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Thanks for letting me draw you two @ishgardenjoyer and @micro-usb at the art party!
Oktober 2019
Urlaubsbeobachtungen in Südholland
Ich bin mit meiner Tochter ziemlich spontan ein paar Tage ans Meer nach Noordwijk gefahren. An technischer Ausrüstung haben wir dabei
drei Smartphones
ein Laptop
ein Tablet
Also müssen wir drei verschiedene Ladekabel mitnehmen: USB-C, iPhoneladekabel, Micro-USB, Laptopnetzteil. Für die Boombox noch Mini-USB. Dann noch das Ladekabel für die Smartwatch und eines für das Nachtlicht, die jeweils auch USB nutzen. Und noch ein zweites Nachtlicht, das man direkt über USB betreiben kann.
Ich habe zwei der Ladegeräte eingepackt, die man in eine Steckdose stecken kann und die dann zwei USB-Anschlüsse haben und man kann trotzdem noch die Steckdose nutzen. Und zum Glück noch einen Mehrfachstecker. Unser Hotelzimmer sieht ein bißchen aus wie der Mediamarkt.
Im ganzen Hotel gibt es freies WLAN, das sehr gut und stabil ist. Einzig mit dem Tablet meiner Tochter gab es Probleme bei der Verbindung mit dem WLAN. Denn die Login-Seite, auf der man den Datenschutzbestimmungen zustimmen musste, wurde nicht aufgerufen. Offenbar lag es an veralteten Zertifikaten, die mit dem Browser auf dem Tablet nicht kompatibel sind – das Tablet nutzt eine alte Android-Version.
Den halben Nachmittag verbringe ich übrigens bei GoogleMaps, um ein Restaurant zu finden, das eine Schnittmenge unserer Essensvorlieben ist. Und ich habe diesen Urlaub noch kein Bargeld ausgegeben, sondern nutze nur meine beiden Karten.
(die christine)
5. August 2019
Das schöne Kabel
Ich besuche zum ersten Mal eine Filiale einer auf Tand spezialisierten Ladenkette, weil Hanna Engelmeier dort einmal ein flauschiges Ladekabel gekauft hat und ich ebenfalls ein flauschiges Ladekabel begehre.
Flauschige Ladekabel sind aber ausverkauft. Was es noch gibt, sind zum Beispiel Ladekabel, die während des Ladens leuchten, und Ladekabel in vielen schönen Farben. Allerdings nur in der USB-C-Version. Mikro-USB-Kabel gibt es nur in drei eher unattraktiven Farben in der alleruntersten Reihe, auf Kniehöhe.
Zwischen April 2016 und Frühjahr 2017 besaß ich mal ein Handy mit dem damals noch ziemlich neuen USB-C-Ladekabel, das Nexus 5X. Es brauchte alle paar Tage ein neues Kabel, und USB-C war zu dieser Zeit nicht leicht zu beschaffen. Im November 2016 schrieb ich: “Bei den letzten Malen musste ich fünf bis sechs Nahost-Handyzubehörläden aufsuchen und in den meisten davon erst erklären, was USB-C überhaupt ist und meine Handybuchse vorzeigen, bis man mir mitteilen konnte, dass es so was hier nicht gibt.“
Im Frühjahr 2017 bin ich zu einem Handy mit dem überall erhältlichen Mikro-USB-Ladekabel zurückgekehrt. Heute merke ich, dass sich die Lage in den seitdem vergangenen zwei Jahren wohl geändert hat. Die Kabelsorte, die ich brauche, ist jetzt wieder die schwerer beschaffbare.
Das schönste USB-C-Kabel kaufe ich trotzdem. Eines Tages werde ich bestimmt wieder ein Gerät besitzen, zu dem es passt.
(Kathrin Passig)
August 2017
Mein Necessaire
(1) USB-Netzteil (2) Ohrhörer (nicht penetrierend) (3) Micro-USB-Kabel (4) Mini-USB-Kabel (5) Analoges Eingabegerät (6) AAA-Batterien (7) AA-Batterie (8) USB-Stick mit den lebenswichtigen Dateien (entbehrlich, wenn man an die Cloud glaubt) (9) SD-Kartenleser
Das führe ich so ziemlich immer mit mir, und habe bislang vermutet, dass die meisten Menschen es so ähnlich machen. Als ich es doch einmal vergesse, und gezwungen bin, bei einer Veranstaltung in einer vollen Kneipe übers Mikro zu fragen: “Befindet sich jemand im Raum, der ein USB-auf-Micro-USB-Kabel herleihen kann?”, da meldet sich kein Mensch. Ja, ich glaube sogar zu spüren, dass mir leises Amüsement entgegenschlägt, so, als hätte ich nach einem Zigarrenschneider oder einem Schmiedeamboss gefragt.
Wie kommen die Leute bloß klar?
(Tilman Otter)
15. April 2017
Mal eben die Fotos auf das iPad kopieren
"Ich würde ja gern noch mal die China-Fotos sehen.", sagt R., kurz bevor wir vier, R., A., U und ich, wieder zusammen in Urlaub fahren. Ungefähr zehn Minuten bevor uns das Taxi um 3:45 Uhr in der Früh zum Flughafen abholt, fällt es mir auch wieder ein. Die meisten Fotos sind zwar bei flickr, aber einige private nicht. Außerdem bräuchte man zum Anschauen der Fotos Internet. Das einzige, was mir zu dieser Tageszeit einfällt, ist, dass ich die Fotos kürzlich noch in einem Ordner auf einem Laptop sah und ich sie von dort auf einen USB-Stick ziehen könnte. Das dauert bei den über 700 Fotos immerhin so lange, dass das Taxi noch ein paar Minuten vor der Haustür warten muss. Wie die Fotos allerdings vom Stick auf das zum Fotos Gucken auserwählte iPad kommen sollen, ist mir in dem Moment noch nicht klar.
