Was kann ich schon über mich sagen.
Was kann ich schon über mich sagen.
Ich kann mich ja nicht mal entscheiden was für ne Pizza ich will,
ob jetzt laut oder schrill,
oder doch eher leise und unauffällig.
ist, dass manchmal meine Welt verschwimmt.
Dass manchmal alles vernebelt und trotzdem so unendlich klar scheint.
Immer dann, wenn ich zum stillen Poeten werde,
wenn ich wieder beginne in Reimen zu denken
und meine Gedanken über die Menschen heute verrenke.
Und das, obwohl ich selbst ein Teil davon bin.
Ich selbst bin immer anders, wechselhaft.
Mal eher laut und schrill und dann doch wieder leise und unauffällig.
Dann bin ich dieser leise Poet,
der in Reimen denkt und trotzdem nicht weiß, was für ne Pizza er will.
Wie soll ich mich denn entscheiden, was ich später will,
wenn ich mich selbst nicht mal richtig kenne.
Ich mein, andere sagen ich wäre anders.
Anders als die Anderen eben.
Die Anderen seien normal, doch ich wäre eigenartig.
Ich habe also meine eigene Art zu reden, zu denken und aufzutreten.
Klar, kein Wunder, wenn in meinem Kopf 20% Reime schweben
und ich ca. 80% in Ironie rede.
Aber okay, eigenartig also.
Geht’s auch ein bisschen genauer?
Versuch doch mal normal zu definieren und danach eigenartig.
Oder ist das ein zu großes Ungeheuer?
Für manche bin ich vielleicht die Normalität in Person,
Und für andere bin ich eher laut und schrill und bunt. Eigenartig eben.
Aber soll ich euch was sagen?
Ich bin stolz drauf anders zu sein.
anders ist da schon schwerer.
Doch eigentlich habe ich nur aufgehört mich überall anzupassen
und überall perfekt reinzupassen.
Ich bin eben perfekt unperfekt und das kann ich wenigstens gut.
Ich würde jetzt ja sagen, ich bin halt einfach ich,
aber solch eine Aussage setzt eine Bedingung voraus.
Ich muss wissen wer Ich ist und wie sich dieses Ich verhält.
Welche Pizza es bestellt und was es so von der Welt und den Menschen hält.
Und wenn ich das nicht kann?
Heißt das dann ich hab mich die ganze Zeit nur versteckt und verstellt,
oder bin ich doch noch als Ich auf der Welt?
Ich gestalte mein eigenes Leben,
ganz so, wie es mir gefällt.
Ich erschaffe meine eigene Welt,
belege meine Pizza selbst
und verhalte mich so, wie es für mich Sinn herstellt.
Ich wandere als leiser Poet durch’s Leben.
Lasse es zu, dass in meinem Kopf die ganzen ironischen Reime schweben.
Lasse es zu, dass ich anders als die Anderen bin,
und mich deshalb nicht in Beziehungen und Lügen verstricke.
Ich akzeptiere, dass ich eigentlich keine Ahnung habe, was mein Ich will
und verlasse mich drauf, dass irgendwann schon alles so wird, wie ich’s mir vorstelle.
Was soll ich mich unter Druck setzen,
nur, damit ich irgendwo reinpasse, irgendwo dazugehöre.
Was, wenn ich glücklich bin, dass mein Leben einfach vor sich hin lebt,
dass ich meine Pizza selbst belege,
weil ich mich nicht entscheiden will.
Ich weiß nicht, ob laut und schrill oder leise und unauffällig.
Doch irgendwie ist das egal.
Ich teile meine ironisch bunt gereimte Welt
mit jedem, der sich zu mir gesellt.
Mit jede, der akzeptiert, dass ich anders bin und der einfach keine Fragen stellt.
Doch wenn schon bestellt,