezahlten und kaum abgesicherten Arbeitern mit Werksverträgen. Landesmittel, das heißt Steuergelder, sollten aber nur dort zum Einsatz kommen, wo soziale Standards gelten.“