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@unterwegsunddaheim
Heute im Porträt: Traunsteins schönstes Fleckchen zwischen Stadt- und Bierkultur und wohl bester Ort für ein entspanntes Beisammensein und gesellige Runden, wirklich leckeres Mittagessen sowie legendäre Tanzabende bis in die Morgenstunden. Die Café-Lounge Festung versteckt sich zwischen der historischen Stadtmauer und der Traun. Doch wer das Glück hat, hier einmal vorbeizustolpern, der kommt vermutlich immer wieder. Dass die Kneipe/Biergarten-Kombi so ursympathisch und authentisch daherkommt, liegt wohl vor allem am Chef höchstpersönlich. Udo Henning hat das heruntergekommene Gebäude, das direkt an eine Steilwand angebaut ist und ursprünglich der Stadtbrauerei Aying gehörte, 1997 gekauft und aufwändig renoviert. Den morbiden Charme, den Udo unbedingt erhalten wollte, spürt man noch heute - besonders im hinteren Teil der Kneipe, der in eine in den Berg gehauenen Höhle mündet. Die dort regelmäßig stattfindenden Musik-, Tanz- und sonstigen Kulturveranstaltungen erhalten so ein ganz eigenes Flair - und beim Besuch auf der Toilette kann es durchaus passieren, dass man sich angesichts der feuchten und moosbewachsenen Höhlenwände schon mal in der Zeit zurückversetzt fühlt. Im Sommer lässt es sich im Biergarten, unter den Kastanienbäumen (die übrigens für einen echten bayerischen Biergarten, genau wie das Verspeisen mitgebrachter Brotzeiten, obligatorisch sind!), ganz wunderbar aushalten und bei einem kühlen Bier oder dem wechselnden Mittagstisch mit den anderen Gästen ins Gespräch kommen. Denn auch das macht die Festung aus: die unglaublich lockere und persönliche Atmosphäre, die aus diesem “Jeder-kennt-hier-jeden”-Gefühl einerseits und einer großen Portion bayerischer Gelassenheit andererseits entsteht.
“Man nehme ein Glas Wein und gebe es in den Koch.”
Am zweiten Regentag beschließen wir wagemutig, dem Regen zu trotzen und wandern tatsächlich einmal um den See. Die Route ist ein guter Halbtagesausflug führt fast immer direkt am See entlang und nur kurz vor Tegernsee noch einmal ein wenig in die Höhe. Eine entspannte Tour, die auch bei Regen durchaus machbar ist! Wir hatten sogar Glück und haben ab und an ein paar Sonnenstrahlen abbekommen... und dass danach das gute Tegernseer im Bräustüberl am Ende gleich noch viel besser schmeckt als sonst, ist natürlich auch klar ;-)
Bei dem Ausblick (Berge und See) macht uns das Regenwetter gar nicht so viel aus. Wir mummeln uns in Decken und frühstücken im Bus, während der Regen auf das Blechdach prasselt.
Hier nun endlich ein paar Eindrücke unseres (ziemlich verregneten) Kurzurlaubs am Tegernsee. Mit dem Bus ist es ja immer so ein Problem, einen Stellplatz für die Nacht zu finden, wenn wir nicht auf dem Campingplatz übernachten wollen. Öffentliche Parkplätze sind nämlich meistens extra beschildert und verbieten das Abstellen von Campingbussen. Zum Glück ist unser Bus gut als “normales” Auto getarnt und bisher hat es immer geklappt, auf abgelegeneren Parkplätzen zu stehen :-) zumindest wenn wir daran denken, auch ein Parkticket zu ziehen.
We did it again - wir waren mal wieder unterwegs. 3 Wochen Chiemsee (immer wieder) und Tegernsee it was. In Kürze gibts mehr Bilder aus dem bayerischen No Man’s Land, bis dahin muss als Einstimmung der Schnappschuss meines schönsten vorstellbaren morgendlichen Ausblicks herhalten: auf den verwuschelten Hinterkopf vom Herzbubn und im Hintergrund auf See und Berge.
Wandern durch herrliche Bergidyllen mit Kaffeepause mitten auf irgendeinem Hof, wo eine Schweizer Oma Cappuccino und “Stangen” Bier serviert. Die Uhren ticken hier so völlig anders als in der Großstadt - es ist einfach beeindruckend. Man möchte ein klein wenig dieser Langsamkeit mit heim nehmen; sie am liebsten in einem Einmachglas konservieren, um genau dann, wenn man mal wieder beim Abarbeiten wuchernder To-Do-Listen zu verzweifeln droht oder einem in der Hektik des Alltags einfach die Puste ausgeht, eine Prise davon zu nehmen und sich daraufhin selbst daran zu erinnern, einen Gang zurückzuschalten und sich Zeit zum durchatmen zu nehmen. Denn: deswegen bleibt das Leben auch nicht stehen. Sich solche Dinge ab und an bewusst zu machen ist schon die halbe Miete, die andere ist, an solchen Punkten dann auch wirklich zumindest ein klitzekleines, kurzes bisschen (oder auch ein bisschen länger) an sich selbst zu denken und mal wieder das zu tun, was dem eigenen Körper und der Seele guttut.
Majestätisch und mystisch: die umliegenden, schneebedeckten Gipfel der Schweizer Alpen, in Nebel getaucht.
Bergün, Schweiz (April 2017)
Da unser letzter (Kurz-)Urlaub in Paris schon wieder ein ganzes halbes Jahr her war, haben wir uns umso mehr darauf gefreut, endlich wieder den Rucksack packen zu können und wieder in den Bus zu steigen, der nach unserem kleinen Zusammentreffen mit einem französischen Wildschwein im Herbst inzwischen auch wieder fröhlich vor sich hin rollt. Wir haben also die Ostertage genutzt, um in die Graubündner Berge zu flüchten und in der wunderbaren Idylle von Bergün bei ausgedehnten Wanderungen, gutem Essen und guten Gesprächen ein wenig Entschleunigung zu finden. Zeit für die Seele also, die einen zwischen Tagen voller Unipflichten und dem alltäglichen Arbeitswahnsinn wieder etwas Energie tanken lassen.
Impression aus Leipzig (März 2017)
Noch einmal der Chiemsee, weil so schön. Abendstimmung mit Enten.
Paris, Cimètiere du Montparnasse (Oktober 2016)