Wir kommen am Urlaubsort an, und in der Siesta habe ich Zeit und Muße, mich mal um die Fotos zu kümmern. Es sind immerhin gut zwei Gigabyte, die vom Stick auf das iPad sollen. Es gibt wohl einen Adapter für derlei Vorhaben. Am einen Ende soll man einen USB-Stick anstecken können, das andere Ende passt an den Apple-eigenen Lightning-Anschluss. Dieses sagenhafte Teil habe ich aber nicht. Stattdessen habe ich ein sehr kleines, sehr schwaches Trekstor Surftab. Das habe ich mitgenommen, um die Fotos von der Digitalkamera auf eine Festplatte kopieren zu können. Denn für sowas taugt das iPad ja auch nicht. Immerhin habe ich Internet. Das ist ja sowas wie die zweite Luft zum Atmen heutzutage.
Das Trekstor Surftab kann nicht viel. Aber es hat einen Micro-SD-Slot und einen Micro-USB-Anschluss. Dafür hat es fast gar keinen Festplattenspeicher o. ä. Ich kopiere die Fotos also zunächst vom USB-Stick, der in einem passenden Adapter steckt, auf eine Micro-SD-Karte. Das mache ich, weil das kleine Surftab über den Micro-USB-Anschluss auch mit Strom versorgt wird und mir nicht klar ist, ob die ganze Aktion vielleicht länger dauern wird, als der kleine Akku im Surftab hält. Der Plan ist jetzt, die Fotos via FTP auf das iPad zu übertragen. Aber zwei Gigabyte durch das dünne Hotel-Wlan? Illusorisch.
Also installiere ich auf dem tapferen kleinen Surftab, das immerhin über eine volle Windows-10-Version verfügt, mein Lieblingsfototool "Irfanview", mit dem ich die Fotos zunächst in einem Rutsch auf eine handliche Größe bringe. Jetzt wollen nur noch 160 Megabyte behandelt werden. Ich logge mich auf meinem FTP-Server ein und lade die Dateien ... doch nicht hoch. Ein FTP-Client ist auf dem Surftab nicht installiert und einen wirklich schlanken finde ich auf die Schnelle nicht. Mit dem FTP-Dings meines Providers müsste ich jede Datei einzeln auswählen und hochladen. Mit dem kleinen Surftab-Display ist das nicht zu machen, will man danach nicht noch urlaubsreifer als vorher sein. Aber ein zip-Archiv könne man hochladen und direkt auf dem Server entpacken, lese ich. Also installiere ich auch noch 7zip auf dem Surftab, packe die über 700 Fotos in eine Archivdatei und lade diese hoch. Das geht schneller, als ich dachte, jedenfalls ist nach dem Duschen alles hochgeladen.
Jetzt benötige ich eine FTP-App für das iPad. Zunächst falle ich wie immer auf ein paar Apps rein, die toll aussehen, aber erst in der Kaufversion benutzbar sind. Beim Durchscrollen der Suchergebnisse im Appstore fällt mir eine auf, die ich offensichtlich mal gekauft habe. Die nehme ich, richte den Zugang ein und -Hurra!- die Fotos lassen sich nicht nur irgendwie herunterladen, sondern auch in die Fotobibliothek integrieren, was ich für ein iPad nicht selbstverständlich finde.
Nun sind die Fotos auf dem iPad, und ich möchte ein Album erstellen. Dafür muss ich nun wirklich jedes Foto einzeln markieren. Alles Wischen, Ziehen und Rumfingern auf dem Display nützt nichts. Antippen. Jede. Einzelne. Datei. Das werde ich noch ein paar Mal machen, weil es mir nicht gelingen soll, die Fotos in der richtigen Reihenfolge in das Album zu bekommen. In der Diashow wird stets das letzte Foto zuerst angezeigt. Auch das erneute Herunterladen in umgekehrter Reihenfolge nutzt nichts. Man kann zwar die Fotos in iPad-Alben anklicken und verschieben. Das finde ich aber dermaßen unkomfortabel, dass wir die Fotos entweder in umgekehrter Reihenfolge anschauen werden, oder von Hand weiterschubsen. Überhaupt nutze ich die iPad-Diashow zum ersten Mal. Apple hält es offenbar für eine gute Idee, die Fotos mal allein, mal zu zweit oder gar zu vieren zu drapieren und interessante Schwurbeleffekte einzubauen. Ich nicht.
Es mag noch weitere, sicherlich auch einfachere Wege geben, eingefallen ist mir jedoch kein gangbarer Weg, der nicht an irgendeinem kleinen Detail gescheitert wäre, mit leider schon zu vollgestopften Onlinespeichern (Dropbox o. ä.) oder gar nicht erst eingerichteten zusammenhängt. Außerdem hat man ja im Urlaub endlich mal Zeit, sich mit Unnützem zu beschäftigen.
Achso: Am Ende kommen wir im Urlaub gar nicht dazu, die Fotos anzuschauen.
(Markus Winninghoff)
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