Das Ende eines jeden Tages ist zugleich der Beginn einer neuen Nacht
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Das Ende eines jeden Tages ist zugleich der Beginn einer neuen Nacht
DU
Bläst mir den Wind unter die Fußsohlen und treibst mir den Sprühregen in mein Gesicht
Du jagst mir die Tropfen die Haut hinunter von der Stirn über Wimpern und Nase hinab zum Kinn
Du stellst meine Weichen mit zuckenden Schultern zurück und winkst dann den Sommer noch durch
Er zieht mich am Herzen hinter sich her und serviert alte Momente die ich zur zweiten Belichtung noch einmal vor meine Augen spanne
Verbeugung, Ende
Irgendwie schaut ja gerade so ungefähr jeder "13 reasons why", mich eingeschlossen. Von allen Seiten höre ich immer wieder, Einiges sei nicht wirklich ein Grund sich umzubringen und erst Anderes mache es wirklich heftig. Das ist Schwachsinn. Gefühle richten sich nicht nach der Größe der Handlung. Des Weiteren: wer urteilt darüber, wie schlimm etwas ist? Gefühle stehen nie zur Diskussion. Wenn etwas bei einem Menschen auslöst, dass dieser Suizid begehen will, dann ist das schlimm und schon viel zu weit fortgeschritten. Was wollt ihr mehr? Und wisst ihr, was zwingend aus euren Aussagen folgt? Wenn etwas zu harmlos ist, um ein Leben zu beenden, dann muss es etwas geben, das so schlimm ist, das es zwingend dazu führt, dass die Person, der dies widerfuhr, keinen Sinn mehr in ihrem Leben sieht.
Ich bin nicht bereit morgen wieder zur Schule zu gehen. Ich kann das nicht.
Trag mich in die Seelenwelt
wo Hoffnung unsere Zukunft hält.
Deck sanft mir meine Äuglein zu
vor ihnen schemenhaft, nur du
und bette mich ins federkleid
schüttel ab den tau aus leid
ängste, sorgen müssen weichen
dann lass mich sachte nach dir reichen
lass mich deine sehnsucht spüren
deine raue haut mich führen
so geb ich mich dir völlig hin
körper, verstand, herz und sinn.
englein flieg, flieg immerzu
jahrelang in eurer mitte
leichter flügelstoß, schwere schritte
englein flieg, flieg immerzu
und in dem sprung ein schneller tausch
von eltern zur freundesmitte im rausch
englein flieg, flieg immerfort
such dir einen fernen ort
doch komme doch mal vorher runter
die jahre verfliegen bereits munter
bis einst der fehlt, der dich trägt
der wind um deine flügelchen sich legt
hättest du sie doch mal mitgenommen
wären sie vielleicht noch mitgekommen
wären noch bei dir in deinem flug
wären deine federn nicht nur aus betrug
englein hättest du doch verweilt
höhenflüge stets geteilt
den schlüssel, ja den hattest du
alles zu spät, das tor bleibt zu.
englein wein, oh wein doch nicht
im tiefsten abgrund stets ein licht
du bist dir sicher, das würden sie sagen,
englein, wir sind da, musst nicht verzagen
doch dir sind alle wörter erstickt
die unverbrauchte liebe ins leere geschickt
euer englein fliegt nicht mehr
der kummer, der wiegt viel zu schwer
Fall nicht
in die tiefen becken
in denen sie die zähne blecken
die raublustigen hälser recken
blutwitternde schergen wecken
Fall nicht
pass auf, dass ich dich nicht stoß
ganz sicher, noch, auf meinem schoß
ein ebenes bild auf dem ebenholzfloß
der plagiate siams, lass dich nicht los
Fall nicht
denn sie lieben das süße aroma von schmerz
scharfe zähne das antidot zum vergifteten scherz
bis sie es verschlingen, dein blutendes herz
halt mich gut fest, wir paddeln heimwärts
Filmabende
und du lachtest mit Tränen
und du krümmtest dich dabei
unterdrücktest neben mir ein Gähnen
doch nicht deinen überraschten Aufschrei
und verstohlen rascheltest du mit Chips
kuscheltest dich in dicke Decken ein
verschwiegst nie Kommentare oder Tipps
wir konnten einfach -unbekümmert- einfach wir selbst sein