Wir haben das falsche Wirtschaftssystem
#wemezeclassics— wemeze (@wemeze.bsky.social) 2025-07-27T04:50:25.383Z

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Wir haben das falsche Wirtschaftssystem
#wemezeclassics— wemeze (@wemeze.bsky.social) 2025-07-27T04:50:25.383Z
(Anmerkung der Redaktion: Der heutige Tagesdosis-Text wurde verfasst, bevor der Berliner Innensenator Andreas Geisel die Berliner Demonstration, offiziell mit Pressemitteilung …
System reparieren oder überwinden?
Die "freie Entfaltung" und das Gemeinwohl
Heute hat uns ein lesenswerter Artikel bei Telepolis angeregt den Bereich unserer Kernthemen zu verlassen. Vor zwei Wochen, Ende Juli hatten wir nach dem Global Footprint Network den Welterschöpfungstag, d.h. wir hatten zu diesem Zeitpunkt so viele Ressourcen von der Erde beansprucht, wie alle Ökosysteme im gesamten Jahr erneuern können.
Das beinhaltet
die Land- und Wasserfläche,
die Photosynthese, also die Umwandlung von Sonnenenergie in Biomasse, die die Grundlage des Lebens bildet
alle verbrauchten ökologischen Ressourcen wie Wasser, Land, Pflanzen, Holz und saubere Luft.
Wir tun aber so als hätten wir derzeit 1,75 Erden zur Verfügung. Das erste Jahr, in dem der globale Ressourcenverbrauch die Reproduktion überschritten hat, soll 1970 gewesen sein. Wir wissen das und tun es trotzdem - was sagt die Wissenschaft, insbesondere die Volkswirtschaftslehre, dazu?
Das neoliberale Wirtschaftsmodell, welches nach 1990 so tat, als habe es als einziges Recht gehabt, wurde endgültig zum "Herrschenden". Die grundlegende Idee darin war und ist
der Markt wird es richten - das beruht auf der Annahme, dass es in wirtschaftlicher Hinsicht eine unsichtbare Hand gibt, die Individuen, die nur ihren eigenen Gewinn im Kopf haben, von dieser (unsichtbaren Hand) so geleitet werden, dass sie dem gemeinsamen Wohl am besten dienen.
Die Folgerung aus dieser (nach unserer Ansicht schon religös anmutenden) Grundannahme ist, dass individuell getroffene Entscheidungen auch in einem beliebig komlizierten Gesamtsystem tatsächlich die besten Entscheidungen für eine gesamte Gesellschaft seien. Also sollte ein völlig "freies" kapitalistisches System möglichst völlig ohne Regulierung und Verbote existieren.
So weit die "Theorie" - wir wissen, dass das aus diesem Wirtschaftssystem entstandene Bürgerliche Gesetzbuch (BGB) alles andere als regulierungs- und verbotsfrei ist. Abgesehen davon waren die Folgen "individueller Entscheidungen" oft genug Ursache für Unterdrückung und Kriege, die nie zum "Guten für die Gesellschaft" geführt haben.
Doch zurück zum Welterschöpfungstag - das ganze bürgerliche neoliberale Wirtschaftsmodell versagt und wird noch unmenschlicher, wenn sich die Individuen nicht mehr ungehindert ausleben können, weil die Ressourcen dafür bereits verbraucht sind.
Was nun? Krempeln alle Universitäten ad hoc ihre Lehrpläne um? Zu beobachten ist bisher nur, dass dem neoliberalen Wirtschaftsmodell kleine Schnörkel in Fom von "Leitplanken" und "Grenzen" angeheftet werden. Wie wäre es mit einer wirklichen Anaylse im Sinne eines Gemeinwohls für die 99% ...
Mehr dazu bei https://www.heise.de/tp/features/Die-Tragoedie-des-Wohlstands-der-Nationen-4499847.html und https://www.heise.de/tp/features/Die-Tragoedie-des-Wohlstands-der-Nationen-4499847.html?seite=2
und https://www.aktion-freiheitstattangst.org/de/articles/6986-20190819-system-reparieren-oder-ueberwinden.htm
Es heißt ja, dass ohne #Konsum heute nichts mehr läuft in unserer Welt und ohne ihn würde unser #Wirtschaftssystem zusammenbrechen. Wenn ich mir so anschau, wie #Konsumenten im #Shoppingwahn Spuren der Verwüstung durch die Geschäfte ziehen, vergeht mir die Lust am Einkauf und mir tun einfach nur die Verkäufer*innen leid, die sich um dieses #Chaos am Ende kümmern müssen. #potd #picoftheday #bw #blackandwhite #monochrome #blackandwhitefriday
Contra-Mag.:Die Zentralbanken halten das Wirtschafts- und Finanzsystem künstlich am Leben. Eigentlich ist es klinisch tot. Von Ernst Wolff Die Lage zum Jahresende 2017 scheint extrem widersprüchlich: Die Wirtschaft wächst, die Aktienmärkte verzeichnen Rekordstände, die Arbeitslosenzahlen sinken und die Industrie zeigt ein seit langem nicht gesehenes Maß an Optimismus. Zugleich erstickt die Welt unter der höchsten ... http://dlvr.it/Q8VdHW
Unser Wirtschaftssystem und die Zukunft
Menschen werden zu Produkten in dem Wünsche generiert werden.Der Massenkonsum wurde durch Konsumentenkredite deutlich forciert, in dem die Zeitspanne zwischen Bedürfnis und Befriedigung verkürzt wurde. Die Menschen konsumieren oft gar nicht mehr, vielmehr konsumiert das Produkt den Käufer. Quasi eine Selbstentmündigung durch eine kommunikative Benutzeroberfläche, die dazu führt, dass wir oft nicht merken, dass wir unsere Freiheit an das Gerät abgeben. Güter dienen oft einer Identitätsausstattung, so ist ein Porsche kein Fortbewegungsmittel, sondern ein Beziehungsmittel um Anerkennung (Macht, Bedeutung) zu erlangen. Die Politik betreibt Privilegiensicherung, quasi eine Diktatur der Gegenwart auf Kosten ider Zukunft. Eine Entlastung der Ökosphäre und Wirtschaftswachstum geht nicht. Der “Erfolg” unseres Wirtschaftssystems zerstört die Überlebensgrundlagen! Zwingt uns der fallende Grenznutzen zu einem immer schnelleren Verbrauch von Ressourcen und zu immer extremeren und riskanteren Formen der Technik? (fracking etc) Wollen wir den ökonomischen, sozialen und wissenschaftlichen Eliten, die für die Fehlentwicklungen verantwortlich waren und sind, das Managen der Biosphäre überlassen? Können wir uns das leisten, wo wir doch kaum etwas vom Funktionieren der Biosphäre wissen?