Dein Schmunzeln schimmert in der Dunkelheit.
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Dein Schmunzeln schimmert in der Dunkelheit.
sie lässt die trauer gedeihen,
zwei schritte vom efeu
auf dem friedhof,
denn dort war sie.
-
ich bin kein mädchen,
sondern ein tautropfen,
denn nachts überziehen
feucht schimmernde tränen
meine haut mit einem salzigen film,
der am morgengrauen verkommt.
vielleicht auch eine motte,
ein nachtfalter,
denn die sonne ist mir zu grell,
denkt sie.
"solange es sonnenuntergänge
und mondlicht gibt,
wächst irgendwo der rosengarten
und das meer",
sagst du,
während sie gewebt in rosen im see ertrinkt.
-
das mädchen erhangen im baum wird blume,
ihre gedrängte spieluhr spielt
für die schlaflosen leute.
dies wäre die sprache,
in der sie gesungen hätte.
alles scheint authentischer und realer.
© j.k / gedankensprache
Wir schimmern wie Blutdiamanten im Mondlicht.
Kontra K ~Diamanten
Seifenblasentänzer
Siehst du ihn dort, den Seifenblasentänzer? Wie er sich langsam dreht in seiner großen, kunterbunt schillernden Blase? Sieh, wie er langsam einen Schritt vor den andern setzt, Wie er seine Fingerspitzen immer wieder nach außen reckt Und wie er seinen ganzen Körper nach oben streckt. Siehst du, wie sein Lächeln immer breiter wird, Als er sieht, dass eine andre Blase tanzend um seine schwirrt? Die Blasen tanzen ein Menuett Und die Tänzer in den Blasen, mit ihren Körpern so gestreckt, nehmen den andren wahr, doch sind trotzdem so versunken in ihre eigne Choreografie. Verträumt setzen sie einen Fuß vor den andern, Und merken gar nicht, wie sie durch ihre Schrittabfolgen immer wieder auseinander wandern. Wie sich ihre Blasen langsam von einander weg drehen, Denn die Tänzer bleiben nicht steh’n. Sie wiegen ihren Kopf im Takt der Musik Und setzen einen Fuß vor den anern, Langsam, auf ihrem langen weg durch die schillernde Seifenblase. Vorsichtig balancieren die beiden Tänzer auf der Scheinwand der Blase, Recken sich und strecken ihren Kopf mit der spitzen Nase, Noch ein Stückchen höher in die Luft. Schau! Der eine beginnt sich zu dreh’n. Er wirbelt um die eigne Achse. Immer schneller und schneller zeichnet er Muster auf die schillernde Leinwand. Immer näher und näher kommt er der bunten Scheinwand, Bis sie schließlich...platzt. Der kleine Tänzer purzelt nach unten, Doch erreicht den Boden nicht. Er ist wohl irgendwo in der Luft verschwunden, Dieser kleine Wicht, Der Seifenblasentänzer. Und auch der andre Tänzer beginnt sich zu dreh’n, Doch bleibt dann plötzlich steh’n. Eine neue, kunterbunt schillernde Blase schwebt zu seiner, Er hört schon wie seine Musik wird immer leiser, Denn da tanzt nicht nur einer in der Blase drin. Da wirbeln viele umeinander, ganz geschwind. Sie dreh’n sich und dreh’n sich, ohne die Blase zum platzen zu bringen Und ohne, dass die bunten Bilder auf der schillernden Leinwand wieder verschwinden. Der kleine Tänzer, der jetzt steht, denkt “sie können ja so viel mehr als er”. Denn im Gegensatz zu ihm sind sie schon deutlich mehr. Er ist in seiner Seifenblase ganz allein, Doch so ist die Luft, die er atmet, immerhin sein. Und er kann entscheiden, welche schillernden Muster er auf die Leinwand zeichnet. Ihm ist es ein leichtes, Seine Schrittabfolgen selbst zu bestimmen, Denn er muss sie ja nicht mit andren abstimmen. Er kann einfach so drauf los tanzen, Kann Drehungen, Sprünge und Schritte mischen, Ohne, dass irgendjemand geht dazwischen. Und so beginnt er sich wieder zu dreh’n und springt höher als jemals jemand zuvor. Er zeichnet die wildesten schillernden Muster und alle schau’n nur noch zu seiner kleinen Blase empor. Doch dann, auf einmal, platzt auch seine Seifenblase. Dann purzelt er herunter und versucht noch etwas von seinem Traum zu erhaschen. Er streckt seine kleinen Fingerchen gen Himmel, Doch fällt trotzdem weiter nach unten in das Gewimmel Aus Seifenblasenfetzen. Das sind die Reste seines Traums, Doch dieser ist nicht einfach so zerplatzt. Das kleine Männchen aus der Blase hat es geschafft. Es hat ihn gefunden, seinen Platz In der großen weiten Welt. Der Seifenblasentänzer hat Freude geschenkt, Hat so manche Laune zum Besseren gelenkt. Denn genau davon hat der Tänzer geträumt Und ist nicht beim Gedanken an die große weite Welt erzaudert. Nenn es naiv, dass das Männchen in der großen Welt an sich selbst geglaubt hat, Doch ich denke, dass der Seifenblasentänzer es geschafft hat. Er hat nicht mehr an die anderen gedacht, Sondern nur noch an das, was er für richtig hält. Er hat begonnen seinen Traum zu verwirklichen in der großen weiten Welt. Und so hat es der kleine Tänzer es geschafft. Seinen Traum einfach gepackt und hinaus in die Welt gebracht.
Meine Narben schimmern in sternenlosen Nächten.
Dann vergessen sie im Schatten, dass sie auch schimmern können.
Nachtschimmern
Das Schimmern der Nacht verliert nicht an Glanz, wenn Wolken den Mond verhüllen, es wird im Lärm der Stadt erstickt. Nebel verschluckt verschwommene Gestalten am Horizont deiner Vorstellung und die Melodie des Regens begleitet dich nach Hause. Tote Blätter tanzen im Wind, ein Flüstern gefüllt mit stiller Musik. Durchdringende Blicke verblassen in leeren Augenhöhlen. Pechschwarze Asche, dunkler Staub füllt den Himmel und legt sich nieder wie schwarzer Schnee, gleitet langsam zu Boden. Ein Augenblick, ein Atemzug, deine Augen sind geschlossen und du siehst die verirrten Seelen der Lebenden im nirgendwo, du schwebst zwischen Fantasie und Realität, verlierst den Verstand, das Leuchten raubt dir den Atem. Vor lauter Müdigkeit verlierst du deinen Schlaf, die Träume vermodern auf dem Grund des Meeres und du spürst den Atem der Angst. Die Augen weit aufgerissen, willst fliehen vor deinen Gedanken, doch egal, wie wach du bist, ein Nachgeschmack bleibt, ein Schatten der Nacht. Und das Schimmern der Nacht verliert nicht an Glanz, wenn Wolken den Mond verhüllen, es wird im Lärm der Stadt erstickt.
"Warum ist weggehen manchmal ein so gutes Gefühl Und manchmal ein so schlechtes? Liebe ist wie Rauchen Ich kann jeden Tag damit aufhören Aber ich will nicht"
Duesenjaeger - Schimmern